Carl Troll (* 24. Dezember 1899 in Gabersee, † 21. Juli 1975 in Bonn). Er war ein deutscher Geograph und der Bruder des Botanikers Wilhelm Troll.
1930 wird er Professor für Kolonial- und Überseegeographie in Berlin. Zwischen 1933 und 1934 bereist er mit Karl Wien Ost- und Südafrika. Während der Jahre 1936 bis 1938 ist er ordentlicher Professor der Abteilung Wirtschaftsgeographie am Berliner Institut für Meereskunde. 1937 nimmt er außerdem an der Deutschen Nanga-Parbat-Exkursion teil und unternimmt mit Rudolf Schottenloher eine Forschungsreise nach Äthiopien.
Zwischen 1938 und 1966 ist er ordentlicher Professor und Direktor am Geographischen Institut in Bonn. Dieses wurde im 2. Weltkrieg im Jahre 1944 nach Scheinfeld verlagert, jedoch bereits ein Jahr später rückgeführt. 1947 gründet Carl Troll die Zeitschrift "Erdkunde".
Ab 1949 wird er Leiter des "Fachausschusses der Geographie der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft" (später: Deutsche Forschungsgemeinschaft) und nimmt außerdem eine bis 1959 andauernde Gutachtertätigkeit auf. Ab 1950 übernimmt er die Leitung der "Kommission für Erdwissenschaftliche Forschungen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur" in Mainz. 1954 unternimmt Troll eine Forschungsreise nach Mexiko. Zwischen den Jahren 1956 und 1960, sowie zwischen 1964 und 1968 ist Carl Troll Vizepräsident der International Geographical Union (IGU), zwischen 1960 und 1964 deren Präsident. Außerdem hat er zwischen 1957 und 1959 das Amt des Ratsherren der Stadt Bonn für die CDU inne. Zwischen 1960 und 1961 ist er der Rektor der Universität Bonn. 1966 emeritiert er schließlich. Am 21. Juli 1975 stirbt Carl Troll in Bonn im Alter von 75 Jahren an Herzversagen.
Die Einteilung basiert auf der Beobachtung der jahreszeitlichen Wechsel der Klimaelemente (Strahlung, Temperatur, Niederschlag) und die Vegetationsausprägung in den einzelnen Klimazonen findet starke Berücksichtigung. Höhenklimate werden als Varianten der lagebedingten Zonenklimate dargestellt (z. B. Zone I in Hochgebirgen mittlerer Breiten). Trolls Klassifikation ist sehr detailliert und verwendet Schwellenwerte und festgesetzte Wertebereiche für bestimmte Parameter, um eine weitere Unterteilung der fünf großen Klimazonen zu ermöglichen. Diese Parameter sind die Mitteltemperatur des wärmsten Monats, die Mitteltemperatur des kältesten Monats, die Jahresamplitude der Temperatur, die Vegetationsdauer in Tagen sowie die Anzahl der humiden Monate. Beispiel: Ein nach Trolls Klassifikation ozeanisches Borealklimat muss eine Vegetationsdauer von 120 bis 180 Tagen bieten, die Mitteltemperatur des wärmsten Monats muss zwischen +10 und +15 Grad Celsius und die Mitteltemperatur des kältesten Monats zwischen +2 und -3 Grad Celsius liegen.
Geograph | Meteorologe | Deutscher | Mann | Geboren 1899 | Gestorben 1975
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