CPE_Bach_Büste.jpg von C.P.E. Bach im Schauspielhaus Berlin.]]
Carl Philipp Emanuel Bach (auch: Karl, Phillip, Phillipp, Philip, Emmanuel) (* 8. März 1714 in Weimar; † 14. Dezember 1788 in Hamburg) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach. Er war der berühmteste der sog. Bachsöhne.
Einige Monate später wurde er als Cembalist in die Kapelle des preußischen Kronprinzen Friedrich nach Ruppin berufen, der 1740 den Thron bestieg. Zu dieser Zeit war er einer der berühmtesten Klavierspieler Europas. Seine Kompositionen, die 1731 begannen, umfassten rund dreißig Sonaten und konzertante Stücke für sein Lieblingsinstrument. Zu seinen bekannten Sonatensammlungen zählen zwei, die er Friedrich dem Großen (Preußische Sonaten, 1742) bzw. dem Großherzog von Württemberg (Württembergische Sonaten, 1744) widmete. 1746 stieg er zum Kammermusikus auf. Aus der Berliner Zeit stammen auch die Vertonung eines Magnificat (1749), eine Osterkantate (1756), mehrere Sinfonien und Konzerte, drei Liederbände – Geistliche Oden und Lieder mit Melodien nach Texten von Gellert (1758), Oden mit Melodien (1762) und Sing-Oden (1766) – einige weltliche Kantaten und Gelegenheitsstücke. Seine Hauptarbeit galt aber dem Klavier, für das er in dieser Periode beinahe hundert Sonaten und andere Solowerke komponierte, darunter die Sammlung mit veränderten Reprisen (1760-1768) und einige der Sonaten für Kenner und Liebhaber. Daneben hat er viele wichtige Flötensonaten geschrieben, u.a. die "Hamburger Sonate".
In seinem Stil erkennt man einen Hauptvertreter des "Sturm und Drang". Die Barockmusik war durch seinen Vater zu einem Zenit gekommen, der kaum noch Weiterentwicklungen zuließ; währenddessen waren der galante Stil, der empfindsame Stil und der "Sturm und Drang" -Stil entstanden, die den Weg zur klassischen Musik eines Haydn und Mozart vorbereiten. In der Sturm-und-Drang-Musik gibt es zerrissene Melodien und ungewöhnliche Sprünge, Harmonien und Wendungen, die sich von der Barocktradition lösen. Es war eine Zeit des Aufbruchs, wie in der Literatur, wo Goethe, Schiller und Büchner den Weg zu neuen Ufern vorzogen. Musikalisch ist C.P.E. Bach ihr Pendant, der vieles, was in der Literatur folgte, schon vorweggenommen hatte.
1753 veröffentlichte er sein bedeutendes Lehrwerk "Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen" (ein 2. Teil erschien in Berlin 1762).
Im März 1768 wurde Carl Philipp Emanuel Bach Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann im Amt des städtischen Musikdirektors und Kantors am Johanneum in Hamburg. Wegen dieses Postens erhielt er den Beinamen Hamburgischer Bach. Entsprechend seinem Amt wandte er sich nun mehr der Kirchenmusik zu. Im nächsten Jahr schuf er das Oratorium Die Israeliten in der Wüste, und zwischen 1769 und 1788 über zwanzig Passionsvertonungen, ein zweites Oratorium Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu sowie rund siebzig Kantaten, Litaneien, Motetten und andere liturgische Stücke. Für das Klavier schrieb er die sechs Bände der Sonaten für Kenner und Liebhaber.
Bach starb 1788 in Hamburg. Nach seinem Tod widmeten ihm Friedrich Gottlieb Klopstock und Johann Wilhelm Ludwig Gleim dichterische Nachrufe. Der größere Teil der nachgelassenen Musikalien wurde später von dem Sammler Georg Poelchau erworben.
Carl Philipp Emanuel Bach gilt als einer der bedeutendsten Komponisten in der Zeit zwischen Barock und Wiener Klassik. Er war zu seinen Lebzeiten berühmter als sein Vater Johann Sebastian. Bei den Wiener Klassikern stand er hoch im Ansehen. Joseph Haydn meinte: „Wer mich gründlich kennt, der muss finden, dass ich dem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihn verstanden und fleißig studiert habe.“
Es existieren verschiedene Kataloge über die Werke C. P. E. Bachs. Häufig benutzt wird der Katalog von Alfred Wotquenne, die Abkürzung lautet "Wq". Daneben gibt es noch ein Verzeichnis der Werke C. P. E. Bachs nach E. Eugene Helm, meist einfach mit "H" bezeichnet.
Auf Tonträgern sind u.a. die folgenden Werke erhältlich:
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