CarlLaemmle.jpg Carl Laemmle (* 17. Januar 1867 in Laupheim; † 24. September 1939 in Beverly Hills) gehört zu den einflussreichsten Gestalten der amerikanischen Filmgeschichte. Als Gründer und Vorsitzender der Universal Studios gehörte er zu den mächtigsten Studiobossen seiner Zeit und gilt als Gründer Hollywoods.
Laemmle wanderte 1884 in die USA aus und gründete dort 1910 seine erste Filmfirma, die I.M.P. oder Independent Motion Picture Company. Er gehörte damals zu den so genannten Independents, also jenen Filmproduzenten, die sich dem Monopol des Edison-Trusts widersetzten. Nach dessen Aufhebung gehörte Laemmles Firma Universal Pictures als seit den späten 1910er Jahren größte Filmfirma Amerikas zu den "Big Five", die das (nach dem Edison-Trust) zweite Oligopol bildeten. Die bekanntesten Filme aus seinen Studios waren Der Glöckner von Notre Dame (1923), Das Phantom der Oper (1925), Im Westen nichts Neues (1930), Waterloo Bridge (1931) sowie die Reihe von Horrorfilmen in den 1930er Jahren, die 1931 mit Dracula und Frankenstein begann.
Sein Sohn Carl Laemmle Jr. arbeitete schon als Jugendlicher im Studio seines Vaters und wurde Anfang der 30er Jahre Produzent der wichtigsten Filme von Universal.
Heute noch gibt es in Laupheim viele Einrichtungen die an Carl Laemmle erinnern sollen, z. B. das Carl-Laemmle-Gymnasium, der Carl-Laemmle-Platz und das Museum über Christen und Juden (dort sind ihm 4 Räume gewidmet).
Mann | Deutscher | US-Amerikaner | Filmproduzent | Oscarpreisträger
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