Eos_20d_v_sst.jpg Die EOS-Reihe (Electro-Optical System) von Canon ist eine Familie von Spiegelreflexkameras und dazu passenden Wechselobjektiven. Canon bietet aus dieser Produktfamilie in allen Bereichen Produkte für den Consumer Markt über Semiprofessionelle Modelle bis hin zu hochpreisigen Profigeräten an.
Die Modellbezeichnung wird zusätzlich um Buchstaben erweitert, die bestimmte Merkmale oder den Fortschritt einer Modellreihe dokumentieren. Diese Erweiterung ist vielfältiger als die Modellbezeichnung. So wurden die Buchstaben n oder v als Erweiterung für überarbeitete Modelle verwendet (z.B. EOS-1n, EOS-1v), die Buchstaben RS oder RT kennzeichnen Spezialmodelle mit feststehendem Spiegel (z.B. EOS-1RS, EOS RT).
Die Erweiterung D kennzeichnet die digitalen Spiegelreflexmodelle. Bei den ersten Modellen stand das D noch vor der Zahl (EOS D30, EOS D60), dann wechselte es nach hinten (z. B. Canon EOS 10D, Canon EOS 20D, Canon EOS 30D, Canon EOS 300D, Canon EOS 350D; siehe Canon EOS Digitalkameras). Auch Doppeldeutigkeiten können vorkommen, wie z.B. bei der Canon EOS 30D (Nachfolgemodel der Canon EOS 20D), welche aber nicht mit der sechs Jahre älteren Canon EOS D30 zu verwechseln ist und sich nur durch das "D" hinter der Nummer unterscheidet.
Die Objektive für die EOS-Kameras werden als EF-Objektive bezeichnet. Das Kürzel "EF" steht dabei für "Electro Focus", also "Elektrische Scharfstellung". Die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv erfolgt rein elektronisch, auch die Steuerung der Blende funktioniert durch einen elektromotorischen Antrieb im Objektiv.
Gerade die Qualität und die Masse an unterschiedlichen Objektiven (z. Z. 54 EF-Objektive von 14 mm bis 1200 mm) führte zu einer weiten Verbreitung im Presse- und Profibereich. Die EF-Objektive können sowohl an analogen Canon EOS-Kameras als auch an den digitalen Modellen genutzt werden.
Objektive der L-Klasse sind vor allem für professionelle Anwender konzipiert, da sie besonders aufwendig vergütete Linsenelemente besitzen und meist auch gegen Umwelteinflüsse (wie z.B. Sand und Spritzwasser) abgedichtet sind. Diese Objektive sind leicht an ihrem auffälligen roten Ring zu erkennen, wobei das L im Übrigen für "Luxury" steht.
Für digitale EOS-Kameras, deren Sensor kleiner ist als das Kleinbildformat, werden spezielle Objektive hergestellt, die diesem Umstand Rechnung tragen. Diese Objektive, die als EF-S-Objektive bezeichnet werden, können kompakter gebaut werden und ragen weiter in die Kamera hinein. Sie können an den EOS-Kameras 300D, 350D, 20D und 30D (Stand: Februar 2006) verwendet werden, nicht jedoch an den Modellen mit Vollformatsensor (1Ds, 5D) und nicht an Kameras, die zwar einen kleineren Sensor aufweisen, aber kein EF-S-Bajonett haben (D30, D60, 10D, 1D). An den Kameras mit EF-S-Bajonett können auch die herkömmlichen EF-Objektive verwendet werden, wobei sich die Brennweite (berechnet auf Kleinbildformat, siehe Formatfaktor) der Objektive um den Faktor 1,6 verlängert (bei der EOS 1D und der EOS 1D Mark II (N) um den Faktor 1,3).
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