| Wissenschaftlicher Name
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| Candida albicans
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| (C.P. Robin Berkhout 1923)
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Candida albicans ist ein Pilz der
Candidagruppe, die zu den
Hefepilzen gehören. Er ist der Erreger der
Kandidose (auch Candidose, Candidiasis, Candidamykose, Monoliasis oder Soor). Dieser Pilz ist bei Warmblütern (und daher auch beim Menschen) häufig auf den Schleimhäuten von Nase und Rachen und im Genitalbereich sowie im Verdauungstrakt zu finden. Bei etwa 75 % aller gesunden Menschen kann er nachgewiesen werden (laut deutscher Gesellschaft für Ernährung). Er kann auch zwischen Fingern und Zehen vorkommen und auf den Finger- und Fußnägeln. Candida gehört zu den fakultativ
pathogenen Erregern (nur unter bestimmten Bedingungen eine Krankheit auslösend) und ist als ein
Saprophyt anzusehen, der in einem Gleichgewichtszustand mit anderen Mikroorganismen siedelt. Die Besiedelung durch diesen Pilz verursacht in der Regel kaum Beschwerden, bei fehlender oder verminderter
Immunität (im Rahmen von anderen Grundkrankheiten / Medikamentengaben) konvertieren diese Pilze zu pathogenen Keimen. Meistens handelt es sich dann um
endogene Infektionen, das heißt der Erreger war schon in geringer Zahl am Ort der Infektion, seltener
exogene Infektionen, also durch von außen erworbene Erreger.
Behandeln lässt sich eine Candidose mit Antimykotika (Antipilzmittel), die z. B. in die Synthese der Pilz-Zellwand eingreifen. Zuckerhaltige Kost sollte auch vermieden werden.
Candida lässt sich gut unter Zugabe von Antibiotika (Unterdrückung von Bakterienkolonien) auf einfachen Nährböden anzüchten und bildet innerhalb von 2 Tagen kleine weißliche Kolonien.
Morphologie
Candida ist ein
polymorpher Pilz, d. h. er bildet unterschiedliche Wachstumsformen aus. Die einzelnen Pilzzellen sind rundlich-oval und haben einen Durchmesser von ungefähr 4-10 µm (extreme Werte aus der Literatur). Typisch sind für Candida albicans sowohl die Bildung von Pseudo
myzelen (Fadenform) als auch die Bildung von echten
Hyphen, die jedoch schon ein Hinweis für die nicht mehr
saprophytäre sondern
invasive Besiedelungsform im Rahmen einer manifesten
Infektion sind, also auch schwerer nachweisbare einzelne Pilzelemente beim harmlosen Befall. Einzelne Myzelfäden können bereits mit bloßem Auge im Untersuchungsmaterial erkannt werden. Candida bildet auch Blastokonidien, es sind
elongierte Sprosszellen. Auch Dauersporen, die sogenannten Chlamydosporen, sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Candida albicans zu anderen Hefen. Diese Chlamydosporen bilden eine widerstandsfähige Zellwand und sind größer als Blastokonidien. Candida albicans besitzt als
diploider Organismus ein Genom mit einer Größe von 16 Megabasenpaaren, welches auf 2x8 Chromosomen verteilt ist. Bislang ist bei diesem Pilz kein sexuelles Stadium bekannt, so dass er zu den
Fungi imperfecti zählt.
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