Camillo Sitte (* 17. April 1843 in Wien; † 16. November 1903 ebenda) war ein österreichischer Architekt, Städteplaner Theoretiker und Maler.
Camillo Sitte hat sich Zeit seines Lebens mit Kulturtheorie beschäftigt, welche Philosophie, Kunst, Wissenschaft und Politik behandeln sollte. Die Architektur war für ihn ein Prozess der Kulturation. Sitte erlangte 1889 mit der Veröffentlichung seines Buches "Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen" Ansehen. Das reich illustrierte Buch zeigte Möglichkeiten der künstlerischen Stadtplanung auf und wandte sich ab von der pragmatischen, hygienischen Stadtplanung seiner Zeit. Er hob darin auch die Wichtigkeit von unregelmäßiger Platzstruktur als Versammlungsorte hervor, welches auf besondere Weise das menschliche Empfinden anspreche. Mit seinem künstlerischem Anliegen sollte Atmosphäre entstehen.
Nach ihm wurde die Camillo Sitte Lehranstalt sowie die Camillo Sitte Gasse in Wien benannt. Camillo Sitte war der Sohn des Architekten Franz Sitte (1808-79) sowie Vater des Architekten Siegfried Sitte (1876-1945).
Mann | Österreichischer Architekt | Stadtplaner | Hochschullehrer | Geboren 1843 | Gestorben 1903
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