Camargue.JPG Die Camargue ist das Gebiet zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône, die sich nördlich von Arles teilt. Der Hauptarm mündet bei Port St. Louis ins Mittelmeer, der Nebenarm, Petit Rhône genannt, ca. 40 km westlich davon bei Les Saintes-Maries-de-la-Mer. Der größte Teil der Camargue wird landwirtschaftlich zum Gemüse-, Obst- und Reisanbau sowie zur Viehzucht genutzt. Der hauptsächlich aus Schwemmland bestehende Boden bietet günstige Bedingungen dafür. Zur Rhone hin ist die Camargue völlig eingedeicht, die früher üblichen und zur Bildung beitragenden Überschwemmungen finden also nicht mehr statt. Daraus resultieren z.T Probleme mit Versalzung.
Bekannt ist die Camargue vor allem als Naturschutzgebiet, und für ihre artenreiche Wasservogelwelt (z.B. Flamingos). Unter strengem Naturschutz steht aber nur ein relativ schmaler Streifen rund um den Etang de Vaccarès, dem größten der zahlreichen sehr flachen Seen (frz: Etang), die der Camargue die typische Landschaft geben. Eine touristische Attraktion sind die frei lebenden Herden weißer Camargue-Pferde, eine Wildpferdart, die nur hier vorkommt, und die teilweise sehr großen Herden der Camargue-Stiere. Diese müssen für die größtenteils unblutigen Stierkämpfe in die Arenen der Provence. Ihr Fleisch (frz: Taureau) ist eine Spezialität der provenzalischen Küche. Pferde und Stiere leben im Freien, sie haben aber Besitzer und tragen entsprechende Brandzeichen, es sind also keine wilden Tiere.
Einen Überblick über die Fauna der Camargue kann man sich verschaffen im Musèe Camargais am Mas du Pont de Rousty an der Straße (D 570) von Arles nach Les Saintes-Maries-de-la-Mer, oder aber in der Beobachtungsstation La Capellière (D 36c) am Ostufer des Etang de Vaccarès. Dort kann man in verdeckten Unterständen Vögel und andere Wildtiere beobachten, soweit die Jahreszeit und das Klima die flachen Weiher nicht ausgetrocknet hat.
Die Carmargue gehört fast vollständig zum Stadtgebiet von Arles und macht Arles damit zur größten Gemeinde Frankreichs. Über die teilweise sehr elenden Lebensbedingungen der Viehhirten in alten Zeiten kann man sich im Musée Arlatan (wörtl. Übersetzung: Arlesianer Museum) in Arles hervorragend informieren. Sie mussten in den Cabanes leben, kleinen, riedgedeckten Schuppen, die man vereinzelt heute noch sieht.
Die größte Stadt ist der Wallfahrtsort Les Saintes-Maries-de-la-Mer. Hier steht eine alte Wehrkirche aus dem 9. Jahrhundert mit den Reliquien der Heiligen Maria Jakobäa und der Heiligen Maria Salome (seit 1448). Weiterhin gibt es ein Theater und drei Museen.
Bekannt ist die Camargue auch für die Salinen und die Gewinnung des Fleur de sel.
Außerdem ist die Camargue Heimat mehrerer Musiker-Familien, zum Beispiel die der Reyes und die der Baliardo.
Am bekanntesten sind Manitas de Plata und die Gipsy Kings.
Beim Besuch der Camargue sollte man sich insbesondere im Spätsommer auf immense Vorkommen von Stechmücken einstellen.
Frankreich | Naturschutzgebiet
Camargue | Camarguedeltaet | Camargue | Camargue | Camargue | カマルグ | Camargue | Camargue
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Camargue".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world