Calw (sprich: //) ist eine Stadt in
Baden-Württemberg etwa 18 km südlich von
Pforzheim und ca. 33 km westlich von
Stuttgart. Sie ist die
Kreisstadt und größte Stadt des
Landkreises Calw und bildet ein
Mittelzentrum im Bereich des
Oberzentrums
Pforzheim. Zum Mittelbereich Calw gehören neben Calw die Städte und Gemeinden
Stammheim,
Althengstett,
Bad Liebenzell,
Bad Teinach-Zavelstein,
Gechingen,
Neubulach,
Neuweiler,
Oberreichenbach,
Ostelsheim,
Simmozheim und
Unterreichenbach.
Seit 1. Januar 1976 ist Calw Große Kreisstadt. Mit der Gemeinde Oberreichenbach hat die Stadt Calw eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Geografie
Calw liegt im Tal der
Nagold im
Nordschwarzwald. Die Altstadt liegt westlich des Flusses. Die neueren Stadtteile liegen an den Hängen. Weitere Gewässer im Stadtgebiet sind Ziegelbach, Wurstbrunnenbach, Schießbach, Schlittenbach und Schweinbach. Die Höhenlage der Stadt beträgt zwischen 330 und 630 Meter ü.
NN.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Calw. Sie werden im
Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Bad Liebenzell,
Althengstett,
Gechingen,
Wildberg,
Neubulach,
Bad Teinach-Zavelstein,
Neuweiler,
Bad Wildbad und
Oberreichenbach (alle
Landkreis Calw).
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Calws gliedert sich in die
Kernstadt und die vier
Stadtteile Altburg (
Waldhufendorf),
Hirsau,
Holzbronn und
Stammheim, die im Rahmen der
Gebietsreform der
1970er Jahre eingemeindet wurden. Diese Stadtteile sind heute zugleich
Ortschaften im Sinne der
Gemeindeordnung für Baden-Württemberg, das heißt sie haben jeweils einen von der Bevölkerung gewählten
Ortschaftsrat mit einem
Ortsvorsteher.
Darüber hinaus unterscheidet man in einigen Stadtteilen noch teilweise weitere Wohngebiete oder Wohnplätze mit eigenem Namen. Teilweise handelt es sich hier ebenfalls um früher selbständige Gemeinden, oder auch um neue Wohngebiete, die im Laufe der Geschichte entstanden, deren Grenzen dann zum Teil jedoch nicht genau festgelegt sind. Hierzu gehören in Altburg Oberriedt, Speßhardt, Spindlershof und Weltenschwann, in der Kernstadt Calw Alzenberg, Heumaden und Wimberg, in Hirsau Bleiche, Ernstmühl, Kleinwildbad und Lützenhardt, in Holzbronn Talmühle sowie in Stammheim Waldecker Hof und Schleiftal (mit mehreren Gehöften und Mühlen).
Geschichte
Hirsau-1907.jpg mit Kloster 1907]]
Erste urkundliche Erwähnung im Jahre
1075. Im
11. Jahrhundert entstand Calw um die ältere Burg der
Grafen von Calw. Calw war im
Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt, insbesondere Tuch- und Lederhandel.
1345 kam Calw an
Württemberg und wurde bald Sitz eines Amtes. Im
16. Jahrhundert war Calw Sommerresidenz der württembergischen Herzöge. Im
18. Jahrhundert kam es durch den Holzhandel (
Flößerei) zu einer weiteren wirtschaftlichen Blütezeit.
1807 wurde das alte württembergische Oberamt Calw mit dem Klosteramt Hirsau vereinigt. In der Folgezeit wurde dieses mehrfach verändert und 1938 schließlich in den Landkreis Calw überführt. Im Jahre 1957 wurde der Ortsteil Heumaden gegründet.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erhielt der Landkreis Calw seine heutige Ausdehnung. Er wurde Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die zugleich dem neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Damit wird die ehemals württembergische Stadt nunmehr von der ehemals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet. Im Rahmen der Gebietsreform wurde die Stadt Calw zum 1. Januar 1975 mit der Gemeinde Hirsau und anderen Gemeinden zur Stadt Calw-Hirsau vereinigt. Kurz bevor diese Vereinigung jedoch wirksam wurde, erhielt die neue Stadt den (alten) Namen Calw. Mit dieser Vereinigung überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1976 beschloss.
Religionen
Calw gehörte ursprünglich zum
Bistum Speyer und war dem
Archidiakonat zur Hl. Trinitatis, Kapitel Weil unterstellt.
1534 wurde in Calw wie im gesamten damaligen Herzogtum
Württemberg die
Reformation eingeführt. Calw wurde
1555 Sitz eines
Dekanats, das bis heute besteht. Zunächst gehörte es zur Generalsuperintendentur Maulbronn, ab
1823 zu Tübingen und heute zur
Prälatur Reutlingen. Das Dekanat Calw umfasst heute 43 Kirchengemeinden der
Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Dekan in Calw ist seit 2004 Erich Hartmann. Im Stadtgebiet Calws gibt es die Gesamtkirchengemeinde Calw, bestehend aus der Innenstadtgemeinde (Stadtkirche Calw), der Bergkirchengemeinde Wimberg/Alzenberg und der Versöhnungskirchengemeinde Heumaden, wobei die beiden letztgenannten
Kirchengemeinden erst durch Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem
Zweiten Weltkrieg entstanden. Ferner gibt es Kirchengemeinden in den Stadtteilen Altburg, Hirsau, Holzbronn und Stammheim.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Calw. Sie gründeten 1885/86 die Pfarrei St. Josef, die später Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Rottenburg (heute Bistum Rottenburg-Stuttgart) wurde. Die Pfarrei St. Josef ist heute für das gesamte Stadtgebiet und für einige Umlandgemeinden zuständig und bildet zusammen mit der Pfarrei St. Lioba Bad Liebenzell die Seelsorgeeinheit 2 Calw-Bad Liebenzell innerhalb des Dekanats Calw.
Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Calw auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-methodistische Gemeinde (Methodisten). Auch die Neuapostolische Kirche ist im Stadtteil Stammheim vertreten.
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden wurden nach Calw eingegliedert oder mit der Stadt Calw zusammen geschlossen:
- 1933: Alzenberg (Gemeinde Speßhardt)
- 1. Mai 1972: Holzbronn
- 1. Januar 1975: Altburg (mit der 1933 eingegliederten Gemeinde Speßhardt), Hirsau und Stammheim
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur
Hauptwohnsitze).
|
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Gemeinderat
Der
Gemeinderat der Stadt Calw hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni
2004 insgesamt 27 (bisher 29) Mitglieder, die den Titel Stadträtin/Stadtrat führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
| FW | 39,3% | +6,0 | 11 Sitze | +1
|
| CDU | 24,2% | -3,2 | 7 Sitze | -1
|
| SPD | 16,0% | -4,1 | 4 Sitze | -2
|
| GRÜNE | 8,7% | +1,3 | 2 Sitze | ±0
|
| FDP/DVP | 8,2% | -0,3 | 2 Sitze | ±0
|
| Neue Liste Calw | 3,6% | +0,3 | 1 Sitz | ±0
|
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt Calw stand schon im
15. Jahrhundert der
Bürgermeister, der vom Gericht alle 2 Jahre gewählt wurde. Ein
Rat ist seit
1433 nachweisbar. Seit Erhebung zur Großen Kreisstadt
1976 trägt das Stadtoberhaupt den Titel
Oberbürgermeister. Sein Stellvertreter ist der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister.
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Wappen
Das
Wappen der Stadt Calw zeigt in Gold auf blauem Dreiberg einen stehenden blau bezungten und blau gekrönten Löwen. Die Stadtflagge ist rot-gelb. Der Löwe auf dem Dreiberg ist das Wappen der Grafen von Calw, der früheren Ortsherren der Stadt. Das Wappen wird schon seit Jahrhunderten geführt und auch von der im Rahmen der
Gebietsreform der
1970er Jahre neu gebildeten Stadt übernommen. Dabei wurde es am
20. Juli 1976 vom Regierungspräsidium Karlsruhe neu verliehen.
Städtepartnerschaften
Calw unterhält seit
1957 mit
Latsch im
Vinschgau in Südtirol eine
Städtepartnerschaft. Darüber hinaus besteht eine Städtefreundschaft mit der
thüringischen Stadt
Weida.
Wirtschaft und Infrastruktur
Calw_Marktplatz.jpg
Calw hat über 8.000 Arbeitsplätze, davon sind über 5.200 im Dienstleistungssektor und ca. 2.700 im produzierenden Gewerbe tätig.
Verkehr
Calw liegt an den Bundesstraßen
B 295 und
B 463. Der Bahnhof Calw liegt an der
Nagoldtalbahn. Ferner führte früher die
Württembergische Schwarzwaldbahn von Calw über
Weil der Stadt und
Leonberg nach
Stuttgart.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien.
Behörden, Gericht und Einrichtungen
Calw ist Sitz des
Landratsamts des Landkreises Calw. Ferner gibt es ein
Finanzamt und ein
Amtsgericht, das zum
Landgerichtsbezirk
Tübingen und zum
OLG-Bezirk
Stuttgart gehört. Zudem befindet sich in Calw eine "Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen", die dem
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg untersteht.
Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Calw der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanats Calw des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Militär
Das Spezialkommando
KSK der
Bundeswehr ist in der
Graf-Zeppelin-Kaserne bei Calw seit
1996 stationiert.
Bildung
Seit 2002 ist Calw Sitz der privaten, staatlich anerkannten
Hochschule Calw mit den beiden Fachbereichen „Steuer- und Prüfungswesen“ sowie „Medien- und Kommunikationsmanagement“.
An allgemein bildenden Schulen hat Calw zwei Gymnasien (Hermann-Hesse-Gymnasium und Maria-von-Linden-Gymnasium), eine Realschule und eine Förderschule (Seeäckerschule) sowie mehrere Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Calw, Heumadenschule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie Wimbergschule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule und je eine Grundschule in den Stadtteilen Altburg, Hirsau und Stammheim). Ferner gibt es die Klinikschule für Kranke an der Landesklinik Nordschwarzwald.
Der Landkreis Calw ist Träger der Beruflichen Schulen Hermann-Gundert-Schule (Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schule) und der Gewerblichen Schule Calw.
Die Privatschulen Betriebswirtschaftliche Fachschule Calw e.V., die Evangelische Berufsfachschule für Altenpflege Calw und die Private Heimsonderschule für Sprachbehinderte Calw-Stammheim runden das schulische Angebot in Calw ab.
Zudem verfügt Calw über eine Musikschule in städtischer Trägerschaft. Aus ihr sind viele Preisträger bei nationalen Wettbewerben (Jugend Musiziert, Deutscher Chorwettbewerb und andere) hervorgegangen. Die Aurelius Sängerknaben Calw sind der Musikschule angegliedert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Calw verfügt über eine kleine, aber sehenswerte Altstadt, die vom letzten Krieg weitgehend verschont blieb. Von vielen Gästen besucht werden der Marktplatz der Stadt und die Nikolausbrücke.
In den 1970ern wurde ein Teil der historischen Innenstadt durch ein Einkaufszentrum ersetzt, die Innenstadt bald darauf durch die Einrichtung einer Fußgängerzone normiert und abgeriegelt. Gebäude aus Waschbeton (Busbahnhof, Parkhaus) prägen seit einigen Jahren den der Nagold zugewandten Teil. Ein um die Jahrtausendwende gebautes Einkaufszentrum begrenzt die Altstadt nach Norden.
Zu den Höhepunkten des Calwer Kulturjahres gehört der Calwer Hermann-Hesse-Preis. Mit ihm werden alle zwei Jahre Literaturzeitschriften und Übersetzer ausgezeichnet, die sich um das Werk Hermann Hesse´s verdient gemacht haben, das Hermann-Hesse-Kolloquium, aktuelle Fragen zum Thema Hermann Hesse werden hier von internationalen Fachleuten diskutiert. Jedes Jahr finden in der Benediktinerruine des Klosters St. Peter und Paul die traditionsreichen Freilichtspiele statt. Hermann Hesses Gerbersauer Erzählungen sind der Stoff für den jährlich stattfindenden "Gerbersauer Lesesommer". Aus über drei Dutzend Erzählungen und Betrachtungen Hermann Hesses über das Leben in Gerbersau, sein lit. Pseudonym für Calw, werden Geschichten und Anekdoten vorgetragen. Ein besonders Merkmal der Lesereihe bilden dabei die oftmals originalen Schauplätze.
Ein sicherlich kultureller Schwerpunkt der Hesse-Stadt liegt in der Musik. Hier seien die Aurelius-Sängerknaben genannt, deren Renommee weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinausreicht. Weitere musikalische Akzente werden von den Konzertreihen in der Ev. Stadtkirche und in der St. Aureliuskirche gesetzt.
Theater
Mit den traditionsreichen
Klosterspiele Hirsau werden Theater, Musik und Lesungen unter freiem Himmel dargeboten. Dieses Jahr werden sich die verschiedenen Sparten u.a. mit Wolfgang Amadeus Mozart auseinandersetzen. Ein sicherlich spannendes und reizvolles Thema vor der beeindruckenden historischen Kulisse, die gerade abends von ihrer atemberaubenden Silhouette lebt. Hier wird die Geschichte durch das Spiel wieder lebendig und zum unverwechselbaren Ereignis.
Museen
Das
Hermann-Hesse-Museum widmet sich dem Leben und Schaffen des großen Sohnes der Stadt und zeigt die umfangreichste Sammlung über den Literaturnobelpreisträger von 1946 und weltweit meistgelesenen deutschsprachigen Autors des 20. Jahrhundert. Die interaktive Ausstellung "Weltflechtwerk" öffnet einen anderen Blick auf das Werk Hesses und lädt zur thematischen Auseinandersetzung ein. Calw hat eine reiche Museumslandschaft zu bieten, das Museum der Stadt -
Palais Vischer gibt Einblick in die gehobene Wohnkultur des 18. Jhd., in 18 Räumen gibt es Sehenswertes zur Stadtgeschichte, ein
Spielzeugmuseum (zur Zeit geschlossen), ein
Gerbereimuseum und im Stadtteil Altburg das
Bauernhausmuseum, sowie das
Klostermuseum im Stadtteil Hirsau. Im zweijährigen Turnus findet eine
Lange Nacht der Museen statt, in der alle Museen geöffnet sind - ein attraktives Rahmenprogramm mit thematischen Bezügen zu den Museen sorgt für eine kurzweilige Kulturnacht.
Bauwerke
Sehenswert ist vor allem der
historische Marktplatz, das älteste Gebäude auf dem Platz ist das
Haus Schäberle, welches Stadtzerstörung bzw. Stadtbrände von 1634 und 1692 mehr oder weniger unbeschadet überstand. Das
Geburtshaus von Hermann Hesse´, Marktplatz 6 wurde 1692 von Johann Conrad Moseter erbaut. 1697 richtete Christoph Mayer ein Einzelhandelsgeschäft in dem von ihm erworbenen Haus ein. Bis auf den heutigen Tag blieb das Gebäude ein Handelshaus. Das
Calwer Rathaus steht am Marktplatz 9, der erste Rathausbau erfolgte 1454. Im 19. Jahrhundert wurden etliche Renovierungen und Veränderungen vorgenommen. Im Jahre 1929 wurden die Figuren an die Fassade angebracht. Sie symbolisiern die drei wichtigsten Aufgaben der Stadt gegenüber ihren Bürgern: Rittergestalt - Schutz und Gerechtigkeit, Baum der gepflanzt wird - Verwurzelung und damit Blühen des Gemeinwesens, Mutter mit Kindern - Fürsorge für die in Not Geratenen. Unter den Rathausarkaden waren die Bänke oder Schrannen (Marktstände) der Bäcker und Metzger aufgebaut, heute ist dort ein moderner Veranstaltungsraum untergebracht, dessen Glassfassade die architektonische Urgestalt unterstreicht. Die
Nikolausbrücke mit Kapelle, die Hermann Hesse oft in seinen Werken erwähnt, aber auch eines seiner Lieblingsplätze seiner Kindheit war, wurde 1400 im gotischen Stil erbaut. Die Kapelle wurde St. Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron gegen hohes und stürmisches Wasser. 1926 wurde bei der Renovierung die beiden Figuren rechts und links, ein Tuchhändler und ein Flößer, eingesetzt und symbolisieren die einstigen wirtschaftlichen Säulen der Stadt. Der weit über die Stadt hinaus ragende
Lange, diente einst als Gefängnis, oben war eine Wächtersstube untergebracht. Im Stadtteil
Hirsau gibt es zwei Klöster zu besichtigen. Die
Aureliuskirche - heute Kirche der katholischen Gemeinde - ist das älteste der Hirsauer Klosterbauten aus dem Jahr 1070. Sie ist liebevoll restauriert und von dem bekannten Bildhauer Otto Herbert Hajek künstlerisch einfühlsam ausgestaltet. Das ehemalige
Benediktinerkloster St. Peter und Paul war in der Klosterbewegung von Cluny im 11. und 12. Jahrhundert das bedeutendste deutsche Reformkloster nördlich der Alpen und wurde 1692 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Die baugeschichtlich hochbedeutenden Ruinenanlagen beinhalten Relikte aus unterschiedlichen Baustilen: die romanische Säulenbasilika, die einst die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war, den gotischen Kreuzgang, die spätgotische Marienkapelle und die Ruine eines Renaissanceschlosses, in deren Mauern bis 1989 die von Ludwig Uhland besungene Ulme zu Hirsau stand.
Touristische Informationen erhalten Sie bei der Stadtinformation Calw, Marktbrücke 1, 75365 Calw, Tel. 07051 968810.--
Parks
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Persönlichkeiten
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Ehrenbürger
Die Stadt Calw hat folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen:
Söhne und Töchter der Stadt
- 1465, Ulrich Rülein von Calw, † 1523 in Leipzig, Humanist, Arzt und Montanwissenschaftler
- 1772, 1. Mai, Karl Friedrich von Gärtner, † 1. September 1850 in Calw, deutscher Botaniker
- 1803, 5. März, August Friedrich Gfrörer, † 6. Juli 1861 in Karlsbad, Historiker und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung
- 1877, 2. Juli, Hermann Hesse, † 9. August 1962 in Montagnola, Schweiz, Schriftsteller
- 1890, 6. Dezember, Rudolf Schlichter † 3. Mai 1955 in München, Künstler
- 1895, 14. Dezember, Martin Haug, † 28. März 1983 in Freudenstadt, evangelischer Theologe und ehemaliger Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
- 1983, 24. August, Marcel Goc, deutscher Eishockeyspieler
Literatur
- Joseph Stöckle: Führer durch Calw und Umgebung. Würzburg u. Wien, Verlag Leo Woerl, 1889.
- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961.
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Weblinks
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