| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Calbe_(Saale).png | Karte von Calbe.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis: | Schönebeck |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 56 m ü. NN |
| Fläche: | 56,61 km² |
| Einwohner: | 11.319 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 200 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 39234 - 39240 |
| Vorwahl: | 039291 |
| Kfz-Kennzeichen: | SBK |
| Gemeindeschlüssel: | 15 3 67 006 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 4 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 18 39240 Calbe (Saale) |
| Website: | www.calbe.de |
| Bürgermeister: | Hans-Peter Zunder |
Die Stadt Calbe (Saale) liegt im Landkreis Schönebeck des Bundeslandes Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Calbe (Saale) wird zu Recht Stadt im Grünen genannt; sie ist umgeben von einer Reihe geschützter Biotope, von Wiesen und Hainen, von den schilf- und dickichtumrandeten Gribehner Teichen und Weihern; nahe dabei die grünen Niederungen der weitgeschwungenen Saalebogen - und auf der anderen Seite die sanften Endmoränenhügel des bewaldeten Wartenberges.
Calbe (Saale) wurde laut einer Urkunde des Kaisers Otto I. vom 13. September 936 unter dem Namen calvo erstmals erwähnt. Mit großer Sicherheit geht man heute aber davon aus, dass Calbe viel älter ist als die urkundliche Erwähnung 936, da der erste Kirchenbau der heutigen St.-Stephani-Kirche vom Bischof Hildegrim von Chalons in Auftrag gegeben wurde. Hildegrim starb 827, so muss die Kirche also schon vor diesem Jahr errichtet worden sein. Man setzt aber so einen beachtlichen Bau in kein Dorf, sondern dorthin, wo viele Menschen leben: In einen Ort mit Marktzentrum und politischer Bedeutung. Folglich muss es eine Ansiedlung, die Vorläuferin der heutigen Stadt Calbe, schon zu Beginn des 9. Jahrhunderts, wenn nicht gar schon im 8. Jahrhundert, gegeben haben. Gleichzeitig gab es im Ort auch eine Burganlage.
Aufgrund seiner guten Lage im Zentrum Deutschlands bekam Calbe das Marktrecht 1160 verliehen. Von der Existenz einer Ratsverfassung darf im Spätmittelalter ausgegangen werden. Von 968 bis 1680 gehörte Calbe zum Erzbistum Magdeburg. In Calbe hatten die Magdeburger Erzbischöfe ihren Sommersitz. Die Rechtsprechung des Calber Schöffengerichts im 14. Jahrhundert (fast ausschließlich das Privatrecht betreffend) ist im sogenannten Wetebuch von Calbe auch heute noch greifbar. In Calbe übergab Martin Luther 1517 dem Erzbischof von Magdeburg einen Brief und seine 95 Thesen. Calbe.jpg Zwischen 1580 und 1630 war Calbe ein Mittelpunkt der Hexenverbrennung, aus dieser Zeit stammt der Hexenturm nahe dem Marktplatz. Er wurde später als Gefängnis und heutzutage als Stadtarchiv genutzt.
Von 1816 bis 1950 war Calbe Kreisstadt. 1950 entstand in Calbe das weltweit erst und einzige Niederschachtofenwerk der Welt. Der Betrieb wurde aber 1968 wegen Unrentabilität eingestellt und 1969 wieder abgerissen.
Bis zum 1. Weltkrieg entwickelten oder gründeten sich unter anderem: Ziegeleien, Braunkohlegruben, Tuchfabriken, die Seifenfabrik Rudolf Imroth und die Papierfabrik Brückner. Die metallverarbeitende Industrie ist nach der Landwirtschaft, der zweitgrößte Wirtschaftsfaktor der Stadt.
Bei Calbe befindet sich das leistungsstärkste deutsche Pflanzenölkraftwerk, mit 10 Megawatt Leistung.
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