| Eigenschaften | - |
|---|
| Silber - Cadmium - Indium | - | Zn Cd Hg | |
| Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP | - | 104Cd | {syn.} | 57,7 min | ε | 1,137 | 104Ag | - | 105Cd | {syn.} | 55,5 min | ε | 2,739 | 105Ag | - | 106Cd | 1,25 % | Cd ist stabil mit 58 Neutronen | - | 107Cd | {syn.} | 6,50 h | ε | 1,417 | 107Ag | - | 108Cd | 0,89 % | Cd ist stabil mit 60 Neutronen | - | 109Cd | {syn.} | 462,6 d | ε | 0,214 | 109Ag | - | 110Cd | 12,49 % | Cd ist stabil mit 62 Neutronen | - | 111Cd | 12,8 % | Cd ist stabil mit 63 Neutronen | - | 112Cd | 24,13 % | Cd ist stabil mit 64 Neutronen | - | 113Cd | 12,22 % | 7,7 · 1015 a | β- | 0,316 | 113In | - | 113mCd | {syn.} | 14,1 a | β- IT | 0,580 0,264 | 113In 113Cd | - | 114Cd | 28,73 % | Cd ist stabil mit 66 Neutronen | - | 115Cd | {syn.} | 53,46 h | β- | 1,446 | 115In | - | 115mCd | {syn.} | 44,6 d | β- IT | 1,627 0,181 | 115In 115Cd | - | 116Cd | 7,49 % | Cd ist stabil mit 68 Neutronen | - | 117Cd | {syn.} | 2,49 h | β- | 2,516 | 117In | - | 118Cd | {syn.} | 50,3 min | β- | 0,520 | 118In |
|---|
| 111Cd | 113Cd | - | Kernspin | -1/2 | -1/2 | - | gamma / rad/T | 5,673 · 107 | 5,934 · 107 | - | Empfindlichkeit | 0,00954 | 0,0109 | - | Larmorfrequenz bei B = 4,7 T | 42,4 MHz | 44,4 MHz |
|---|
Cadmium (auch Kadmium; lat. cadmea , griech. kadmía „Zinkerz“) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Cd und der Ordnungszahl 48.
1817 entdeckten Friedrich Stromeyer und Carl Samuel Hermann unabhängig voneinander Cadmium (lateinisch cadmia, griechisch kadmeia für Galmei) in verunreinigtem Zinkcarbonat. Annähernd 100 Jahre wurde das Metall nur in Deutschland gewonnen. Strohmeyer bemerkte, dass sich verunreinigtes Zinkcarbonat beim Erhitzen verfärbte: ein Verhalten, das reines Zinkcarbonat nicht zeigte.
Wegen seiner Giftigkeit verzeichnete der British Pharmaceutical Codex von 1907 Cadmiumjodid als Mittel zur Behandlung von geschwollenen Gelenken (enlarged joints), skrofulösen Drüsen (scrofulous glands) und Frostbeulen (chilblains).
1907 definierte die International Astronomical Union ein international Ångström als das 1/6438,4696 fache der Wellenlänge einer roten Spektrallinie des Cadmiums in trockener Luft mit einem Kohlendioxidgehalt von 0,03% bei einer Temperatur von 15 °C und einem Druck von 1 Atmosphäre. Die General Conference on Weights and Measures akzeptierte im Jahr 1960 die 1.553.164,13-fache Wellenlänge einer roten Spektrallinie des Cadmiums als Sekundärdefinition eines Meters.
Cadmiumhaltige Erze sind selten. Greenockit (CdS) ist fast immer mit Sphalerit (ZnS) verschwistert. Cadmium wird daher als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung, in kleinem Umfang auch bei der Blei- und Kupferverhüttung gewonnen. Kleinere Mengen fallen auch beim Recycling von Eisen und Stahl an.
Die Reduktion zum metallischen Cadmium erfolgt durch
Cadmium ist ein weiches, hämmerbares, duktiles, blauweißes Metall. In chemischen Verbindungen liegt es meist zweiwertig vor. Chemisch gleicht es dem Zink, es neigt aber eher zur Bildung von Komplex-Verbindungen mit der Koordiationszahl 4. Cadmium ist an Luft beständig, in der Wärme bildet es eine Oxidhaut. In der Hitze verbrennt es mit rötlicher bis gelber Flamme zu Cadmiumoxid CdO. CdO wurde wegen seiner hohen Toxizität im 2. Weltkrieg von den USA auf seine Verwendbarkeit als chemischer Kampfstoff untersucht. Cadmium_1.jpg
Als Nachweisreaktion für Cadmium-Kationen gilt die Ausfällung mit Sulfid-Lösung oder Schwefelwasserstoff-Wasser als gelbes Cadmiumsulfid. Andere Schwermetallionen stören diesen Nachweis, so dass zuvor ein Kationentrenngang durchzuführen ist.
Cadmium und seine Verbindungen sind als "Sehr Giftig" eingestuft; außerdem besteht begründeter Verdacht auf krebsauslösende Wirkung beim Menschen. Eingeatmeter cadmiumhaltiger Staub führt zu Schäden an Lunge, Leber und Niere. Siehe Gressenicher Krankheit und Itai-Itai-Krankheit.
In Arbeitsbereichen, in denen mit erhitzten Cadmiumverbindungen (Lötplätze und Cadmierbäder) gearbeitet wird, ist für eine gute Durchlüftung oder Absaugung zu sorgen.
Cadmium ist eines der wenigen Elemente ohne biologische Funktion im menschlichen Körper. Cadmiumstaub kann aber wie ein Schwangerschaftshormon wirken. Gemäß Chemikalienverbotsverordnung darf der Cadmiumgehalt in Kunststoffen 0,01 Gewichtsprozent (100 mg/kg) nicht überschreiten. Dieser Grenzwert gilt EU-weit.
Cadmium ist in der chemischen Industrie ein unvermeidbares Nebenprodukt der Zink-, Blei- und Kupfergewinnung. Auch in Düngern und Pestiziden ist Cadmium zu finden.
Hauptsächlich wird Cadmium vom Menschen durch die Nahrung aufgenommen. Die Bioakkumulation im Körper wird dadurch wesentlich erhöht. Zu den cadmiumreichen Nahrungsmitteln zählen: Leber, Pilze, Schellfische, Muscheln, Kakaopulver und getrocknetes Seegras. Darüber hinaus enthalten Leinsamen viel Cadmium. Aus diesem Grunde wird empfohlen täglich nicht mehr als 20g Leinsamen zu sich zu nehmen. Zudem kommt es seit der Einführung von Kunstdüngern zu einer Anreicherung von Cadmium auf landwirtschaftlichen Flächen und somit in nahezu allen Lebensmitteln. Cadmium ist als Verunreinigung in Phosphaterzen natürlich enthalten. Durch die weltweite Verknappung des Rohstoffs Phosphat werden zunehmend stärker cadmiumhaltige Vorkommen ausgebeutet. Im Gegensatz zur Aufbringung von Klärschlamm gibt es für die Aufbringung von Kunstdüngern keine gesetzlichen Höchstwert für Cadmium. Aber auch Tabakrauch transportiert große Cadmiummengen in die Lungen, von wo aus es sich mit dem Blut im Körper verteilt.
Besonders Personen, die in Fabriken mit hohem Cadmiumausstoß arbeiten, sind erhöhten Gefahren ausgesetzt. Aber auch von wilden Müllplätzen und Metallwerken gehen Gefahren aus. Das Einatmen von Cadmium kann die Lungen ernsthaft schädigen und sogar zum Tod führen. Unfälle in der Industrie wie in der chinesischen Provinz Guangdong und jahrzehntelange Emissionen wie im Falle der Gressenicher Krankheit machen die realen Gefahren deutlich.
Cadmium wird durch das Blut zuerst zur Leber transportiert, wo es sich mit Proteinen zu Komplexen verbindet, die danach weiter zu den Nieren transportiert werden. In der Leber induziert es die Synthese von Metallothioneinen, die das restliche Cadmium bereits im Darm binden und so zur Ausscheidung bringen können. In den Nieren sammelt sich Cadmium. Durch Behinderung und Zerstörung der normalen Nierenfunktion wird ein Ausscheiden eigentlich essentieller Proteine und Kohlenhydrate herbeigeführt. Es braucht sehr lange, bis das Cadmium, das sich in die Nieren eingelagert hat, wieder ausgeschieden werden kann. (siehe Bioakkumulation)
Chemisches Element | Gruppe-12-Element | Periode-5-Element | Übergangsmetall | Schwermetall | Gift
كادميوم | Cadmi | Kadmium | Cadmium | Κάδμιο | Cadmium | Kadmio | Cadmio | Kaadmium | Kadmium | Cadmium | קדמיום | Kadmij | Kadmium | Kadmio | Kadmín | Cadmio | カドミウム | 카드뮴 | Kadmiyûm | Cadmium | Kadmis | Kadmijs | Cadmium | Kadmium | Kadmium | Cadmi | Kadm | Cádmio | Кадмий | Cadmium | Kadmij | Кадмијум | Kadmium | แคดเมียม | Kadmiyum | كادمىي | Кадмій | Cadmi | 镉