Cadiz_Rathaus.jpg | Cadiz altstadt atlantik.jpg Cádiz ist Hauptstadt der Provinz Cádiz in der Autonomen Region Andalusien in Süd-Spanien mit 133.242 Einwohnern (2004). Die Stadt erhebt sich auf einer Landzunge, die in die Bucht von Cádiz, welche ein kleiner Teil des Golfs von Cádiz ist, vorspringt.
Cádiz ist von ausgesprochenem andalusischem Charakter. Die Altstadt ist geprägt durch die große Individualität der Viertel (span. Barrios) 'El Populo', 'La Viña' oder 'Santa Maria'. Diese wunderschönen Stadtteile stehen im starken Kontrast zur Neustadt.
Außerdem wird das Stadtbild durch zahlreiche Parkanlagen, alte Riesenbäume (Gummibäume), die angeblich von Kolumbus hierher gebracht wurden, und viele kleine Plätze geprägt.
Cádiz (phön.: 'gdr (Gadir); griech.: Gadeira) ist eine Stadtgründung der Phönizier. Diese erkannten die günstige Lage der Insel (erst im 17. Jahrhundert wurde es eine Halbinsel) an der Mündung des Guadalete, in der Nähe des an Silber reichen Tartessos sowie auf halben Weg zu den "Zinninseln" (Britannien). Der römische Historiker Velleius Paterculus gab als Zeitraum der Grundsteinlegung 1100 v. Chr. - "80 Jahre nach dem Trojanischen Krieg" (Historia Romana 2,3) - an, archäologisch konnte eine Besiedlung des Gebiets jedoch nur bis in die Mitte des 8. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden.
Berühmt war Cádiz in der Antike für sein Heiligtum des Melkart (auf der Isla de Sancti Petri), welches Hannibal vor seinem berühmten Zug über die Alpen besucht haben soll. Der almoravidische Statthalter zerstörte es 1146 auf der Suche nach einem sagenhaften Schatz.
Unter den Phöniziern und später den Karthagern wurde Gadir zu einem blühenden Handelszentrum. Nach den Punischen Kriegen übernahmen die Römer die Stadt und änderten sogleich den Namen; aus Gadir wurde Gades. Im Jahr 1262 eroberte Alfons X. Cádiz und vertrieb somit die Mauren, die seit Beginn des 8. Jahrhunderts dort die Herrschaft innehatten.
Außerdem wurde Cádiz von den Griechen und Westgoten besiedelt.
In der späteren Kolonialzeit Spaniens blühte Cádiz erneut zu einer Handelsstadt auf, denn durch die günstige geografische Lage am Atlantischen Ozean galt sie gewissermaßen als das Tor nach Amerika. Schließlich war es auch ein kleiner Ort in dem Golf von Cádiz namens Puerto de Santa María, von dem aus Kolumbus auf seiner zweiten Reise im Jahr 1493 in die neue Welt segelte.
Cadiz ist bei einer Reise durch Andalusien in jedem Fall einen Besuch wert. Wie in jeder spanischen Stadt mit Neu- und Altstadt, ist die Neustadt weniger sehenswert, obwohl dort der wohl schönste Strand in Cádiz zu finden ist. Bei einem längeren Aufenthalt muss man sich mit diesem Teil der Stadt also anfreunden. Bekannt ist Cádiz viel mehr bei den einheimischen Sommerurlaubern. In den Sommermonaten treibt es tausende Familien aus Madrid, Barcelona und vielen anderen Orten in ganz Spanien hierher. Und das nicht ohne Grund: Wer gerne einen Urlaub in typischem Ambiente verbringen möchte wird hier selten auf jemand anderen als einen Spanier treffen. Es wird kaum Englisch oder andere Fremdsprachen gesprochen, man sollte also ein paar Kenntnisse im Spanischem mitbringen. Wer diese nicht hat, kann an guten Sprachschulen sein Spanisch aufbessern.
Im Gegensatz zu den Orten innerhalb der Provinz ist das Klima vom Meer geprägt. Im Sommer sind Temperaturen um 30 Grad geradezu angenehm. Der Atlantik bestimmt das Klima. Kommt der Wind aus Westen (Poniente) lässt es sich hier sehr gut aushalten. Im Gegensatz dazu steht der Levante. Dieser Wind kommt aus dem Osten und ist bei den Windsurfern um Tarifa sehr willkommen, führt in Cádiz aber zu ähnlichen Verhältnissen, wie der Föhn in Bayern, allerdings mit wesentlich höheren Temperaturen bis über 40 Grad Celsius. Die Leute klagen über Kopfschmerzen, es ist stickig und alles geht etwas langsamer voran. Selbst am Strand ist es manchmal unangenehm, denn der meist starke Wind wühlt den Sand auf und bläst ihn über den Strand. Im Gegensatz zu den anderen Stränden ist der Strand Playa de la Victoria durch die Bebauung relativ gut vor dem Wind geschützt. Die Perioden des Levante können bis zu einer Woche andauern.
Im Winter liegen die Temperaturen tagsüber um die 12-18 Grad. Abends läßt es die hohe Luftfeuchtigkeit kälter erscheinen, als es in Wahrheit ist (Gefühlte Temperatur). Tagsüber hat auch im Winter die Sonne noch genug Kraft, um in einem leichten Pulli nicht zu frieren. Allerdings tragen nicht wenige Einwohner dann schon Schal und Handschuhe.
Cádiz ist die größte atlantische Hafenstadt Andalusiens. Von hier kommt man per Fähre z.B. zu den Kanarischen Inseln.
Die Autobahn verbindet die Stadt über Jerez de la Frontera und Sevilla mit dem europäischen Autobahnnetz.
Nächster internationaler Flughafen ist Jerez de la Frontera. Von dort aus nimmt man das Taxi (ca. 42 €) direkt bis nach Cadiz oder man fährt nach Jerez mit dem Taxi (12 € - 15 €) und von dort aus mit dem Bus (Gesellschaft 'Transportes Generales Comes' http://www.tgcomes.es - 2-3 € p. P.). Inzwischen (September 2005) existiert eine direkte Busverbindung im Stundentakt vom Flughafen Jerez nach Cadiz und zurück.
Ort in Andalusien] Elektrische Energie | Ort mit Seehafen | Archäologischer Fundplatz in Spanien | Karthagische Stadt | Kultplatz
قادس | Cadis | Cádiz | Kadizo | Cádiz | Cádiz | Cadix | Cádiz | Cádice | カディス | Gades | Cádiz | Cádiz (stad) | Cádiz | Kadyks | Cádiz | Cádiz | Кадис | Cadiz | Cádiz | Cádiz | 加的斯