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Daten
Bauzeit: 1969–1979
Höhe über Talsohle: 165 m
Höhe über Gründungssohle: 171 m
Höhe der Mauerkrone: 331,00 m ü. NN
Speicherraum: 65.000 Mio. m³
Stauziel: 326,00 m ü. NN
Wasseroberfläche bei Vollstau: 2.800 km²
Mauervolumen: 510.000 m³
Kronenlänge: 303 m
Kronenbreite: 4 m
Basisbreite: 23 m
Einzugsgebiet: 900.000 km²
Leistung der HWE: 13.600 m³/s
Die Cabora-Bassa-Talsperre (die heute „Cahora Bassa“ genannt wird; Cabora Bassa ist die Bezeichnung aus der Kolonialzeit) in Mosambik, Provinz Tete ist eine der größten Talsperren der Welt.

Staumauer


Die Staumauer wurde zwischen 1969 und 1979 von den Portugiesen in ihrer damaligen Kolonie gebaut. Die ca. 165 m hohe Bogenstaumauer liegt in einer Gebirgs-Engstelle am unteren Sambesi in Mosambik, etwa 700 km vor dessen Mündung in den Indischen Ozean und dient hauptsächlich der Stromerzeugung. Am Bau waren Firmen aus Südafrika, Italien, Frankreich, Portugal und Deutschland beteiligt.

Bereits zu Planungsbeginn wehrte sich die antikoloniale Befreiungsbewegung FRELIMO gegen das Staudammprojekt. Mit einer Kampagne gegen Cabora Bassa schloss sich auch die bundesdeutsche Studentenbewegung dem Widerstand an.

Erst 1998 begann die Stromproduktion unter portugiesischer Leitung. Im November 2005 gab der mosambikanische Präsident Armando Guebuza bekannt, dass Mosambik mit einer Zahlung von 787,4 Millionen Euro die Kontrolle übernehmen will.

Kraftwerk


Das gestaute Wasser speist ein Elektrizitätswerk von 1.760 Megawatt, dessen Stromproduktion zum größten Teil mittels der 1414 Kilometer langen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung Cabora-Bassa in die benachbarte Republik Südafrika verkauft wird. Das Kavernenkraftwerk hat fünf Maschinensätze mit je 415 MW. Nach anderen Angaben ist die Gesamtleistung 2425 MW. 1975 wurde der erste Strom erzeugt.

Stausee


Der Stausee ist ca. 250 km lang, 2.800 km² groß und hat einen Stauinhalt von 65 Milliarden m³ (nach Rißler nur 63 Mrd.). Das Einzugsgebiet umfasst 900.000 km². Darin eingeschlossen sind die Teileinzugsgebiete der oberhalb liegenden Talsperren Kariba mit 520.000 km² und Kafue mit 150.000 km².

Hochwasserentlastung


Die Staumauer hat eine bemerkenswerte Hochwasserentlastung im unteren Drittel der Mauer. Dort gibt es acht gepanzerte Mauerdurchlässe, die den Wasserstrahl in einem hohen Bogen bis zu 300 m weit in das Flussbett werfen. Jeder Durchlass hat eine Leistungsfähigkeit von 1700 m³/s; das Wasser tritt bei voller Belastung mit einer Geschwindigkeit von 36 m/s aus.

Literatur


  • Bosgra, Sietse (1972). Cabora Bassa. Ein Damm gegen die Afrikaner. Berlin
  • Die Entlastungsanlage der Sambesi-Talsperre Cabora Bassa, Ulrich Pawlitzki, Wasserwirtschaft 70 (März 1980)

Siehe auch


Weblinks


Stausee | Staumauer | See in Mosambik

Cahora Bassa | Cahora Bassa | Cahora Bassa | Barragem de Cahora Bassa

 

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