CVCC (Compound Vortex Controlled Combustion) ist der Name einer Technologie von Honda um Autoabgase zu reduzieren. Weiterhin ist CVCC ist ein eingetragenes Warenzeichen von Honda und ist eine Form eines Schichtladermotors.
=Auslöser= Die CVCC-Technoligie ermöglichte es Honda in den 1970er Jahren die strengen US-Emissionsgesetze für Autoabgase einzuhalten, ohne dazu einen KAT verwenden zu müssen. Erstmals wurde die CVCC-Technoligie 1975 im 53 PS Motor (ED1) des Civic eingesetzt.
=Aufbau und Funktion= CVCC-Motoren haben normale Ein- und Auslassventile und zusätzlich ein kleines Hilfsventil welche dazu dient ein angereichertes Luft-Benzingemisch in der Nähe der Zündkerze hervorzurufen. Das durch die normalen Einlassventile (weiter unten) in die Brennkammer kommende Luft-Benzingemisch ist dadurch nicht so hoch angereichert wie jenes in der Näher der Zündkerze. Die Zündkerze wird von einem kleinen perforiertem Gitter ummantelt, dadurch springt der Zündfunke auf das Blech über und zündet anschließend das Gemisch. Die auf die Zündung folgenden Arbeitsschritte sind die eines normal 4-Takt-Motors.
1. Takt
Im Ansaugtakt wird eine große Menge sehr mageren Gemisches durch das Haupteinlassventil in die Hauptbrennkammer gezogen. Zur selben Zeit wird eine sehr kleine Menge sehr reichen Gemisches durch das Hilfseinlassventil in die kleine Vorbrennkammer gesogen.
2. Takt
Am Ende des Kompressionstaktes ist in der Vorbrennkammer ein sehr reiches Gemisch vorhanden. In der Hauptbrennkammer, in der Nähe des Auslasses der Vorbrennkammer, ist ein ausgeglichenes Gemisch vorhanden. In der restlichen Hauptbrennkammer ist ein sehr mageres Gemisch vorhanden.
Zündung
Wenn während der Zündung der Zündfunke auf das sehr reiche Gemisch in der Vorbrennkammer trifft, so kann er dies leicht entzünden.
3. Takt
Die Flamme aus der Vorbrennkammer kann nun wiederum das ausgeglichene Gemisch in der Nähe zünden und dieses wiederum zündet das restliche (magere) Gemisch der Hauptbrennkammer.
Die Bildung von Kohlenmonoxid ist aufgrund des mageren Gemisches nicht hoch.
Nullpunkt
Das stabile und langsame Abbrennen in der Hauptbrennkammer hat zwei gewünschte Effekte. Die Spitzentemperatur bleibt niedrig genug um die Bildung von Stickstoff zu minimalisieren und die Haupttemperatur wird lange genug hoch gehalten um die Kohlenwasserstoff-Emissionen zu verringern.
4. Takt
Die heißen Gase entweichen durch das Auslassventil und oxidieren im Krümmer.
=Vorteile= Die Kombination aus einem angereicherten Luft-Benzingemisches in der Nähe der Zündkerze und einem weniger angereichertem Gemisch in der restlichen Brennkammer erlaubt einen stabilen Lauf des Motors. Dadurch, dass der gesamte Brennraum (wenn auch ungleichmäßig) mit Benzin gefüllt ist, wird der Ausstoß von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff, im Gegensatz zu einem normalen Motor, reduziert.
=Fortschritt=
Hondas größter Fortschritt mit der CVCC-Technologie war, dass man Vergaser einsetzten konnte und sich nicht mehr auf die Einlassverwirbelung verlassen musste. Ältere Versionen von CVCC-Motoren brauchten kostenintensive Einspritzsysteme, zusätzlich dazu versuchten ältere Motorversionen die Geschwindigkeit und die Verwirbelung des einströmenden Gemisches zu erhöhen aber gleichzeitig die beiden Gemischvarianten getrennt zu halten. Honda war mittels eines Schichtlademotors gelungen die Gemischvarianten adäquat von einander zu trennen.