CD-RW ist die Abkürzung für Compact Disc ReWritable.
Diese wiederbeschreibbaren CDs können mit geeigneten Brennern nach Herstellerangaben bis zu 1000-mal neu beschrieben werden. Die Technik der CD-RW basiert auf der Phase-Change-Technologie, daher wird ein Reflexionsgrad von nur 15-25 Prozent erreicht. Die Eigenschaften des Mediums und der Schreib-/Löschvorgang sind in dem Orange Book Part III definiert. Als Dateisystem kommt bei der CD-RW neben dem ISO 9660-Dateisystem der CD-ROM auch das UDF zum Einsatz. Seit der Version UDF 1.5 wird Packet Writing unterstützt, welches eine festplattenartige Verwendung erlaubt. Aufgrund vieler Einschränkungen wie etwa Geschwindigkeit, Datensicherheit und Speicherkapazität ist CD-RW eine Nischenanwendung geblieben.
Kompatibilität
Ein CD-RW-Medium lässt sich je nach spezifiziertem Geschwindigkeitsbereich anders als
CD-Rs nicht in jedem
CD-RW-Brenner beschreiben. Es gibt Medien für 1-4fache Schreibgeschwindigkeit, die sich in jedem CD-RW-Brenner abhängig von dessen Geschwindigkeit mit maximal 4facher Geschwindigkeit brennen lassen. Weiterhin existieren sogenannte
High-Speed-Medien für 4-12fache Geschwindigkeit,
Ultra-Speed-Medien für 12-24fache Geschwindigkeit und
Ultra-Speed+ Medien für 24-32fache Geschwindigkeit, dazu sind jedoch geeignete Brenner notwendig. Man erkennt die Brenner an der höheren maximalen Schreibgeschwindigkeit für CD-RWs und an dem rechts hochkant neben dem Compact-Disc-Logo stehenden Schriftzug 'High Speed', 'Ultra Speed' bzw. 'Ultra Speed+'. Während Ultra-Speed+ -Brenner auf allen genannten Medien deren jeweilige Maximalgeschwindigkeit brennen können, bleiben bei High-Speed-Brennern nur High-Speed- und normale Medien zum Brennen. Lesbar sind die genannten Medien jedoch in jedem
MultiRead-fähigen (d.h. CD-RW-lesefähigen) CD-Laufwerk, die Unterscheidungen betreffen nur den Brenner beim Brennvorgang.
Geschichte
Die ersten CD-RW kamen 1996 auf den Markt - von
Philips,
Sony,
Hewlett-Packard,
Mitsubishi Chemical Corp. und
Ricoh - und konnten nur 650 MB speichern. Ab 199x ist auch eine größere Speicherkapazität von 700 MB möglich.
Ältere CD-ROM-Laufwerke (vor 1997 bzw. Faustregel: unter 24-fach) können in der Regel ein CD-RW-Medium nicht lesen. Laufwerke, die CD-RW brennen können, können meistens auch CD-Rs brennen. Seit 2003 werden CD-RW-Laufwerke zunehmend durch DVD-Brenner verdrängt, die durch ihre Abwärtskompatibilität auch CD-RW lesen und schreiben können.
Funktionsweise
Ein CD-RW Medium besitzt im Prinzip die gleichen Schichten wie ein
CD-R Medium. Die reflektierende Schicht ist allerdings eine Silber-Indium-Antimonium-Tellurium-Legierung die im ursprünglichen Zustand eine polykristalline Struktur und reflektierende Eigenschaften besitzt. Beim Schreiben benutzt der Schreibstrahl seine maximale Leistung und erhitzt das Material auf 500 bis 700 Grad Celsius. Dies führt zu einer Verflüssigung des Materials. In diesem Zustand verliert die Legierung ihre polykristalline Struktur und nimmt einen amorphen Zustand ein und verliert seine Reflektionskraft. Der polykristalline Zustand des Datenträgers bildet die Pits, der amorphe die Lands. Zum Löschen des Datenträgers erhitzt der Schreibstrahl die amorphen Bereiche mit niedriger Leistung auf etwa 200 Grad Celsius. Die Legierung wird nicht verflüssigt, kehrt aber in den polykristallinen Zustand zurück und wird damit wieder reflektionsfähig.
Multisessions
Auf eine CD-RW können auch später in einer weiteren
Session Daten hinzugefügt werden. Dies ist aber nur möglich, wenn die CD noch nicht
abgeschlossen wurde.
Die Daten der gebrannten Session können im Prinzip nicht gelöscht oder verändert werden. Die folgende Session kann bestehende Daten lediglich ersetzen oder als gelöscht markieren.
Siehe auch
CD | Abkürzung
CD-RW | CD-RW | CD-RW | Disque compact réinscriptible | CD-RW | CD riscrivibile | CD-RW | CD-RW | CD-RW | CD-RW | CD-RW