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Cbm610_klein_01.jpg Die CBM 600-Serie war die professionellere Ausgabe der CBM 500-Serie.

Die CBM 600-Serie besaß im Gegensatz zu den 500ern keinen Joystick-Port mehr und konnte durch eine Tochterplatine mit einem 8088- oder Z80-Prozessor ausgestattet werden, um damit CP/M-Programme betreiben zu können.

Mit bequemerer BASIC-Programmiersprache ausgerüstet, waren die Rechner bis in die frühen 1990er Jahre von Bedeutung, u. a. zur Steuerung von Laborausrüstungen und Messgeräten aufgrund ihrer IEEE-488-Schnittstelle.

Ausstattung


  • Prozessor 6509 (20 Adressleitungen statt 16 wie bei 6502)
  • RAM 128 KB

Speicherverwaltung


Der gesamte Speicher ist in sogenannte Segmente (oder "Banks") unterteilt. Jedes dieser Segmente umfasst einen Adressraum von 64 KByte. Es können maximal 16 solcher Segmente verarbeitet werden. Diese Segmente sind von 0 bis 15 durchnummeriert. Jedes Segment hat eine feste Bedeutung, die (zum Teil) vom implementierten Speicherausbau abhängt.

Bei CBM 610 mit 128 KB gilt die Aufteilung:

  • Segment 1 enthält den Basic-Text, d. h. die verwendeten Programme.
  • Segment 2 wird von den Daten belegt, welche durch das Programm errechnet werden.

Bei Modellen mit 256 KB RAM ist Segment 1 identisch zu den 128-KB-Modellen

  • In Segment 2 werden die Felder (Dimensions, Arrays) abgelegt.
  • Segment 3 beinhaltet einfache Variablen (nicht-indizierte Variablen).
Zudem ist dieses Segment der Platz für das Disketten-Betriebssystem von evtl. integrierten Laufwerken reserviert.
  • Segment 4 wird von den Strings belegt, welche durch das Programm erstellt werden.

Bei allen Modellen wird das Segment 15 identisch als Systemsegment verwendet. Darin sind der BASIC-Interpreter, der Editor, der Kernel (Betriebssystem), die E/A-Bausteine sowie die Systeminformation (Zero-Page etc.) enthalten.

Betriebssystem


  • BASIC v. 4.0 incl. RS232-Zugriff, if-then-else...
  • Optionen:
    • CP/M 2.2 bei Z80-Co-Prozessor
    • CP/M-86 oder MS-DOS bei 8088 (4 MHz) Co-Prozessor (einige Co-Prozessor-Platinen wurden an österreichische Behörden verkauft, sonst sind keine ausgelieferten bekannt)

Controller-Chips


  • Sound, Musik MOS 6581 SID
  • Ser. Interface MOS 6551 ACIA
  • Keyboard MOS 6525 TPI
  • IEEE, User MOS 6525 TPI
  • User, Interrupt MOS 6526 CIA
  • Grafik MOS 6545 CRTC, 80 Zeichen je Zeile, 25 Zeilen monochrom(?) Textauflösung

Tastatur


  • vollwertige, robuste QWERTY-Tastatur wie bei C-64,
  • 10 Funktionstasten, mit SHIFT weitere 10 (11-20),
  • Richtungstasten,
  • abgesetzter 10er-Ziffernblock

  • Netzteil eingebaut, ohne Ventilator (Lüfter)
  • Gehäuse: Kunststoff-Spritzguss, außen beige strukturlackiert

In der englischsprachigen Ausgabe (COMMODORE 500/600/700 SERIES USER'S GUIDE) von 1983 ist zu lesen, dass viele Programme des C-64 für die Commodore-CBM-500-Serie zu erhalten sein sollen. Ebenso sollten die Programme der CBM-8000er-Serie für die 600er Serie konvertiert werden. Ferner sollte Assembler und ein BASIC-Compiler erhältlich sein.

Folgende Programme sollten erhältlich werden:

  • EasyCalc Tabellenkalkulation
  • EasyFile Datenbanksoftware
  • EasyScript Textverarbeitung
  • EasySchedule Terminkalender
  • EasyPlot Graphik- (Mal-)programm
  • EasySpell Therasaurus für Textverarbeitung

Die Modellnummern lauteten wiefolgt:

  • CBM 610 128 KiB
  • CBM 620 256 KiB
  • CBM 630 256 KiB + Tochterplatine

Commodore Produktübersicht

Commodore

Commodore CBM-II

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "CBM 600-Serie".

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