Der CBM-Bus ist ein von Commodore für ihre Heimcomputer-Serie entwickelte serieller Bus. Er ist eine serielle Variante des IEEE-488-Busses und dient zum Anschließen von Peripheriegeräten (hauptsächlich Diskettenlaufwerke und Drucker). Der Bus fand sich in den Commodore-Heimcomputern vom VC-20 bis zum C128, während die professionellen PET/CBM-Rechner den parallelen IEEE-488-Bus verwendeten.
Im Unterschied zu IEEE 488 (amerikanisch) oder dem IEC-625-Bus (international) erfolgt die Datenübertragung beim CBM-Bus seriell. Dadurch sind weniger Signalleitungen nötig, sodass man an den Ein/Ausgabe-Chips und den Kabeln sparen konnte. Erkauft wird dieser Vorteil durch eine stark verringerte Übertragungsgeschwindigkeit. Da der verwendete Steuerchip MOS Technologies 6522 sich kurz vor dem Verkaufsstart des VC-20 als fehlerhaft in der Serialisierungs- und Parallelisierungseinheit herausstellte, musste diese Aufgabe per Firmware vom Prozessor übernommen werden, wodurch die Geschwindigkeit nochmals stark absank. Obwohl der C64 im Unterschied zum VC-20 die in dieser Hinsicht fehlerfreien CIA-Chips verwendete, wurde aus Gründen der Rückwärtskompatibilität zum VC-20 und zu dessen Floppy 1540 weiter die Softwareversion des Busses verwendet. So wurden diverse externe Turbo-Lösungen per nachgeladener Treiber zur schnellen Floppy-Ansteuerung beim C64 über seine CIA-Chips populär. Erst auf dem C128 wurde wieder eine hardwaremäßige Serialisierung genutzt und somit die Busgeschwindigkeit auf einen erträglichen Wert gesteigert.
Theoretisch können bis zu 15 Geräte angeschlossen werden (wobei jedes Gerät ab dem zweiten an das jeweils vorige angeschlossen wird), vom Betriebssystem aus waren nur die Geräteadressen 4 bis 15 nutzbar. Allerdings reichten diese üblicherweise völlig aus.