Charles Wright Mills (* 28. August 1916 in Waco im US-Bundesstaat Texas; † 20. März 1962 in Nyack, New York) war ein US-amerikanischer Soziologe. Er beschäftigte sich mit mit modernen Machteliten und der Rolle der Intellektuellen in der US-amerikanischen Gesellschaft der Nachkriegszeit. Er befürwortete dabei Engagement anstatt abgehobener Beobachtung.
Sein 1951 veröffentliches Buch White Collar: The American Middle Classes (New York: Oxford University Press, 1951; dt:. Menschen im Büro: Ein Beitrag zur Soziologie der Angestellten (übers. v. Bernt Engelmann, Vorwort von Heinz Maus), Köln-Deutz: Bund Verlag 1955) behauptete, Beschäftigte großer Firmen seien konservativ, weil sie sich mit ihren Arbeitgebern identifizierten.
The Power Elite (New York: Oxford University Press 1956; dt:. Die amerikanische Elite: Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten, Hamburg: Holsten-Verlag 1962) beschreibt die jeweiligen Beziehungen unter den Führern des Militärs, der Politik und der Industrie. Mills beobachtete, dass solche Menschen meist eine Eliteuniversität besuchten, dass sie Mitglieder der gleichen exklusiven Klubs seien, und dass sie oftmals innerhalb ihres engen Kreis heirateten.
Mills glaubte, man könnte eine "gute Gesellschaft" society auf einer Basis vom Wissen schaffen; die gebildeten Menschen sind daher für den Mangel daran die Verantwortlichkeit hinnehmen.
Die "soziologische Einbildungskraft" kann Analysen auf einem Mikro- sowie einem Makroniveau mit einander verbinden. Das ermöglicht ein Verständnis des historischen Sinns. Der Soziologe kann die Bedeutung für das innere Leben sowie die außenliegenden Karrieren der Individuen begreifen. Der einzige Mensch kann seine eigenen Erfahrung nur verstehen, wenn er sich in seiner historischen Ära ortet. Die Hauptsache ist die Verschmelzung der privaten Angelegenheit mit den öffentlichen: Die gegebenen Schwierigkeiten, die in dem Milieu des Menschen auftauchen, sind mit den Beziehungen mit anderen Menschen und mit der Gesellschaft intim verbunden.
In einer modernen Gesellschaft sind die Konzentration der Macht und die Menschen, die die Regierungen, die großen Konzerne, das Militär und die Gewerkschaften eng mit einander verbunden. Das Mittel der Macht, welches zur Verfügung den zentralisierten Machthabern steht, hat stark zugenommen. Die amerikanische Elite besteht aus politischen, wirtschaftlichen und militärischen Führern. Der "militärische-industrielle Komplex", vor dem Eisenhower die Nation warnte, gibt ein klares Bild der Verwicklung dieser Mächte.
(In der englischsprachigen Version en:C._Wright_Mills#Outlook gibt es unter "Outlook" eine allgemein-soziologische Wertung von CRM.)
Mann | US-Amerikaner | Soziologe | Geboren 1916 | Gestorben 1962
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