Busuanga ist die größte nördliche Insel des Distrikts Palawans / Philippinen und gehört zur der Calamian-Gruppe, der weitere 127 Inseln angehören. Der Name Busuanga entstammt einer alten chinesischen Handelsprache (9. Jh.): Paki-nung, die Calaminen wurden Kia-ma-yan (13./14. Jh.: Kaimayen) genannt. Coron ist die Hauptstadt mit etwa 30 000 Einwohnern und damit zweitgrößte Stadt der Provinz Palawan.
Etwas verwirrend sind die identischen heutigen Namen einiger Orte und Inseln. Da gibt es die Insel Busuanga mit den Orten Old Busuanga, New Busuanga und Coron. In Sichtweite südlich vom Ort Coron liegt die Coron Bay, im Osten die Insel Coron. Verwirrt??
Es bestehen Flugverbindungen mit kleinen Propellermaschinen nach Manila, El Nido und Puerto Princesa. Wöchentliche Fährverbindungen bestehen nach El Nido, größere Fähren stoppen hier auf ihrem Weg von und nach Manila und Puerto Princessa.
Busuanga ist bei Tauchern durch japanische Schiffswracks berühmt. Alle wurden am 24. September 1944 von der dritten Luftflotte der US Task Force 38 mit Basis auf Leyte versenkt. Das Lusong Island Gunboat durchbricht bei extremem Niedrigwasser sogar die Wasseroberfläche und ist somit bestens für Schnorchler geeignet, aber nur in einer gut einstündigen Fahrt von Coron aus mit einem Tauchboot erreichbar.
Die Inseln im Archipel bilden charakteristische, durch die Erosion typisch senkrecht geriffelte Felswände, Abstürze, Türme, spitze Nadeln, Dächer und Höhlen. Der karstige Kalkstein bildet skurril erodierte steile Bergflanken, entstand vor 260 Millionen Jahren und wurde vor 60 Millionen Jahren aufgefaltet.
tagbanuwa_write.jpg der Tagbanuwa.]]
Im Gegensatz zu Busuanga ist die Insel Coron dicht bewachsen, wenn auch die Steilhänge des Karstgebirges keinen dichten tropischen Wald zulassen und überwiegend eine macciaähnliche Vegetation mit einigen niedrigen Bäumen beherbergen. Sie wird ausschließlich von Tagbanuwas bewohnt, die einen semiautonomen Status erstritten haben. Der Name Coron entstammt ihrem Dialekt und bedeutet soviel wie "eingeschlossen". Das eingeschlossen bezog sich auf ihren ersten Siedlungsgrund, der durch hohe Berge an drei Seiten geschützt war.
Die Tagbanuwa (auch Tagbanua) leben in beständigen Dorfgemeinschaften und leiten ihren Namen ab von taga = von und banuwa = Dorf ab. Sie gehören zum südostasiatischen Ethnotyp, sind mit der austronesischen Sprachgemeinschaft assoziiert und verfügen über eine einzigartige syllabische Schrift, die 1999 von der UNESCO zu den "Erinnerungen der Menschheit" deklariert wurden. Diese Schriftart, deren Zeichen mir vollkommen fremdartig vorkommen und zu denen ich keinen Vergleich ziehen kann, steht im Zusammenhang mit einem poetischen Stil, der auf die Anzahl von Silben in einer Zeile basiert.
Als 1912 das amerikanische Pazifikpostdampfschiff "Korea" in Coron anlegte, erkundigte sich der Kapitän Thomas Maher beim Gouverneur nach einigen Holzhütten für sich und seine Mannschaft. Stattdessen wurde ihm das Gefängnis empfohlen. Hilfreich wurde darauf hingewiesen, es sei frei von großen Kakerlaken, Echsen und Moskitos. Maher zeichnete das etwas belustigende Gespräch in seinen Notizen auf: "Ich sagte, 'wie könne das sein, wenn das Gefängnis voll ist?' " "Aber nein, Señors, es ist nur während des Tages gefüllt. In der Nacht schicken wir die Insassen nach Hause; sie im Gefängnis zu behalten würde nur die Familie bestrafen. Wissen Sie, der Filippino liebt das Fischen und den Hahnenkampf. Das können sie nur während des Tages und im Gefängnis ist das nicht möglich." Um der Mannschaft nicht weitere Unbequemlichkeiten zu bereiten, schickte der Gouverneur die "Sträflinge" letzten Endes für zwei Wochen in Urlaub. Kapitän Maher schrieb in sein Notizbuch: "Die Filippinos sind in vielen Dingen ziemlich praktische Menschen. Derartige Entscheidungen könnten niemals in Amerika stattfinden, da eine Unmenge bürokratische Vorgänge notwendig würden; vielleicht sogar eine Aktion des Obersten Gerichtshofs". Bis dahin wäre er sicherlich aber schon wieder abgefahren.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Busuanga".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world