| Buschwindröschen | ||||||||||||
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| Buschwindröschen.jpg | ||||||||||||
| : | Hahnenfußartige (Ranunculales) |
| : | Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) |
| : | Ranunculoideae |
| : | Anemoneae |
| : | Windröschen (Anemone) |
| : | Buschwindröschen |
Das Buschwindröschen (Anemóne nemorósa) gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae). Der wissenschaftliche Name setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort anemos ("Wind") und dem lateinischen nemorosa/-us ("schattig, waldreich").
Die Blüten schließen sich nachts und bei Regen und hängen dann glockenartig nach unten. Die Früchte sind Balgfrüchte (Nüsschen). Nach dem Verstreuen der Samen ziehen die oberirdischen Teile der Pflanze im Laufe des Frühsommers ein; die Nährstoffe für das nächste Jahr bleiben in den Wurzeln gespeichert.
Illustration Anemone nemorosa0.jpg Das Buschwindröschen ist ein typischer Frühjahrsgeophyt, der die Krautschicht in Wäldern bildet, während die Bäume im Frühling noch kein Laub tragen. Oft werden große Flächen von der gesellig wachsenden Art eingenommen und mit einem weißen Blütenteppich bedeckt. Es werden mäßig frische bis feuchte, nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Mullböden in sommergrünen Laubwäldern (z. B. Buchen-Mischwäldern, Eichen-Hainbuchenwäldern, Hartholzauwäldern), in Schlehengebüschen sowie sekundär in mageren Glatthaferwiesen besiedelt. Das Buschwindröschen gilt als ökologisch mäßig anspruchsvoll hinsichtlich der Standortgegebenheiten; es verhält sich etwas indifferenter als das Gelbe Windröschen, mit dem es syntop vorkommen kann.
Das Verbreitungsgebiet umfasst vor allem das eher atlantisch bis subkontinental geprägte westliche und mittlere Europa sowie Teile Asiens von der Ebene bis ins Gebirge (in Österreich bis 2000 m NN). Deutschland ist bis auf die Küstenmarschen und ähnlich waldfreie Landschaften weitgehend geschlossen besiedelt.
Im Garten gedeiht das Buschwindröschen am besten an ungestörten Plätzen unterhalb von Gehölzen. Als Pflege ist eine gelegentliche Humusgabe ausreichend. Jede bodenbearbeitende Maßnahme stört die Pflanze in ihrer Entwicklung.
Das Buschwindröschen ist giftig; es enthält Protoanemonin, ein ungesättigtes Lacton.
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