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Die Burleske (von ital. burla, Scherz, Spaß) ist im Theater und der Literatur eine derbe Komödie und in der Musik ein heiteres Instrumentalstück.

Bühne und Literatur


Die Burleske ist ein derbkomisches oder possenhaftes Lustspiel (Komödie) nach Art der Commedia dell'Arte mit kritischen Zügen und oft improvisiert. Gemeinsam mit der derben Farce und Posse gehört die Burleske zur Literaturgattung der Dramatik. Die Burleske existiert hauptsächlich im Volksstück und im Laientheater. Eine epische Verwandte der Burleske ist der kürzere Schwank. Der Begriff (abgeleitet vom Adjektiv burlesk, das Burleske) wurde zuerst im 18. Jahrhundert von deutschen Literaturkritikern gebraucht, ab dem 19. Jahrhundert auch von Autoren selbst.

Bekannte Burlesken:

Musik

Die Burleske ist in der Musik die Bezeichnung für ein heiteres und übermütiges Instrumentalstück. Der Begriff wurde aus der Literatur und Bühnenkunst übernommen und diente seit dem 18 Jahrhundert als Charakterbezeichnung für einzelne Sätze oder Kompositionen.

Bekannte Burlesken:

  • Als einzelner Satz
  • Als selbstständige Komposition
    • Burleske für Klavier und Orchester von Richard Strauss
    • Sechs Burlesken op. 58 für Klavier zu vier Händen von Max Reger

Burlesk

Das Adjektiv burlesk wird seit Mitte des 16. Jahrhunderts in Italien als literarische Bezeichnung für eine neue Stilart des zotigen Spotts (anzügliche Witze für Erwachsene) verwendet (Francesco Berni, Opere burlesche, 1552). In Frankreich wird die Bezeichnung von Paul Scarrons burlesker Æneis-Parodie (Original von Vergil) Le Virgile travesti (1648-52) bis Pierre Carlet de Marivaux charakteristisch für die so genannte Epenparodie, in der Erhabenes skurril in Alltägliches verwandelt wird. Dieser burleske Stil drang im 17. Jahrhundert nach England (John Gay, The Beggar's Opera, 1728) und wurde 1682 vom deutschen Universalgelehrten Daniel Georg Morhof als Form des relativierenden Komischen ohne satirische Absicht gedeutet.

Burlesque in England und den USA

In England und den USA entwickelte sich die Burlesque im 20. Jahrhundert weg vom Verspotten der Oberschichten und deren Verhaltensweisen hin zur Unterhaltung für Erwachsene. Der Striptease und die New Burlesque haben ihre Wurzeln teilweise in der Burlesque.

Siehe auch


Literatur


  • Werner, D. Das Burleske. Versuch einer literaturwissenschaftlichen Begriffsbestimmung, Diss., FU-Berlin, 1968
  • Flögel, K. F., Geschichte des Burlesken, Leipzig 1794

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