Die Burka (auch Burqa, in Pakistan auch Barqa, in Namibia auch Birqa) ist ein Kleidungsstück, das von Frauen in Afghanistan und teilweise in Pakistan getragen wird. Das sackähnliche Gewand besteht aus einem großen, kreisförmigen Stofftuch, das in der Mitte mit einer flachen Kappe vernäht ist und Kopf und Körper verhüllt. Damit die Trägerin etwas sehen kann, ohne dass ihr Gesicht enthüllt wird, ist im Bereich der Augen ein Schleier aus Rosshaar oder eine Art Gitter aus Stoff eingesetzt.
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Afghanische Burkas sind heute meist blau, werden aber auch in anderen Farben (schwarz, grün, orange oder weiß) gefertigt und sind teilweise kunstvoll bestickt. Ursprünglich wurde die afghanische Burka nur in der Stadt getragen. Im Dorf war die Verschleierung unüblich. Bevor die Taliban das Tragen der Burka allgemein zur Pflicht machten, war blau eine eher seltene Farbe. Die (ursprünglich teurere) blaue Burka entwickelte sich für die Afghaninnen unter den Taliban zu einer der wenigen Möglichkeiten, sozialen Status durch Kleidung auszudrücken. Diese Mode wurde bald auch von weniger wohlhabenden Frauen nachgeahmt, so dass diese Farbe jetzt dominiert.
Nach dem Ende der Taliban-Regierung wurde die Burka-Pflicht aufgehoben, dennoch wagen es nur wenige Frauen, das Haus ohne sie zu verlassen, vor allem aus Sorge um ihren Ruf und ihre persönliche Sicherheit. Die Burka wird auch aus religiösen Gründen und traditionellem Stammesdenken getragen.
Pakistanische Burkas lassen hingegen die Augen frei. Es ist im Prinzip ein schulterlanges Dreiecktuch, das das Haupthaar bedeckt, ein weiteres Stück Stoff wird so befestigt, dass die untere Gesichtshälfte bis zur Nase bedeckt ist. Das ist praktisch, weil es bei Bedarf abgenommen werden kann (z. B. beim Essen), ohne die Burka komplett abzunehmen.
Im November 2004 wurde in der belgischen Stadt Antwerpen das Tragen der Burka verboten. Wird nach einem Hinweis auf das Vermummungsverbot die Anweisung der Polizei nicht befolgt, droht eine Geldstrafe.
Die Niederlande erwägen derzeit ein Verbot der Burka. Arbeitslosen Burka-Trägerinnen, die sich in einem Vorstellungsgespräch weigern, ihre Burka abzunehmen und denen aufgrund dessen die Anstellung verwehrt wird, kann in den Niederlanden die Sozialhilfe verwehrt werden.
Aufsehen erregten am 28. April 2006 zwei Schülerinnen an einer Gesamtschule in Bonn, die wegen ihrer Weigerung, ihre Verschleierung in der Schule auszuziehen, von der Schule für zwei Wochen verwiesen wurden. Zuerst nannte der Schulleiter die Gewänder der beiden Schülerinnen Burkas. Einige Tage später korrigierte der Schulleiter die Bezeichnung für die Kleidung. Es handele sich dabei um Niqabs.
Siehe auch: Tschador, Kopftuch, Kopftuchstreit, Schleier, Revolutionary Association of the Women of Afghanistan
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