Burgundian Circle-2005-10-14-de.png mit den Reichskreisen und den kreisfreien Gebieten, Stand etwa 1512.
Grün: der Burgundische Reichskreis.]]
Der Burgundische Reichskreis ist einer der zehn Reichskreise, in welche unter Kaiser Maximilian I. 1500 bzw. 1512 das Heilige Römische Reich eingeteilt wurde.
Er umfasste hauptsächlich die vom Haus Burgund geerbten Besitzungen der Habsburger im Westen des Reiches, die zusammen als Herzogtum Burgund bezeichnet wurden, daneben zunächst noch wenige andere kleine Herrschaften.
Das Kreisgebiet bestand aus zwei räumlich deutlich getrennten Teilen, der Freigrafschaft Burgund im Süden und den sogenannten Niederlanden im Norden. Letztere decken sich in weiten Teilen mit den heutigen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. Ausnahmen bilden die belgischen Provinzen Lüttich und Limburg, die aus dem zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis gehörenden Hochstift Lüttich hervorgingen.
Im 17. Jahrhundert wurde der Kreis infolge der Unabhängigkeit der nördlichen Niederlande und der Expansion Frankreichs unter Ludwig XIV. stark verkleinert.
1556 dankte Kaiser Karl, der auch im Besitz Burgunds war, ab und verfügte, dass das Gebiet an seinen Sohn Philipp und damit an die spanische Linie der Habsburger fallen sollte.
Utrechter und Rastatter Friede 1713/14 brachten den Rest der Spanischen Niederlande, mit Ausnahme der durch den sogenannten Barrieretraktat herausgelösten Stücke, an Österreich, woraufhin das Gebiet Österreichische Niederlande genannt wurde.
Historisches Territorium | Heiliges Römisches Reich | 1500 | 1512
Burgundian Circle | Cercle de Bourgogne | Burgundiai Körzet | Bourgondische Kreits
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