Die Burg Bodenlaube ist eine Burgruine im Stadtteil Reiterwiesen der bayerischen Kurstadt Bad Kissingen. Sie war Wohnsitz des Otto von Botenlauben und seiner Frau Beatrix de Courtenay (den Gründern des Kloster Frauenroth), die von 1220 bis 1242 auf der Burg weilten. Das genaue Entstehungsjahr der Burg ist unbekannt, es wird aber angenommen, dass sie um 1180 entstand. Der Name der Burg entstand wahrscheinlich aus dem Namen "Boto" sowie dem Wort "Laube" (der Bezeichnung für "Wohnsitz"). 1234 ging die Burg unter Bischof Hermann I. von Lobdeburg in den Besitz des Hochstifts Würzburg über. 1242 wurde die Burg Verwaltungssitz eines hochstiftischen Amtes, der nach dem Bauernaufstand von 1525 nach Ebenhausen verlegt und 1670 ganz aufgelöst wurde. Nach dem niedergeschlagenen Bauernaufstand wurden die Bauern zwangsweise herangezogen, die zerstörte Burg wiederzuerrichten. Im Jahre 1553 wurde die Burg im sogenannten "Markgräflerkrieg" endgültig zerstört und diente seit dem 17. Jahrhundert den Einwohnern von Reiterswiesen als Steinbruch. Um 1830 fand dieser Zustand jedoch ein Ende, als man anfing, sich wieder für Romantik und Mittelalter zu interessieren (was beispielsweise 1881 seinen Ausdruck fand, als der "Botenlauben-Verein" gegründet wurde). Das Hauptaugenmerk lag anfangs allerdings darin, aus der Burg eine Touristenattraktion zu machen, was sich jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts zugunsten eines historischen Interesses änderte. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fanden auf der Burg Restaurierungsarbeiten statt. Heutzutage erinnert das alljährlich im September stattfindende Burgfest an das Leben auf der Burg zur Zeit des Mittelalters.
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