| Wappen | Karte |
|---|---|
| Burgdorf.jpg | Karte_Burgdorf_(Hannover)_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Region Hannover |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 56 m ü. NN |
| Fläche: | 112,34 km² |
| Einwohner: | 30.304 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 270 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 31303 |
| Vorwahl: | 05136 |
| Kfz-Kennzeichen: | H |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 41 003 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstr. 55 31303 Burgdorf |
| Website: | www.burgdorf.de |
| Bürgermeister: | Alfred Baxmann (SPD) |
Burgdorf ist eine Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern in der Region Hannover in Niedersachsen.
In Burgdorf gibt es ein Amtsgericht und ein Finanzamt. Bis 1974 war die Stadt Sitz des Landkreises Burgdorf im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg. Burgdorf ist für seinen Spargelanbau bekannt, der hier seit 1750 Tradition hat. Tradition in Burgdorf hat auch der Pferdemarkt. Besonders die Zucht von Hannoveraner steht in Burgdorf hoch in Kurs. Außerdem befindet sich in Burgdorf die größte Zinnfigurensammlung Deutschlands im kommunalen Besitz.
Durch das Gebiet der Stadt Burgdorf fließt die Burgdorfer Aue, deswegen wird sie auch die Auestadt genannt.
Burgdorf gehörte seit 1420 zu den welfischen Fürstentümern und kam im 16. Jahrhundert schließlich zu dem Gebiet der Herzöge in Celle, aus dem später im Wesentlichen der Regierungsbezirk Lüneburg wurde.
Die Stadt wurde durch verheerende Brände in den Jahren 1632, 1658 und 1809 größtenteils zerstört und wieder aufgebaut.
Am 1. März 1974 fand die niedersächsische Verwaltungsreform statt. Dabei wurden einige Nachbarorte der Stadt zugeschlagen. Der Landkreis Burgdorf wurde gegen den Willen des überwiegenden Teils der Bevölkerung mit dem Landkreis Neustadt am Rübenberge (NRÜ), dem Landkreis Springe am Deister (SPR) und Resten aus dem alten Landkreis Hannover zusammengeschlossen zu einem neuen Landkreis Hannover. Burgdorf verlor dadurch den Status Kreisstadt und gehörte nicht mehr zum Regierungsbezirk Lüneburg, sondern zum Regierungsbezirk Hannover, der am 31. Dezember 2004 aufgelöst wurde.
Am 1. November 2001 wurde der Landkreis Hannover mit der Stadt Hannover zur Region Hannover zusammengeschlossen, der Burgdorf damit auch angehört.
Burgdorf liegt zusammen mit den Bahnhöfen der Ortsteile Ehlershausen und Otze an der Bahnstrecke Celle – Lehrte. Die dort haltenden Regionalexpresszüge und die Linie S 3 der S-Bahn Hannover ergänzen sich zu einem Halbstundentakt Celle – Hannover im Rahmen des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH). Zusätzlich ist Burgdorf ein Drehkreuz für Buslinien der Regio-Bus Hannover.
Dachtmissen ist über 700 Jahre alt, die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1274. Ab 1301 lag hier eine Kapelle, Anfang des 15. Jahrhunderts eine Burg. Von beiden Bauwerken ist heute jedoch nichts mehr zu sehen; die Burg wurde 1497 wieder zerstört. Mitte des 17. Jahrhunderts wird Dachtmissen im Dreißigjährigem Krieg fast völlig zerstört.
Heute ist Dachtmissen ein ländliches Dorf mit landwirtschaftlichen Betrieben.
„Nach vorsichtigen Schätzungen kann man davon ausgehen, dass der heutige Ortskern bereits um 1000 n. Chr. an seiner jetzigen Stelle gestanden hat“, schreibt der Otzer Chronist Herbert Kopmann. Urkundlich erwähnt wird Otze erstmalig 1321 in einem Güterverzeichnis des St. Michaelisklosters in Hildesheim. Es ist nicht sicher, ob Otze von „Odin“ oder von „Otto“ abgeleitet ist. Im 30-jährigen Krieg blieb Otze zwar von direkten Kampfhandlungen verschont, dennoch verarmten die Höfe und Todesfälle häuften sich. Aus dieser Zeit sind viele Veränderungen der Familiennamen auf den Höfen überliefert.
Otze gehörte im Mittelalter zu den neun Freibauerndörfern der „Grafschaft über dem Moore“ um Burgwedel, denen unter dem Schutz und der Aufsicht des Landesherrn eine Sondergerichtsbarkeit, das Freiengericht, zugestanden worden war. Verhandelt bzw. gerichtet wurden ausschließlich kleinere Delikte wie Körperverletzungen, Diebstähle, Weidevergehen u.ä.. Das Freiengericht tagte in der Regel zweimal im Jahr reihum in den einzelnen Dörfern, in Otze letztmalig am 10. September 1661. Die freien Männer der beteiligten Dörfer waren verpflichtet, zum Gerichtstag zu erscheinen. In Otze zählten zu den Freien 20 Halbhöfner, wie der Otzer Chronist Kopmann berichtet. Bauern, die ihren Hof ganz oder zum Teil von ihrem Grundherrn als Lehen bewirtschafteten, durften nicht teilnehmen. Die Gerichtsstätte befand sich in Otze auf dem Lindenbrink. Die mächtige Linde, die den Platz beherrschte, wurde im Laufe der Zeit durch drei Eichen ersetzt. Der Löwe als Zeichen des Freiengerichts sowie die in der Otzer Kapelle gemalten Apostel- und Weihenkreuze wurden 1957 Teil des Otzer Wappens.
Bis 1974 war das heute ca. 550 Einwohner zählende Ramlingen eine eigenständige Gemeinde. im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde es ab 1. April 1974 zur Stadt Burgdorf eingegliedert als Ortsteil mit eigenem Ortsrat und Ortsbürgermeister. Gemeinsam mit dem größeren Nachbarort Ehlershausen bildet es heute den Burgdorfer Stadtteil Ramlingen-Ehlershausen. Vereine/Organisationen: Freiwillige Feuerwehr (seit 1893) – Feuerwehrmusikzug seit 1913 Gesangverein „Lyra“ seit 1921 – Dorfgemeinschaft – Jagdgemeinschaft Denkmäler: 300jährige Kapelle (Vorgängerkapelle, bereits 1534 erwähnt, wurde im 30jährigen Krieg zerstört) – vier Akazien. Veranstaltungen: Erntefest mit großen Festumzügen am Samstag und Sonntag des letzten September-Wochenendes
Ehlershausen
Der flächen- und zahlenmäßig größte Ortsteil Burgdorfs liegt nördlich an der Bundesstraße 3, die von Hannover kommend über Celle nach Norden führt. Ehlershausen liegt inmitten von heimischen Kieferwäldern und ist 1816 von dem Chausseewärter Heinrich Friedrich Ehlers gegründet worden. Ehlers, der aus Schillerslage stammte, baute an dem Ort eine Postkutschenstation. Sein Sohn Carl Ehlers erweiterte die Station 1830 zu einer Schankwirtschaft. Nachdem Ehlers über viele Jahre die Pionierarbeit geleistet hatte folgte 1827 der zweite Ansiedler, der Chausseewärter Johann Heinrich Köneke aus Ramlingen. 1833 siedelte der dritte „Anbauer“: Johann Heinrich Voltmer. Noch im gleichen Jahr kamen die Hofstellen Hennigs und Lehnhof dazu. Am 29. Juli 1831 verlieh die Landdrostei in Lüneburg der Siedlung den offiziellen Namen „Ehlershausen“. Sie hielt damit die Erinnerung an den Gründer für künftige Zeiten fest. Ehlershausen wurde zum richtigen Dorf, 26 Einwohner wies die Volkszählung vom 30. Juni 1836 aus. Heute präsentiert sich Ehlershausen mit ca. 3.200 Einwohnern von weitem bereits durch seinen 50 m hohen Kirchturm der evangelische Martin Luther Kirche die mitten im Dorf an dem innerörtlichen Laubwald der „Grünen Lunge“ liegt.
Schillerslage wurde 1264 das erste Mal urkundlich erwähnt. Weit über die Grenzen hinaus bekannt geworden ist der Ort durch die Zucht der Hannoveraner Pferde. In der Saison von Februar bis Juni stehen den Züchtern neun Hengste des Celler Landgestüts auf der Deckstelle in Schillerslage zur Verfügung. Ohnehin ist Schillerslage für Pferdeliebhaber attraktiv: Reiterhöfe und Pferdepensionen bieten den Vier- und Zweibeinern Möglichkeiten zum sportlichen Spring- und Dressurreiten sowie zum Ausreiten in der freien Natur. Zudem wird von der Reitgemeinschaft Schillerslage alle zwei Jahre ein großes Freiland-Turnier veranstaltet, welches mit über 1.000 Pferden jedes Mal zu einem überregionalen Anziehungspunkt wird.
Durch die Verlegung der B 3 um Schillerslage herum ist ein gutes Wegenetz für Radfahrer und Fußgänger entstanden. Der alte Dorfkern (gegenwärtig noch nicht abgeschlossene Dorferneuerungsmaßnahme) besteht aus alten Bauernhäusern und Höfen mit altem Baumbestand. Das älteste Bauernhaus stammt aus dem Jahr 1767, hierbei handelt es sich um den bekannten Sprengelschen Posthof – ehemals Zollstation – aus dem Jahr 1784.
Die Struktur des Dorfes gliedert sich in zwei Bereiche unterschiedlichen Charakters, dem ursprünglichen Ortskern und der in den Jahren 1950 bis 1970 entstandenen Siedlung am Nordende des Dorfes. Der Ortskern ist geprägt durch seinen alten Eichenbestand. Den Mittelpunkt des Ortes bildet der „Brink“, ein Dorfplatz, der von den Weferlingsern für ihre Feste genutzt wird. Das Hauptfest ist das jährliche Dorffest, verbunden mit dem Aue-Cup, am vierten Wochenende im August.
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"Burgdorf (Hannover)".
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