Die Burg Neudahn im südwestlichen Pfälzer Wald (Bundesland Rheinland-Pfalz) erhebt sich am Nordende eines langgestreckten Bergrückens nördlich der Stadt Dahn. Sie liegt auf der rechten Seite des Flüsschens Wieslauter 90 m über der Talsohle.
Die vermutlich im Vierherrenkrieg 1438 stark beschädigte und im Bauernkrieg 1525 ebenfalls etwas mitgenommene Anlage präsentiert sich dem Besucher heute im wesentlichen in derjenigen Gestalt, die sie in den Renovierungs- und Ausbauphasen der Zeit nach 1525 und nach einer nochmaligen Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 angenommen hat.
Von der ältesten – spätstaufischen – Burg sind auf dem senkrecht abgearbeiteten, knapp 20 m hohen Kernfelsen lediglich noch eine Zisterne am westlichen Ende und die südlichen Mauern des kleinen Palas mit Fenster- und Türanlagen zu finden.
Am nordwestlichen Ende des Burgfelsens nach Süden hin lag ein spätmittelalterlicher Wohnbau, westlich davon ein Brunnen. Ein ehemals verputzter Treppenturm aus derselben Zeit, an der nordwestlichsten Kante des Burgfelsens, führt empor zur Oberburg. Das beherrschende Bild der Burg liefern die beiden etwa 24 m hohen viergeschossigen Batterietürme aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der westliche durchmisst etwa 7 m, der östliche etwa 10 m, die Mauerstärke beträgt etwa 3 m. Zur ostsüdöstlichen Fortsetzung des Burgbergs hin wurde die Anlage durch die keilförmige Bastion geschützt, die ebenfalls als „Erkennungszeichen“ von Neudahn gilt. Die extreme Keilform sollte auftreffende Geschosse ablenken.
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