Burg Eltz 2005.jpg und die Burg Eltz]] Die Burg Eltz bei Wierschem gilt als eine der schönsten Burgen Deutschlands. Sie liegt im Tal der Elz, die das Maifeld von der Vordereifel trennt.
Die Burg im Tal des kleinen Flüsschens namens "Elz" wurde wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Name "Eltz" wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Friedrichs I. Barbarossa erwähnt, in der "Rudolphus de Elze" als Zeuge auftritt. Der spätromanische Bergfried Platt-Eltz und Reste des romanischen Wohnhauses sind heute noch erhalten.
Die Burg Eltz wurde an einem Weg erbaut, der die Mosel mit der Eifel und dem fruchtbaren Maifeld verband.
Die Burg wird auf drei Seiten von der Elz umflossen und ragt auf einem bis zu 70 m hohen, elliptischen Felskopf hervor, der für die gesamte Burg als Fundament diente. Die Erbauer orientierten sich bei der Architektur an den natürlichen Gegebenheiten. Dadurch entstanden teilweise die ungewöhnlichen Grundrisse der einzelnen Räume.
Vor 1268 kam es unter den Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich zu einer Stammesteilung. Außerdem wurde die Burg und die dazugehörigen Güter unter den drei Brüdern aufgeteilt. Die Burg Eltz war fortan eine Ganerbenburg, in der mehrere Linien des Hauses Eltz in einer Ganerbengemeinschaft zusammenlebten.
Zwischen 1490 und 1540 wurde die Rodendorfer Häuser erbaut. An der Hoffront der Häuser ist eine auf 3 Pfeilern ruhende gewölbte Vorhalle aufgebaut. Neben der Vorhalle ist ein in die Außenmauer eingelegtes Madonnenmosaik aus dem 19. Jahrhundert. Auf die Heirat von Hans Adolf zu Eltz mit Katharine von Brandscheid zu Rodendorf im Jahre 1563 geht der Name Eltz-Rodendorf zurück. Außerdem erwarb er durch die Heirat die Herrschaft Rodendorf im Lothringer Amt Bouzoville.
In dieser Zeit wurden die Kempenicher Häuser errichtet. Durch ihre architektonische Komposition und ihr schön gegliedertes Fachwerk runden sie den malerischen Gesamteindruck des Innenhofes ab. Unter dem mächtigen Treppenturm wurde ein Brunnen erbaut, der der Wasserversorgung der gesamten Burg diente.
Die Bauarbeiten wurden durch Hans Jakob zu Eltz und dessen Ehefrau Anna Elisabeth von Metzenhausen verstärkt betrieben und zu Ende gebracht.
Hans Jakob zu Eltz wurde am 15.Juli 1624 mit dem Amt des Erbmarschalls betraut. Ihm stand der Oberbefehl und die Führung der Trierer Ritterschaft zu.
In dieser Zeit erreichten die Eltzer im Kurstaat Mainz ihren größten Einfluss. Der 1665 geborene Philipp Karl von Eltz trat 1686 in das deutsch-ungarische Kolleg in Rom ein. Nach dem Tod des Mainzer Kurfürsten wurde Philipp Karl zu dessen Nachfolger gewählt. Er war damit geistlicher Führer und mächtigster Kirchenfürst nördlich der Alpen.
Im Pfälzer Erbfolgekrieg von 1688 bis 1689 wurde ein Großteil der rheinischen Burgen zerstört. Da Hans Anton zu Eltz-Üttingen ein ranghoher Offizier im französischen Heer war, konnte er die Burg Eltz vor der Zerstörung bewahren.
Graf Hugo Philipp zu Eltz wurde während der französischen Herrschaft am Rhein von 1794 - 1815 als Emigrant behandelt. Seine Besitztümer am Rhein und in der Nähe von Trier wurden eingezogen. Die Burg Eltz und die dazugehörigen Güter waren der Kommandantur in Koblenz unterstellt. Als sich später herausstellte, das Graf Hugo Philipp nicht emigriert, sondern in Mainz geblieben war, kam er 1797 wieder zur Nutznießung seiner Güter und Renten. Er wurde 1815 durch den Kauf des Rübenacher Hauses und des Grundbesitzes der Freiherren von Eltz-Rübenach alleiniger Besitzer der Burg.
Seit nunmehr 800 Jahren befindet sich die Burg im Besitz der Familie Eltz. Der jetzige Eigentümer der Burg, Dr. Karl Graf und Edler Herr von und zu Eltz-Kempenich genannt Faust von Stromberg, lebt in Frankfurt am Main und im Eltzer Hof zu Eltville am Rhein. Er hat die Aufgabe übernommen, die Burg für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten, ihre Substanz zu sichern und die Burg an die 34. Generation weiterzugeben.
Ein kleiner Teil der Burg kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Diese dauert durchschnittlich etwas über vierzig Minuten und wird zwischen dem 1.April und dem 1.November täglich je nach Publikumsverkehr, mindestens jedoch alle 10-15 Minuten angeboten. Sehenswert ist auch die "Schatzkammer" in den Kellergewölben des Rübenacher Hauses. In der Schatzkammer ist eine außergewöhnliche Kunstsammlung mit über 500 Exponaten aus dem 12. - 19. Jahrhundert ausgestellt. Neben Meisterwerken der Gold-und Silberschmiedekunst werden auch verschiedene Kuriositäten wie z.B. der "Dukatenscheißer" oder das "Ungeheuer" gezeigt.
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