Burg-Drachenfels_7550_b.jpg Die Ruine Drachenfels ist der Überrest einer Felsenburg auf dem gleichnamigen 150 m langen Felsen, der 368 m über NN nahe dem Dorf Busenberg (Pfalz) im Wasgau, dem Südteil des Pfälzer Waldes, liegt.
Die höchste Spitze der Ruine wird wegen ihres Aussehens „Backenzahn“ genannt. Sie diente früher als Bergfried.
1510 erlangte auch Reichsritter Franz von Sickingen einen Ganerbenanteil. Deswegen wurde die Burg am 10. Mai 1523 nach Sickingens Niederlage gegen die verbündeten Heere dreier Reichsfürsten von den Siegern endgültig zerstört, obwohl der Burgvogt, der mit acht Knechten allein anwesend war, sie angesichts der gewaltigen Übermacht kampflos übergeben hatte.
Was die beiden Schleifungen der Burg noch übrig gelassen hatten, wurde durch Missbrauch der Ruine als Steinbruch weiter zerstört. Nicht einmal die Erben der ehemaligen Haupteigentümer bemühten sich um Erhaltung: Ein Nachkomme, Freiherr Franz Christoph Eckbrecht von Dürkheim, errichtete 1778 mit Steinen vom Drachenfels mitten im Dorf Busenberg ein Landhaus, das heute noch „Schlösschen“ genannt wird.
In der Nähe des Drachenfels gibt es weitere geschichtsträchtige Burgen: Der Berwartstein liegt nur 3 km südöstlich, Lindelbrunn 6 km nordöstlich, und die vierfache Burgengruppe an der deutsch-französischen Grenze mit Wegelnburg (deutsch) sowie Hohenbourg, Löwenstein und Fleckenstein (alle auf französischer Seite) im Südwesten ist 10 km entfernt.
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