Die Burg Berge in Odenthal-Altenberg war der erste befestigte Stammsitz des Adelsgeschlechts der Grafen (später Herzöge) von Berg. Die Überreste auf einem steil abfallenden Berghügel am Dhünnufer sind heute als Bodendenkmal geschützt.
Graf Adolf II. begann am Ort der zuvor teilweise abgebrochenen Burg in Übereinstimmung mit seinem frommen Bruder Eberhard schon im gleichem Jahr mit dem Bau des "Klosters zum alten Berge" (in anderen Quellen: "Monasterium Sanctae Mariae de Berge") für eine Delegation von zwölf Mönchen aus dem Zisterzienserkloster Morimond in Brabant-Burgund. Bis zur geplanten Fertigstellung residierten diese unter Führung des Abtes Berno in den Resten der alten Stammburg.
Kurze Zeit darauf wurde aber der Klosterbau gestoppt und in das Tal verlegt. Der Grund waren die besseren Voraussetzungen am Fluss Dhünn für die Einhaltung der zisterziensischen Bau- und Lebensvorschriften. 1145 wurde der neue Bau, für den Material aus der alten Feste gebrochen wurde, schließlich fertiggestellt.
1981 fand eine archäologische Untersuchung des Geländes statt, die einige interessante Fundstücke zu Tage förderte. Gesichert werden konnten unter anderem ein Spielwürfel aus Tierknochen, ein Spielstein aus Bein, ein vergoldeter zweiteiliger Anhänger (möglicherweise von einem Pferdegeschirr) und ein paar Münzen.
Es sind heute nur noch wenige Reste der Burg erhalten, die kaum sichtbar und zugewachsen sind. Dabei handelt es sich um alte Bruchsteinmauern, die den Sockel des Hauptwohngebäudes einfassten.
Burg in Nordrhein-Westfalen | Geschichte im Oberbergischen Land | Herzogtum Berg
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