Vor dem Erfolg des Fernsehens waren Bunte Abende beliebte Radioübertragungen, in denen sowohl Show- als auch Quizsendungen gesendet wurden. Die ersten Nachkriegs-Show-/Quizmaster, Peter Frankenfeld mit 1:0 für Sie (1954) und Hans Rosenthal mit Allein gegen Alle, begründeten mit diesen Sendungen ihre späteren Fernseherfolge.
In den 1950er-Jahren wurden Bunte Abende auch veranstaltet von Firmen für ihre Mitarbeiter und in Varietéhäusern. In diesen Veranstaltungen wurden unterschiedliche künstlerische Darbietungen präsentiert, von Gesangsnummern über Zauberkünststücke bis hin zu artistischen Kunststücken.
Ein Bunter Abend ist aber auch eine Form des geselligen Zusammenseins, die häufig von Chören und anderen musikalischen Gruppierungen in Anspruch genommen wird, um Probenwochenenden kreativ zu gestalten. Gerade in Süddeutschland findet diese Alternative zu veralteten, althergebrachten und langweiligen Strukturen immer größere Beachtung.
Ein Bunter Abend erfordert die Mitwirkung und Vorbereitung aller Beteiligten. Beliebt sind Beiträge wie Scharaden, schmutzige Witze, Sketche, musikalische (insbesondere a cappella) oder poetische Darbietungen oder sonstige Formen von Gesellschaftsspielen. Eine gewissenhafte Vorbereitung kann hilfreich sein, allerdings können Beiträge auch vor Ort spontan geplant und realisiert werden.
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