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Bunker (engl. für bombensicherer Unterstand) werden vom Militär gebaut, um die eigenen Stellungen zu festigen und einen Angriff des Gegners zu erschweren. Sie können als Verteidigungsanlage, Unterstand für Kriegsgerät (U-Boot, Flugzeug) oder als Kommandozentrale dienen. Bunker sind aus Beton und Stahl erbaut. Sie sind so konstruiert, dass ein Eindringen schwer möglich, aber die Verteidigung einfach ist. Viele Bunker sind auch so gebaut (Kegelform), dass Bomben aus der Luft an ihnen abgleiten und so kein Volltreffer möglich ist.

Typen


Große Bunkerprojekte werden meist zur Verteidigung eines Landes gebaut. Im Deutschen Reich wurden der Ost- und der Westwall errichtet. Die Schweiz ist heute eines der Länder mit sehr vielen Bunkern in den Alpen, die für den Verteidigungsfall und Zivilschutz gedacht sind.

Der Philosoph Paul Virilio erforschte Bunker und Befestigungsanlagen auf ihre Wirkung und Funktion hin (Bunkerarchäologie).

In Albanien ließ Enver Hoxha ca. 600.000 Bunker an strategisch wichtigen Punkten bauen, um die Unabhängigkeit zu sichern, wofür gezielt die Betonindustrie angekurbelt und teurer Spezialstahl importiert wurden. Die gesamte Küste ist mit größeren Bunkern für Geschütze und kleineren für Personen durchzogen worden. Durch die massive Bauweise wäre eine Beseitigung sehr kostenintensiv, deshalb lässt man sie noch heute stehen.

Atomschutzbunker sollen auch das Überleben bei einem atomaren Angriff ermöglichen. Größere Bunker sind durch eine eigene Strom- und Wasserversorgung autark. Sie besitzen große Vorräte an Lebensmitteln, so dass sie auch im Belagerungsfall längere Versorgungsengpässe überbrücken können. Neuerdings wurden Bunker brechende Bomben ("Bunker-Buster-Bomben") mit einem Gewicht von mehr als 2.100 Kilogramm entwickelt, um auch unterirdische Bunker zu zerstören.

In Emden, wo vor dem Zweiten Weltkrieg (und teils noch während des Krieges) eine größere Anzahl an Bunkern erbaut wurde, gibt es heute ein Bunkermuseum (s. Weblink), das in einem der vielen erhaltenen Bunker in der Seehafenstadt untergebracht ist.

Leo Winkel entwarf in den 1930er Jahren die nach ihm benannten Luftschutztürme der Bauart Winkel. Hochbunker_von_Trier.jpg]] Humboldthain.jpgAnfang der 40er Jahre entwickelte man in Deutschland Flakturmanlagen, die aus einem Leitturm und einem Gefechtsturm bestanden. Darunter befanden sich Bunkeranlagen für die Zivilbevölkerung. Solch ein Gefechtsturm mit Bunkeranlage dient im Volkspark Humboldthain (Berlin) heute als Aussichtsplattform.

Nichtmilitärische Bunkerbauten


Bunker im oben beschriebenen Sinne als massive explosionsgeschützte Bauwerke werden auch für nicht rein militärische Anwendungen errichtet, zum Beispiel für Sprengversuche, als Kontrollstand für den Start von Raketen (Kontrollbunker) und als Kontrollstand oder Ausführungsort für technische Versuche mit hohem Destruktionspotential. Auch die Sicherheitsbehälter von Kernkraftwerken stellen Bunkerbauten dar. Bunkerbauten werden generell für Bauten errichtet, in denen hochradioaktive Stoffe gelagert und verarbeitet werden.

Siehe auch


Literatur


  • Silke Wenk, Erinnerungsorte aus Beton. Bunker in Städten und Landschaften, ISBN 3-86153-254-9
  • Michael Foedrowitz, Bunkerwelten. Luftschutzanlagen in Norddeutschland, ISBN 3-89555-062-0
  • Markus Titsch: Bunker in Wilhelmshaven, Brune Mettcker Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 3-930510-29-4
  • Sönke Neitzel: Die deutschen Ubootbunker und Bunkerwerften, Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-76375-823-2

Weblinks


Befestigungsanlage

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