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Länge: ca. 160 km
Bundesländer: Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Verlaufsrichtung: Nord-Süd (Bassum-Minden)
bzw. Nordost-Südwest (Minden-Lünen)
B61-verlauf.png

Die Bundesstraße 61 (B 61) ist eine Nord-Süd-Verbindung vom Raum Bremen in das Ruhrgebiet.

Die Straße beginnt in Bassum und führt über Sulingen nach Nordrhein-Westfalen. Im Grenzbereich wurde sie mehrmals verlegt und neu gebaut, so dass einige Städte und Dörfer umfahren werden können.

Auf Höhe des westfälischen Petershagen kreuzt die L 770 mit ihrer Weserbrücke die B 61 und verbindet sie mit der Bundesstraße 482 auf der Ostseite der Weser. Diese Verbindung ist sehr wichtig für den Güterverkehr, da die B 482 direkt zur A 2 führt.

Folgt man weiter der B 61 erreicht man 15 km südlich von Petershagen Minden, das man komplett durchfahren muss (daher ist die B 482 für den Fernverkehr geeigneter). Hinter Minden erreicht man durch den 2002 neu gebauten Weserauentunnel die Porta Westfalica. Hier liegt die B 61 unmittelbar neben der B 482, nur nach wie vor auf unterschiedlichen Ufern der Weser. Die Brücke an dieser Stelle wurde kurz vor dem Tunnelbau erneuert.

Im Stadtgebiet von Bad Oeynhausen stellt die B 61 die Hauptverbindung zwischen der A 30, die derzeit noch westlich und östlich Bad Oeynhausens in Löhne bzw. Rehme endet, dar. Obwohl die B 61 hier vierspurig ist, herrscht hier aufgrund der Ampeln und der hohen Verkehrszahlen, die von der Bedeutungszunahme der Ost-West-Verbindungen nach der Wiedervereinigung Deutschlands herrühren, regelmäßig das Verkehrschaos. Die durchschnittliche Belastung liegt bei etwa 50.000 KFz pro Werktag.

Nach rund 500 Metern Unterbrechung durch die A 30 im Bereich Löhne wird die B 61 über das Dreieck Löhne nach Süden in Richtung Herford weitergeführt. Auf einer Länge von ca. 2,5 bis 3 km hat die B 61 sogar Autobahnquerschnitt, da auf dieser Trasse einmal eine von Gießen nach Bremen verlaufende Fortführung der A 5 geplant war.

In Herford trifft die B 61 im Verlauf der Ortsumgehung Herford auf die B 239 Richtung Lübbecke im Norden und Detmold im Süden. Gemeinsam verlaufen diese Straßen auf einer Länge von ca 3,5 km, teils im Autobahnquerschnitt. Während die B 239 bis ca. 2008 bis zur A 2 an der AS Herford/Bad Salzuflen vierspurig und kreuzungsfrei, allerdings ohne Standstreifen, ausgebaut wird, ist die B 61 ab dem Herforder Südwesten, wo sie die B 239 verlässt und Richtung Bielefeld weiterführt, wieder normal trassiert.

Auch im Bereich zwischen Bielefeld und Herford bestanden allerdings Pläne, die B 61 im Autobahnquerschnitt neu zu errichten. Da diese Planungen nicht mehr verfolgt werden, soll die B 61 langfristig stellenweise verbreitert werden. Im Bielefelder Stadtteil Milse befindet sich, allerdings eher aus Bielefeld kommend, ein weiteres Nadelöhr entlang der B 61, das man durch diesen maßvollen Ausbau in den Griff zu bekommen hofft. Von dort an, wo die B 61 die Ortsdurchfahrt durch Bielefeld beginnt, ist sie bereits vierspurig ausgebaut und den Verkehrsmengen weitgehend gewachsen. Im Innenstadtbereich, ca. 5 km weiter, führt die B 61 zunächst durch den 535 Meter langen Ostwestfalentunnel, der eine Vorleistung für die geplante, aber nicht ganz unumstrittene Ersatzbundesstraße 66 darstellt, um dann über die Stadtautobahn Ostwestfalendamm in den Bielefelder Süden zu führen, wo er möglichst bald mit der in diesem Bereich noch zu bauenden A 33, welche auf regionaler Ebene Paderborn und Osnabrück verbinden und die z. T. sehr belastete B 68 ersetzen soll, ein Autobahnkreuz bilden wird. Jenseits der A 33 bestehen Planungen, die B 61 als dreispurige Ortsumgehung für den Bielefelder Stadtteil Ummeln bis zur bestehenden B 61 zu bauen.

Im Bereich Herford und Bielefeld sind die wechselnden Querschnitte und zum Teil noch vorhandenen Planungen auf eine in den 60er und 70er Jahren geplante A 47 zurückzuführen.

Von Ummeln aus führt die B 61 dann über Brackwede, an den Gütersloher Ortsteilen Isselhorst und Avenwedde-Bahnhof vorbei nach Gütersloh. Ab der Ortseinfahrt Gütersloh wird die Bundesstraße vierspurig und erfüllt den Zweck eines Stadrings. Leider ist die B 61 im Stadbereich nicht Kreuzungsfrei, allerdings sind die Ampelanlagen aufeinander abgestimmt, so dass man bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h (erlaubt sind im Stadbereich 70 km/h)auf einer Grünen Welle durch die Stadt fährt. Ab dem Industriegebiet Süd führt die B 61 dann wieder zweispurig über den Ortsteil Kattenstroth nach Rheda-Wiedebrück.

Die B 61 führt noch über Rheda-Wiedenbrück (wo sich, allerdings entlang der B 55, weitere Vorleistungen für die A 47 befinden), Beckum, Hamm, Kamen, Bergkamen noch bis nach Lünen.

Geschichte


Die Strecke zwischen Minden und Herford wurde bereits 1800 als Teil der preußischen Fernstraße von Minden nach Koblenz gebaut. Im Jahre 1828 war die Fortsetzung dieser Straße über Bielefeld, Gütersloh und Wiedenbrück bis Lippstadt fertiggestellt, wo sie in die Bundesstraße 1 mündete. Bei der 1932 eingeführten Nummerierung des Straßennetzes wurde jedoch die später gebaute Straße über Hamm nach Unna als Linienführung der Reichsstraße 61 gewählt. Dieser Streckenabschnitt wurde erst 1845 fertiggestellt.

Siehe auch


Liste der Bundesstraßen in Deutschland

Bundesstraße

 

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