| Bundesländer: | Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg | |
| Verlaufsrichtung: | Nord-Ost | |
| Schleswig-Holstein | ||
|---|---|---|
| Hamburg | ||
| Schleswig-Holstein | ||
| Mecklenburg-Vorpommern | ||
| Brandenburg | ||
| Berlin | ||
| Brandenburg | ||
Die Bundesstraße 5 (Abkürzung: B 5) durchquert Deutschland von der dänischen bis zur polnischen Grenze.
Die Strecke zwischen Berlin und Frankfurt/Oder wurde bereits 1803 fertiggestellt, die weitere Strecke zwischen Frankfurt/Oder und Breslau wurde zwischen 1817 und 1819 erbaut. Im Jahre 1824 war der Straßenbau zwischen Breslau und Gleiwitz vollendet. Der Abschnitt zwischen Berlin und Hamburg wurde zwischen 1827 und 1830 gebaut und war die erste Kunststraße im damaligen Großherzogtum Mecklenburg. Die Teilstrecken nordwestlich von Hamburg wurden erst in den 1850er Jahren erbaut. Im Jahre 1858 war der Straßenbau von Itzehoe bis Bredstedt fertiggestellt, diese Straßen dienten jedoch in erster Linie als Zubringer zu den Eisenbahn-Stationen Husum, Itzehoe und Tönning.
In den frühen 30er Jahren verlief die Reichsstraße 5 nördlich an Berlin vorbei; den Anschluss von Berlin nach Nordwesten bildete die Reichsstraße 103, von Müncheberg (Mark) nach Frankfurt (Oder) die Reichsstraße 167. Ende der 30er Jahre tauschte man die Verläufe, so dass die Reichsstraße 5 nun durch Berlin führte; dabei von Müncheberg (Mark) bis Berlin parallel mit der Reichsstraße 1 und von Berlin bis westlich von Spandau mit der Reichsstraße 2. Den östlichen und nördlichen Abschnitt um Berlin herum bezeichnete man nun als Reichsstraße 167.
Besondere Bedeutung hatte die Bundesstraße 5 in der Zeit zwischen 1949 und dem 21. Dezember 1987, als sie die Funktion einer Transitstrecke übernahm und somit eine Verbindung zwischen West-Berlin und Westdeutschland durch die Deutsche Demokratische Republik darstellte. Während üblicherweise Autobahnen als Transitstrecken genutzt wurden, war die Bundesstraße 5 die einzige Landstraße und konnte somit auch mit dem Fahrrad befahren werden. Grenzübergänge waren dabei die Heerstraße in Berlin-Staaken, in Schleswig-Holstein Lauenburg/Horst. Alleinige Transit-Raststätte mit einer Intershop-Filiale war Quitzow. Da die Straße auch durch Städte und Gemeinden führte und somit aus Sicht der DDR stets die Gefahr zur Kontaktaufnahme zwischen DDR-Bürgern und Transitreisenden bestand, war man Ende der 1970er Jahre bestrebt, den Verkehr über eine Autobahn zu leiten. Weil dies letztlich auch eine Verkürzung der Reisezeit bedeutete und daher auch ein Interesse aus Sicht der Bundesrepublik bestand, nahm man entsprechende Verhandlungen auf. Ab 1982 wurden dann einzelne Teilabschnitte der heutigen A 24 in Betrieb genommen, der Verkehr der Transitstrecke Berlin-Hamburg erfolgte somit nicht mehr vollständig über die Bundesstraße 5.
Seit den 1970er Jahren zeichnete sich eine verstärkte Änderung der Routenführung der Bundesstraße 5 ab. Vielerorts wurden Umgehungsstraßen gebaut, um den Verkehr aus den Städten, durch die die Bundesstraße 5 bislang führte, fernhalten zu können. In Schleswig-Holstein nahm die Verkehrsdichte zu, nachdem man die Bundesautobahn 23 zwischen Hamburg und Heide (Holstein) in Betrieb nahm. So wählen seit dem viele Verkehrsteilnehmer inzwischen diese an der Westküste verlaufende Strecke anstatt der Bundesautobahn 7, um in den Norden Deutschlands reisen zu können. Die Bundesstraße 5, die den weiteren Verlauf der Bundesautobahn 23 darstellt, soll daher, so die derzeitigen Planungen, in naher Zukunft weiter ausgebaut werden.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Siehe auch: Liste der Bundesstraßen in Deutschland
Bundesstraße | Verkehr (Schleswig-Holstein) | Verkehr (Mecklenburg-Vorpommern) | Verkehr (Hamburg)
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