Die
Bundesstraße 158 (Abkürzung:
B 158) ist eine
Bundesstraße in
Berlin und
Brandenburg. Sie führt von der
B 1/
B 5 in
Berlin-Friedrichsfelde über
Ahrensfelde,
Werneuchen durch den
Barnim über
Bad Freienwalde nach
Angermünde. Bei
Altglietzen zweigt die 5 km lange
B 158a ab, die zum Grenzübergang
Hohenwutzen nach
Polen führt.
Geschichte
Ursprung
Die heutige Bundesstraße 158 wurde als eine der ersten
Chausseen in der
Provinz Brandenburg zu Beginn des
19. Jahrhunderts erbaut. Die Kunststraße von Berlin nach Werneuchen wurde 1806 vollendet, deren Fortsetzung nach
Bad Freienwalde wurde 1816 durch französische Kriegsgefangene fertig gestellt.
Im Jahre 1903 wurde die Saldernbrücke, die bei Hohenwutzen die Oder überquerte, erbaut. Sie ersetzte eine Kettenfähre und wurde zwischen 1930 und 1945 auch von der Kleinbahn Angermünde-Zehden benutzt, bevor sie in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde.
Frühere Strecken und Bezeichnungen
Bei der zweiten Nummerierung um
1937 wurden die Nummern 158 bis 165 für die
Reichsstraßen in Hinterpommern vergeben. Die
Reichsstraße 158 war eine der längsten Reichsstraßen im Nordosten Deutschlands und führte von
Berlin-Weißensee bis nach
Lauenburg in
Hinterpommern. Der Straßenzustand zwischen Berlin und Bad Freienwalde wurde 1938 als gut bezeichnet, während die östlichen Straßenabschnitte als mittelmäßig klassifiziert wurden.
In der DDR endete die Fernverkehrsstraße 158 in Hohenwutzen und trug die Bezeichnung F 158. In den 1990er Jahren wurde der Beginn der nun Bundesstraße 158 genannten Straße von Bundesstraße 2 in Berlin-Weißensee an die B 1/B 5 in Berlin-Marzahn verlegt, um die Verkehrsströme über weniger besiedelte Straßen zu führen.
Ersetzungen
Die Oderbrücke bei Hohenwutzen wurde im April
1945 beim Rückzug der Deutschen Wehrmacht gesprengt. In den Jahren 1952 bis 1957 wurde eine neue Oderbrücke gebaut, die erst
1993 für den deutsch-polnischen Grenzverkehr geöffnet wurde.
Verlauf
Von Berlin kommend kreuzt die B 158 in
Ahrensfelde den
Berliner Ring (
A 10, (Anschlussstelle 2
Berlin-Hohenschönhausen). Hinter Ahrensfelde und Werneuchen als Gemeinden des
engeren Verflechtungsraums wird die alte
Freienwalder Chaussee zu einer der landschaftlich schönsten alten Chausseen Brandenburgs. Sie verläuft hier parallel zur
Regionalbahnlinie von
Berlin-Lichtenberg nach
Tiefensee. Dort erreicht sie den Forst
Prötzel, eines der größten und abwechslungreichsten geschlossenen Brandenburger Waldgebiete, ein Kernstück
Oberbarnims. Rechts der Straße liegt der auch von
Theodor Fontane beschriebene
Gamengrund, eine markante eiszeitliche Rinne, die als
Geotop das Plateau des Barnim in Nord-Süd-Richtung mit einer langen Kette schmaler
Rinnenseen durchschneidet. Dazu gehören der
Gamensee bei
Tiefensee und nördlich davon der
Mittelsee. Am Ende des Mittelsees quert die Straße bei
Leuenberg den Gamengrund in Ost-West-Richtung und erreicht dann durch den Freienwalder Forst die Stadt Bad Freienwalde. Hier kreuzt sie die
Bundesstraße 167. Von Bad Freienwalde aus führt die B 158 in nordöstlicher Richtung weiter in Richtung Hohenwutzen. Durch Aufstufung einer vorhandenen Landesstrasse wurde der Verlauf der B 158 hier im Jahr 2005 verändert. Nach der Ortschaft Schiffmühle wendet sich die B 158 nach Norden, um über
Oderberg und
Parstein nach Angermünde zu führen. Hier endet sie an der Kreuzung mit der B 2 und der
B 198. Das Stück bis zum Grenzübergang Hohenwutzen trägt seitdem die Bezeichnung B 158a.
Tourismus
Zwischen Bad Freienwalde und Angermünde ist die B 158 Teil der
Märkischen Eiszeitstraße.
Weblinks
Landschaftlich reizvolle Strecken
Von nördlich Werneuchen bis Bad Freienwalde durch die bewaldete, eiszeitliche Landschaft des Gamengrund.
Siehe auch: Liste der Bundesstraßen in Deutschland
Bundesstraße
Verkehr (Brandenburg)
Verkehr (Berlin)