Das Bundespräsidialamt ist die Behörde des deutschen Bundespräsidenten und ist eine der „obersten Bundesbehörden“.
Zu den Aufgaben des Bundespräsidialamtes gehört die Beratung des Bundespräsidenten in seiner Amtsführung, die Information des Bundespräsidenten über politische Geschehnisse, die Vorbereitung der Entscheidungen des Bundespräsidenten sowie die Ausführung seiner Aufträge.
Das Amt ist in drei Abteilungen aufgegliedert (Zentralangelegenheiten, Inland, Ausland), die wiederum in Referate aufgeteilt sind.
Ferner steht dem Bundespräsident ein persönliches Büro zur Seite. Der Sprecher des Bundespräsidenten und der Verbindungsoffizier des Verteidigungsministeriums haben wichtige Ämter.
Im Bundespräsidialamt sind über 150 Menschen beschäftigt.
Auch die Sekretariate der Altbundespräsidenten Scheel, von Weizsäcker und Herzog sind Teil des Bundespräsidialamtes.
Der Chef des Bundespräsidialamtes ist ein beamteter Staatssekretär(seit 1953). Er ist der protokollarisch ranghöchste Beamte des Landes und nimmt an den Sitzungen der Bundesregierung und des Bundessicherheitsrates teil.
| Chef des Bundespräsidialamtes | ||
| Name | Lebensdaten | Amtszeit |
|---|---|---|
| Manfred Klaiber | 1903 - 1981 | 1949 - 1957 |
| Karl Theodor Bleek | 1898 - 1969 | 1957 - 1961 |
| Hans Herwarth von Bittenfeld | 1904 - 1999 | 1961 - 1965 |
| Hans Berger | 1909 - 1985 | 1965 - 1969 |
| Dietrich Spangenberg | 1922 - 1990 | 1969 - 1974 |
| Paul Frank | *1918 | 1974 - 1979 |
| Hans Neusel | *1927 | 1979 - 1984 |
| Klaus Blech | *1928 | 1984 - 1989 |
| Andreas Meyer-Landrut | *1929 | 1989 - 1994 |
| Wilhelm Staudacher | *1945 | 1994 - 1999 |
| Rüdiger Frohn | *1950 | 1999 - 2004 |
| Michael Jansen | *1941 | 2004 - 2006 |
| Gert Haller | *1944 | 2006 - |
Das Amtsgebäude des Bundespräsidialamtes befindet sich am Rande des Tiergartens in Berlin neben dem Schloss Bellevue und wird im Berliner Volksmund Präsidentenei genannt. Es wurde von 1996 bis 1998 nach Plänen der Architekten Martin Gruber (* 1963) und Helmut Kleine-Kraneburg (* 1961) errichtet, und besteht aus einem viergeschossigen elliptischen Büroring mit einer polierten schwarzen Steinfassade mit bündig eingelassenen Fenstern. Der Ring umschließt einen im umschlossenen Raum freistehenden Quader, der um etwa eine Etage höher ist. Die Innenwand des Rings ist hochgezogen und schließt bündig mit dem Quader ab, so dass auf dem Dach eine erhabene innere Ellipse erkennbar ist. Der Raum zwischen Ring und Quader wird durch ein Glasdach geschlossen. Auf dem Dach über dem elliptischen Ring ist eine Fotovoltaikanlage installiert (siehe Foto).
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