Die Bundesbezirksgerichte der Vereinigten Staaten (amtl. United States Federal District Courts) sind im Bundesgerichtssystem der Vereinigten Staaten die Gerichte erster Instanz mit allgemeiner Gerichtsbarkeit. Das Gericht hört sowohl Zivil- als auch Strafsachen und kann nach amerikanischen Bundesrecht sowohl entsprechend dem Common Law und der Billigkeit (equity) Entscheidungen treffen. Jedes Bundesbezirksgericht haust auch ein beigeordnetes Insolvenzgericht. Jeder Bundesgerichtsbezirk hat mindestens ein, wenn nicht mehrere Gerichtsgebäude. Der formelle Name eines Bundesbezirksgerichts ist zum Beispiel United States District Court for the Southern District of New York.
Jeder Bundesstaat, der Regierungsbezirk und Puerto Rico hat mindestens einen Bundesgerichtsbezirk. Die Außengebiete der Vereinigten Staaten mit der Ausnahme von Puerto Rico haben keine Bundesgerichtsbezirke und entsprechend auch keine Bundesbezirksgerichte. In diesen Gebieten gibt es allerdings lokale Gerichte, die ähnlich einem Bezirksgericht operieren.
Gemäß dem dritten Verfassungsartikel sind alle Ernennungen auf Lebenszeit und können nur abgesetzt werden, wenn sie den Standard des "guten Verhaltens" (good behavior) verletzen. Dazu muss die Methode des Impeachments benutzt werden, also einer Anklage durch das Repräsentantenhaus und einer Amtsenthebung durch Zweidrittelmehrheit im Senat. Andernfalls hat ein Richter das Recht, das Amt bis zu seinem Tode oder Rücktritt auszuführen, selbst wenn er zum Beispiel in einem Strafverfahren von einer Jury schuldig gesprochen wird. In der Geschichte der Vereinigten Staaten gab es nur zwölf Richter, die vom Repräsentantenhaus angeklagt werden und only sieben wurden vom Senat des Amtes enthoben.
Richter, die das 65. Lebensjahr erreichen or eine Behinderung erleiden, können freiwillig in den Ruhestand gehen oder den "senior status" annehmen und weiterarbeiten. Solche "senior"-Richter werden nicht mehr in der gesamten Anzahl der Richter am Bezirksgericht gezählt und verrichten nur Aufgaben, die an sie vom örtlichen Obersten Richter übertragen wurde. Allerdings behalten sie ihr Büro (chambers) und ihr Personal, und viele arbeiten weitherhin als Vollzeitkräfte. Bundesrichter werden schriftlich als The Honorable Jane Doe (etwa Die Ehrenwerte Jane Doe) oder Hon. John Doe, wörtlich als Richter oder Richter Doe und im Gerichtssaal als Your Honor angesprochen.
Entsprechend kann nicht jede Klage in einem Bundesgericht eingereicht werden. Diese Beschränkungen stellen eine Ausprägung des Föderalismus in den Vereinigten Staaten dar.
Bundesbezirksgerichte entscheiden oft über Fälle, die dem Recht eines Bundesstaates (Landesrecht) unterliegen. Dies rührt manchmal daher, dass nur Rechtsfragen nach Landesrecht gestellt werden und dass Diversity of Citizenship die einzige Basis dafür is, dass der Fall überhaupt im Bundesgericht verhandelt wird. In anderen Umständen wird Landesrecht angewendet obwohl konkurrierend auch Bundesrecht zur Verfügung steht, die Parteien bei ihren Argumenten sich allerdings nur auf Landesrecht bezogen haben. Dabei hat der Oberste Gerichtshof auch festgestellt, dass Bundesgerichte idas Recht des Bundesstaates, in dem sie sich befinden, anwenden müssen, sofern sich die Klage auf Landesrecht beruft. Es ist ihnen also nicht möglich, neues Bundesrecht zu schaffen oder existierendes Bundesrecht anzuwenden.
Obwohl die meisten Zivilprozesse sowohl nach Bundesrecht oder nach Landesrecht geführt werden können, wodurch der Kläge die freie Wahl der Gerichtsbarkeit hat, gibt es einige Fachbereiche, die ausschließlich von Bundesgerichten verhandelt werden. Diese beinhalten insbesondere jegliche Fragen des geistigen Eigentums und solche, die im Zusammenhang mit internationalen Verträgen auftauchen. In einigen Situationen sind die Bundesgerichte aufgrund der Rechtsfragen selbst zuständig, der Klager aber immun von Klagen auf Bundesebene. Ein Beispiel dafür sind zum Beispiel Patentsverletzungen durch Bundesstaaten: die Gerichtsbarkeit über das Patentrecht liegt ausschließlich bei den Bundesgesetzen, allerdings bestimmt der 11. Zusatzartikel der Verfassung, dass Bundesstaaten nicht von ihren Bürgern in Bundesgerichten angeklagt werden können. Wenn ein Bundesstaate seine Immunität nicht freiwillig aufgibt, entsteht hier ein rechtsfreiher Raum, da es keine rechtliche Möglichkeit gibt, den Fall überhaupt irgendwo zu verhandeln. Der Oberste Gerichtshof erneuerte dieses Rechtsverständnis erst 1999 im Fall Florida Prepaid Postsecondary Education Expense Board v. College Savings Bank.
Bezirksgerichte haben auch begrenzte Zuständigkeiten als Berufungsgerichte, in denen sie Entscheidungen der Markenschutzgerichte und der Insolvenzgerichte überprüft werden können.
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