| Gesamtlänge | 3 km |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Ausbauzustand | 2-3 Fahrspuren |
| A562_Rheinaue.jpg | |
Im Bereich der Rheinbrücke, die etwa die Hälfte der Gesamtlänge der A 562 ausmacht, befinden sich beiderseits der Autobahn Fuß- und Radwege. Der Mittelstreifen wird dort von einer Stadtbahntrasse gebildet, die am linken Rheinufer auch eine Haltestelle (Rheinaue) inmitten der Autobahn hat.
Die A 562 war ursprünglich Bestandteil der aufgegebenen Planung der A 56, die von Selfkant an der niederländischen Grenze über Jülich, Düren und Euskirchen nach Bonn kommen sollte und in Richtung Waldbröl führte und damit eine südliche Umgehung des Kölner Rings herstellen sollte.
Als Rest dieser Planung war lange Zeit eine Verlängerung der A 562 nach Westen (Venusbergtunnel bis zur A 565) und nach Osten (Ennertaufstieg als dreispurige Bundesstraße B 56n bis zur A 3) als so genannte Südtangente vorgesehen. Dieses Projekt ist jedoch heftig umstritten, da viele Anwohner Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, Umweltzerstörungen und zusätzlichen induzierten Verkehr befürchten. Der Bau des Venusbergtunnels gilt inzwischen als überflüssig, als Alternative zum Ennertaufstieg (auch: Siebengebirgsentlastung) wird eine Verbesserung des bislang dünnen ÖPNV-Angebots vorgeschlagen. Die Befürworter argumentieren dagegen, die Maßnahme würde positive Einflüsse auf die Natur haben, da die immer weiter steigende Verschmutzung insbesondere des Siebengebirges (Aegidienberg, Ittenbach) stark zurückgehen würde und durch die zum Teil unterirdische Streckenführung (1100 m langer Ennerttunnel) des Ennertaufstiegs das Landschaftsbild nicht wesentlich verändert würde. Außerdem profitiere die ganze Wirtschaftsregion Bonn Rhein-Sieg davon, was sie durch ein Gutachten, das einen sehr hohen Kosten-Nutzen-Faktor voraussagt, bestätigt sehen. Mehrere Gutachten, unter anderem eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), haben sich gegen den Ennertaufstieg ausgesprochen.
Das Projekt wurde 2003 im Zuge der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans auf Initiative des Landes NRW aus dem Plan gestrichen. Als Begründung für die Herausnahme des Ennertaufstiegs wurde angegeben, dass er täglich nur von 4.000 Autos frequentiert würde und der Verkehr im Rhein-Sieg-Kreis allgemein viel mehr in Nord-Süd- als in Ost-West-Richtung verlaufen würde.
Eine Bürgerinitiative von Einwohnern aus Ittenbach und die Stadt Königswinter setzen sich weiterhin für eine nachträgliche Wiederaufnahme des ca. 60 Millionen Euro teuren Ennertaufstieges in den Bundesverkehrswegeplan ein. Nach der Herausnahme aus dem BVWP wurden sechs alternative Entlastungsmöglichkeiten geprüft, die realistischste davon ist danach eine Kombination aus zwei Maßnahmen, die unter anderem eine neue Straße von Oberkassel zur Anschlussstelle Siebengebirge und für die Entlastung der Landesstraße 331 einen Tunnel durch den Oelberg vorsehen.
Im linksrheinischen Teil markiert die A 562 die Grenze zwischen den früher selbständigen Städten Bonn und Bad Godesberg, da keine der beiden Städte die Autobahn auf ihren Gebiet haben wollte. Als 1972 die Südbrücke dem Verkehr übergeben wurde, war Bad Godesberg jedoch bereits eingemeindet. Somit führt die Autobahn nun mitten durch das Stadtgebiet. Für die linksrheinische Verlängerung der A 562 wurden jahrzehntelang Flächen zwischen den Stadtbezirken Bonn und Bad Godesberg freigehalten. Am 14. Juni 2006 beschloss der Bonner Stadtrat nunmehr eine Bebauung dieser Flächen, womit die die beiden ehemaligen Städte nun endgültig zusammenwachsen können. A56.png
Die Autobahn erschließt hauptsächlich das zur Zeit des Autobahnbaus neu gebildete Regierungsviertel (heute Bundesviertel) und den 1979 eingeweihten Freizeitpark Rheinaue für Pendler aus dem Rhein-Sieg-Kreis.
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"Bundesautobahn 562".
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