article



Kölner Ring

Kölner Ring





Gesamtlänge 515 km
Bundesländer Hessen
Nordrhein-Westfalen
Sachsen
Thüringen
Niederlande
nach Siegen
Zgorzelec (Polen)
Die Bundesautobahn 4 (Abkürzung: BAB 4) – Kurzform: Autobahn 4 (Abkürzung: A 4) – verläuft von der niederländischen Grenze bei Vetschau (nördlicher Stadtteil von Aachen) in Weiterführung der A 76 (NL) über Köln, Olpe, Bad Hersfeld, Eisenach, Erfurt, Weimar, Jena, Gera, Chemnitz, Dresden nach Görlitz und über die A 4 (Polen) weiter nach Zgorzelec (Polen). Bundesautobahn 4 map.png Die Autobahn ist fast im gesamten Verlauf Teil der Europastraße 40 (E 40). Der Abschnitt zwischen Aachen und Kreuztal ist 134 km lang, der Abschnitt zwischen Kirchheim und Görlitz 381 km.

Entwicklung


Der erste Spatenstich im Abschnitt Eschweiler-Weisweiler erfolgte am 22. März 1936 im Auftrag des „Unternehmens Reichsautobahn“. Durchgehend befahrbar war die Strecke Aachen-Köln erst ab Dezember 1960.

Von dem geplanten Lückenschluss zwischen Wenden und Kirchheim wird zur Zeit nur das Teilstück zwischen Wenden und Kreuztal realisiert. Ursprünglich war eine Linienführung über Hilchenbach, Erndtebrück, Bad Laasphe, Biedenkopf, Cölbe und Stadtallendorf geplant.

Die A 4 zwischen Bad Hersfeld und Eisenach war die letzte im Dritten Reich gebaute und halbwegs vollendete Autobahn (zwischen 1934 und 1937). Allerdings konnten seinerzeit manche Brücken wie die Talbrücke Wommen und die Weihetalbrücke Richelsdorf nicht fertig gestellt werden. Da sie zwischen Wommen und Eisenach mehrfach die einstige innerdeutsche Grenze querte, blieb sie in diesem Gebiet bis zur Grenzöffnung 1990 gesperrt und verfiel langsam. Die Sanierung und der dreispurige Ausbau zwischen Wommen und Herleshausen fanden 2005 statt. Der Ausbau zwischen Kirchheim und Wommen ist ab 2006 geplant.

Das Teilstück der A 4 zwischen den Anschlussstellen Bautzen-Ost (Burk) und dem seinerzeit vorläufigen Ende bei Weißenberg war von 1972 bis 1992 gesperrt. Es befand sich dort ein großer Getreidespeicher. Dies ist dadurch zu erklären, dass bis 1977 die kriegszerstörte Spreebrücke bei Bautzen nicht repariert und somit dieser Abschnitt für den Verkehr unattraktiv war.

Zwischen Düren und Kerpen wird die A 4 vermutlich ab 2007 auf einer Länge von ca. 18 Kilometern nach Süden verlegt, um dem Tagebau Hambach Platz zu schaffen.

Der Tunnel Königshainer Berge ist der zweitlängste Autobahntunnel in Deutschland.

Unfall auf der Wiehltalbrücke 2004


Die A 4 war nach einem Unfall auf der Wiehltalbrücke seit Ende August 2004 bis zum 7. Oktober zwischen den Anschlussstellen Engelskirchen und Gummersbach gesperrt. Ein mit 32.000 Liter Treibstoff beladener LKW wurde von einem PKW touchiert, dessen Fahrer durch Drogenkonsum in seiner Fahrfähigkeit eingeschränkt war. Nach Untersuchungen der Staatsanwaltschaft war der Wagen wegen zu geringer Profiltiefe an den Reifen verkehrsunsicher. Der LKW stürzte daraufhin die Wiehltalbrücke hinunter und geriet in Brand, wodurch die Brücken-Konstruktion erheblichen Schaden genommen hat. Bei dem Unfall starb der LKW-Fahrer; der Fahrer des PKW wurde in Untersuchungshaft genommen. Am 14. September 2005 wurde er zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Näheres unter *. Laut Bericht des TÜV ist die Brücke reparabel, sie muss nicht, wie anfangs befürchtet, abgerissen werden. Die Reparatur wird mehrere Monate dauern und nach Schätzungen etwa 32 Millionen Euro kosten. Damit hat sich hier der teuerste Unfall in der Geschichte der deutschen Autobahnen ereignet.

Die Brücke wurde am 7. Oktober 2004 wieder eingeschränkt für den Verkehr freigegeben, die ersten Notreparaturarbeiten kosteten etwa 2,5 Millionen Euro. Es gilt ein Tempolimit von 80 km/h auf der zweispurig befahrbaren Seite Richtung Westen, in östlicher Richtung ist eine Fahrbahn mit maximal 60 km/h befahrbar. Die Brücke wird mittels eines aufwändigen, in Deutschland erstmalig angewendeten Verfahrens saniert. Die eigentliche Sanierung mit Austausch eines Brückensegments binnen nur acht Wochen (und Sperrung) beginnt 2006.

Bautätigkeit


Aachen-Köln-West

Zur Zeit wird die A 4 vom Kreuz Aachen bis zum Kreuz Köln-West abschnittweise sechsspurig ausgebaut. Die Abschnitte Kreuz Aachen – Eschweiler, Weisweiler – Düren und Kreuz Kerpen – Kreuz Köln-West sind bereits fertiggestellt. Der Abschnitt Eschweiler – Weisweiler ist im Bau. Der noch fehlende Abschnitt Düren – Kreuz Kerpen wird aufgrund des Braunkohletagebaus Hambach komplett neu gebaut und ca. 1,5 km nach Süden verlegt. Der Baubeginn ist hier für 2007 geplant.

Olpe - Kreuztal-Krombach

Zur Zeit wird zwischen dem Autobahnkreuz Olpe-Süd und Kreuztal die A 4 neu gebaut. Dabei wird sie in Höhe des Kreuztaler Ortsteils Krombach in die B 54n übergehen. Geplanter Eröffnungstermin des neuen A 4 Teilstücks zwischen Olpe-Süd und Kreuztal-Krombach ("Krombacher Höhe") ist November 2006. Der weiterführende Streckenabschnitt von der "Krombacher Höhe" über Kreuztal nach Siegen als Fortsetzung der Hüttentalstraße (B 54n) ist am 23. Juni 2006 für den Verkehr freigegeben worden. Auf dem insgesamt rund zwölf Kilometer langen Abschnitt der beiden Straßen A 4/B 54n entstehen acht Talbrücken, zehn Über- und Unterführungen. Geplant ist, insgesamt 2 Mio. m³ Boden zu bewegen. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 130 Mio. €.

Jena

Derzeit (2006) wird die Autobahn bei Jena sechsspurig ausgebaut. Neben der bestehenden denkmalgeschützten Saaletalbrücke entstand eine Zweitbrücke. Im Bereich von Jena-Lobeda wird die Richtungsfahrbahn nach Dresden ebenfalls südlich neben der alten Autobahn gebaut und zwar 7 m tiefer. Zur Lärmminderung des Wohngebietes wird die Autobahn mit einer Lärmschutzeinhausung (Eintunnelung) versehen. Nach Fertigstellung der Fahrbahn wird die bestehende Autobahn gleichermaßen umgebaut. Die Stadtrodaer Straße (L 1077, vierspurige Stadtstraße von der Autobahn in das Zentrum von Jena), wird dann nicht mehr unter, sondern über die Autobahn hinweg führen.

Westlich von Jana soll die Autobahn zwischen Schorba oder Bucha und Jena-Göschwitz durch einen Tunnel umgeleitet werden, um das unter Naturschutz stehende Leutratal zu entlasten.

Hörselberge

Aufgrund des Platzmangels konnte der Autobahnabschnitt an den Hörselbergen bei Eisenach nicht dreispurig ausgebaut werden. Es war daher schon seit längerem eine Nordumgehung der Hörselberge geplant. Seit 2005 zeichnet sich ab, dass unter dem Titel A-Modell der Bau des Abschnitts unter privater Hand stattfinden wird. Somit würden Einnahmen der LKW-Maut an den privaten Betreiber fließen und eine Unterstützung des Baus von bis zu 50 % seitens des Bundes gestellt. Motorway A4 Germany Near Dresden.JPG]]

Siehe auch


Weblinks



Bundesautobahn | Verkehr (Nordrhein-Westfalen) | Verkehr (Hessen) | Verkehr (Thüringen) | Verkehr (Sachsen)

Bundesautobahn 4 | Bundesautobahn 4 | Autostrada A4 (Niemcy) | A4 (motorväg, Tyskland)

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Bundesautobahn 4".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld