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Nordteil

Südteil

Westteil

Ostteil

)

(im Tunnel)

Gesamtlänge 22 km
Bundesland Berlin
Lage_A100_Metropolregion_Berlin.png
Die Bundesautobahn 100 (Abkürzung: BAB 100) – Kurzform: Autobahn 100 (Abkürzung: A 100) – verläuft mitten in Berlin und verbindet in einem Südwestbogen die Bezirke Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln. Sie war ursprünglich als Ringautobahn konzipiert. Der Ring ist jedoch (noch) nicht geschlossen, was mit der Teilung der Stadt zu Mauerzeiten zu tun hat. Dennoch trägt sie den Beinamen Berliner Stadtring, der nicht zu verwechseln ist mit dem Berliner Ring (A 10).

Die Autobahn endet zur Zeit hinter dem Autobahndreieck Neukölln an der provisorischen Anschlussstelle Grenzallee. Der Weiterbau der A100 bis zur Frankfurter Allee ist geplant und soll bis 2015 realisiert werden. Ab dem Autobahndreieck Neukölln führt derzeit die Hauptrichtung als A113 weiter Richtung Dresden.

Der Abschnitt um das Dreieck Funkturm gilt mit einer Belastung von 216.000 Kraftfahrzeugen pro Tag (gezählt 1998) als die meistbefahrene Straße Deutschlands und eine der wichtigsten Europas.

Bauwerke


Die Rudolf-Wissell-Brücke wurde von 1958 bis 1961 errichtet. Sie überspannt über 930m in einem Bogen die Gleise der Berlin-Hamburger Bahn und die Spandauer Spree. Einige Aus-/Auffahrten des Autobahndreick Charlottenburg befinden sich auf der Brücke selbst.

Die Tunnelstrecke Sachsendamm zwischen Ausfahrt Innsbrucker Platz und Alboinstraße unterquert mehrere Eisenbahnlinien. Am Westende beginnt die Strecke mit dem Tunnel Innsbrucker Platz mit 260m Länge unter der Berlin-Potsdamer Eisenbahn. Direkt am Ausgang des Tunnels läuft die Strecke als untere Ebene des Kreuz Schöneberg weiter. Hinter dem Kreuz wird die Berlin-Dresdner Eisenbahn unterquert, was neben den Bahngleisen auch mehrere parallele Straßenbrücken beinhaltet. Der geläufige Name bezieht sich auf den parallel zur Strecke laufenden Sachsendamm, der jahrzehntelang als Teilstück benutzt werden musste, weil die Strecke unter einem Rangierwerk der Dresdner Eisenbahn durchführte, die Verhandlungen mit dem Eigner (mittelbar die DDR) jedoch ergebnislos blieben.

Der Tunnel Britz wurde im Juli 2000 eröffnet. In den alten Planungen sollte der Tunnel als Hochstrecke geführt werden. Bis zum Fall der Berliner Mauer wurde jedoch nicht an eine Ausführung gedacht. Aufgrund von Befürchtungen in der Bevölkerung, dass die Autobahn den Ortsteil Berlin-Britz (im engeren Sinne Neubritz) in zwei Teile spaltet, wurden die Planungen geändert, und der Ortsteil mit einem Tunnel von 1700m Länge unterquert. Innerhalb des Tunnels führt die Halbausfahrt Britzer Damm in den Ortsteil.

Neben diesen markanten Bauwerken liegen entlang der Strecke weitere bauliche Besonderheiten, wie sie bei nachträglich in eine Stadtstruktur eingearbeitete Autobahnen häufig vorkommen. Durch die beengten Platzverhältnisse im Bereich um den Funkturm befindet sich dort auf wenigen hundert Metern eine komplexe Ballung von Brücken, Tunneln und Ausfahrten, darunter der 210m langer Tunnel unter dem Rathenauplatz von 1958.

Erweiterung


Der Weiterbau bis zur Landsberger Allee ist in Planung. Die Realisierung wird aber noch mindestens ein Jahrzehnt dauern. Der langsam voranschreitende Umbau des Bahnhof Berlin-Ostkreuz wird im Endstadium einen Nord-Süd-Tunnel querdurch für diese Autobahn enthalten. Das schon bestehende Dreieck Neukölln (zur neuen A 113) ist mit Stummelausfahrten versehen, die eben dorthin verbunden werden sollen. Nach mehrfacher Verschiebung laufen seit Herbst 2005 erste Planfeststellungsverfahren für den Planabschnitt zwischen Dreieck Neukölln und Treptower Park, der letzten Ausfahrt vor dem im Umbau befindlichen Ostkreuz. Da es Widerstände in den betroffenen durchbauten Gebieten gibt, insbesondere der Kleingartenanlagen, wird mit einem Baubeginn nicht vor 2010 gerechnet, die Senatsverwaltung setzt 2012 an. Die geplante Trogbauweise dieses Abschnitts kann bis zu sechs Jahre in Anspruch nehmen.

Der Weiterbau vom Ostkreuz zur Landsberger Allee enthielt zwei Planungsvarianten. Als Hauptvariante war eine direkte Strecke über Möllendorfstraße vorgesehen, wobei die Kirche auf dem Lichtenberg (der alte Dorfanger) schwierig untertunnelt werden muss. Eine Alternative wäre ein Ausbau über die Ruschestraße einige hundert Meter östlich, die anfangs durch ein nicht geschätztes Neubaugebiet der DDR-Zeit führt. An den ehemaligen Gewerbegebieten der Ruschestraße bietet diese Variante jedoch viel Raum für eine ebene Trassenführung, Ausfahrten und Abzweigen.

Eine Schließung zum Ring ist insgesamt fraglich, da die alten Pläne zur Trassenführung immer wieder politisch angegriffen werden. Danach würde der Nordabschnitt entlang der Seestraße – Osloer Straße – Bornholmer Straße – Wisbyer Straße – Ostseestraße folgen, die städtebaulich immer frei gehalten wurden und breit genug sind, auf der aber heute teilweise eine Straßenbahn verkehrt. Zwischen Ostseeplatz und Landsberger Allee muss die Trasse dann zuletzt zwischen dem Volkspark Prenzlauer Berg und dem Jüdischen Friedhof vorbeigeführt werden, so dass ein Tunnelbauwerk erwogen wird. Die Anschlussstellen würden jeweils sehr nahe an die Wohngebäude an der Straßentrasse herangeführt, und ein Autobahnkreuz an der Prenzlauer Promenade zur Anbindung oder Weiterführung der A 114 wäre ein erheblicher Eingriff in die Stadtstruktur. Noch dazu wird befürchtet, dass dann der Fern- und LKW-Verkehr von der A 13 und A 113 aus Richtung Dresden und Prag nicht mehr über den östlichen Nord-Süd Abschnitt des Berliner Rings A 10 (so genannter Ostring) läuft, sondern über den kürzeren Weg durch die Stadt.

Quellen


Siehe auch


Weblinks



Bundesautobahn | Verkehr (Berlin)

 

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