Der Bund Westdeutscher Kommunisten (BWK) war eine politische Partei in der Bundesrepublik Deutschland.
Die Gründung dieser kommunistischen Partei erfolgte 1980 als Abspaltung vom Kommunistischen Bund Westdeutschland. Eine Gruppe von ca. 600 Mitglieder um das Mitglied des Zentralkomitees des KBW Martin Fochler vollzog die Trennung unter Mitnahme erheblicher Teile der Infrastruktur. Weitere bekannte Zentralkomitee-Mitglieder waren Jörg Christian Detjen und Christoph Cornides. Der BWK berief sich darauf, alleine noch hinter dem Programm des KBW von 1973 zu stehen und die revolutionäre Tradition des KBW fortzuführen. Zentralorgan war die vom ZK des BWK im Verlag GNN m.b.H. (Gesellschaft für Nachrichtenerfassung und Nachrichtenverbreitung mit Sitz in Schkeuditz bei Leipzig) herausgegebene Zeitschrift "Politische Berichte", die vierzehntäglich (ab Jg. 1, Nr. 1 vom 13. Oktober 1980) erschien. In der Redaktion zeichneten anfangs Wolfgang Müller, Christiane Schneider und Ulrich Grothus verantwortlich. Zu den Publikationen der GNN zählte auch das linksextremistische Magazin "Geheim", das "Angehörigen Info" von Personen aus dem Umfeld der Roten Armee Fraktion (RAF) und der "Kurdistan Brief" an dem auch Anhänger der Partiya Karkerên Kurdistan (PKK), der Arbeiterpartei Kurdistans mitwirkten.
Der BWK beteiligte sich mit nur geringem Erfolg an mehreren Wahlen. Ab 1981 engagierten sich BWK-Mitglieder in der bis dahin von der KPD/ML-beeinflußten Volksfront. Verhandlungen mit der Vereinigten Sozialistischen Partei in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre über eine Vereinigung beider Organisationen scheiterten auf Grund unterschiedlicher Einschätzungen über die Ereignisse in Mittel- und Osteuropa, die Wende 1989 in der DDR und zum Feminismus, zu beidem nahm der BWK im Gegensatz zur VSP eine ablehnende bzw. kritische Haltung ein. Es erfolgte eine immer stärkere Zuwendung zu politisch nahestehenden Organisationen wie der DKP und der PDS. Bis 1994 verfügte der BWK über Landesverbände in neun Bundesländern.
Auf der 15. ordentlichen Delegiertenkonferenz am 4./5. März 1995 in Köln beschloss der BWK seine Selbstauflösung als politische Partei. Zugleich wurde eine politische Vereinigung ohne Parteienstatus "Bund Westdeutscher Kommunisten - Bundeskonferenz" gegründet. Die Mitglieder arbeiten in einer Arbeitsgemeinschaft Bund Westdeutscher Kommunisten in und bei der PDS (inzwischen Forum Kommunistischer Arbeitsgemeinschaften) mit.
Der BWK nahm an folgenden Bundestags- und Landtagswahlen teil:
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