Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland (BFeG) ist ein Dachverband von evangelischen Gemeinden in Deutschland, die unabhängig von den evangelischen Landeskirchen bzw. der EKD sind. Seine Mitgliedsgemeinden sind Freikirchen. Der Bund ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis), Goltenkamp 4. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts könnte der Bund Kirchensteuer erheben. Aufgrund des Selbstverständnisses als Freikirche ist dies nicht der Fall; die Freien evangelischen Gemeinden finanzieren sich durch freiwillige Spenden.
Dem Bund Freier evangelischer Gemeinden gehören derzeit ca. 400 Ortsgemeinden mit ca. 35.000 Mitgliedern und ca. 20.000 Kindern und Jugendlichen an.
20 Jahre nach Gründung der ersten Freien evangelischen Gemeinde schlossen sich 22 Gemeinden (Abendmahlsgemeinschaften) zusammen und gründeten den "Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland".
Die weitere Entwicklung des Gemeindebundes wurde sehr stark von der durch Friedrich Fries (1856 - 1926) begründeten Freien evangelischen Gemeinde Witten bestimmt. Hier entstanden neben einigen neuen Gemeinden das freie evangelische Diakoniewerk Bethanien, das zunächst in Wetter an der Ruhr seinen Sitz hatte, sowie der Bundesverlag.
Im Jahr 1896 wird unter Otto Schopf in Wuppertal-Vohwinkel ein Predigerseminar gegründet. 1904 entsteht die Inlandsmission.
Von großer Bedeutung für das Wachstum des Bundes Freier evangelischer Gemeinden war der Anschluss der Hamburger Holstenwallgemeinde mit 3000 Mitgliedern. Diese hatte sich 1934 durch den Austritt des Hamburger Gemeinschaftsverbandes aus der dortigen evangelischen Landeskirche gebildet. Dieser Verband, der auch über zahlreiche Zweiggemeinden im Umland Hamburgs verfügte, brachte auch ein eigenes Diakoniewerk, das Mutterhaus Elim, in den Freien evangelischen Gemeindebund ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg werden einige neue diakonische Einrichtungen gegründet. 1946 zieht das Predigerseminar unter seinem Rektor Walter Quiring nach Ewersbach um.
Gremien des Bundes sind die Bundeskreise, der Bundestag, der Bundesrat und die Bundesleitung.
Bundeskreise sind regionale Zusammenschlüsse nahe beieinander liegender Gemeinden, also etwa einem Landkreis vergleichbar. Die Ortsgemeinden und Bundeskreise wählen den Bundestag und den Bundesrat, und beide Gremien wählen die Bundesleitung mit dem Präses an der Spitze. Die Bundesleitung nimmt die laufenden Geschäfte wahr und vertritt den Bund nach außen.
Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden ist seit 1991 Pastor Peter Strauch, über die Grenzen des "Bundes" hinaus auch als Komponist christlicher Lieder bekannt. Sein Vorgänger war von 1973 bis 1991 Karl Heinz Knöppel.
Der Bund ist Mitglied der International Federation of Free Evangelical Churches (IFFEC).
Die Auslandshilfe engagiert sich besonders auf der Balkanhalbinsel, es bestehen auch Gemeindepartnerschaften mit dieser Region.
Entsprechend ihrer Betonung des persönlichen Glaubens laden die Freien evangelischen Gemeinden alle Menschen, die sich zu Christus bekennen, zur Gemeinschaft im Abendmahl ein und messen der Zugehörigkeit zu bestimmten Glaubensgemeinschaften keine große Bedeutung bei.
Der Bund ist Mitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und Partner der Kategorie III der Deutschen Evangelischen Allianz (deren Vorsitzender ist seit 2000 Bundespräses Peter Strauch).
Die Gemeinden und ihre Mitglieder engagieren sich nach eigenem Ermessen in örtlichen zwischenkirchlichen Vereinigungen und Vorhaben.
2005 gehören dem Bund ungefähr 400 Gemeinden mit 35.000 Mitgliedern an.
Evangelikal | Freikirche (Deutschland) | Körperschaft des öffentlichen Rechts (kirchenrechtlich)
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"Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland".
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