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Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ist der Verband für Betreiber aller Radsportarten im Deutschen Sportbund. Er hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und ist in 17 Landesverbände unterteilt. Er vertritt die Interessen der Radsportler gegenüber dem Deutschen Sportbund und dem Nationalem Olympischen Komitee. Die rund 2.500 angeschlossenen Vereine haben zusammen etwa 150.000 Mitglieder.

Geschichte


Der Bund Deutscher Radfahrer wurde 1884 in Leipzig gegründet. 1933 wurde der Verband aufgelöst. Die Funktion des BDR übernahm der neugegründete Deutsche Radfahrer-Verband (DRV). Am 21. November 1948 erfolgte die Wiedergründung des BDR. In der DDR war von 1946 bis 1957 die Sektion Radsport des Deutschen Sportausschusses und ab dann der Deutsche Radsport-Verband der DDR (DRSV) für die Radsportarten zuständig. Am 7. Dezember 1990 erfolgte die Vereinigung der beiden Verbände

Präsident ist seit 2005 der ehemalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD). Davor leitete seit 2001 die ehemalige Leichtathletin Sylvia Schenk (SPD) die Geschicke des BDR. Unter ihrer Leitung geriet der BDR in die Schlagzeilen. Nach einer sehr fragwürdigen Umformierung des erfolgreichen Bahnradvierers initiierte der Trainer Jens Lang einen Boykott der Radsportweltmeisterschaften 2003 in Stuttgart. Aufsehen erregte die Suspendierung des Bahnvierers im Juli 2003, die vom Sportdirektor Burckhard Bremer betrieben und von Sylvia Schenk unterstützt wurde. Nach einem Gespräch mit den Athleten wurden zusätzlich verhängte Sperren teilweise wieder zurückgenommen bzw. reduziert. Daniel Becke und Jens Lehmann wurden für den Vierer bei den Olympischen Spielen 2004 nicht nominiert.

Aufgaben


Der BDR regelt die Aktivitäten von organisierten Leistungs- und Breitensportlern. Dazu gehört die Veranstaltung von Trainingslagern, Wettkämpfen sowie die Ausbildung von Trainern und die Jugendarbeit. Für die Teilnahme an Renn- und Breitensportveranstaltungen vergibt der BDR über seine Landesverbände Startberechtigungen als lizenzen und Wertungskarten.

Im Rahmen der Lobbyarbeit des Verbandes setzt der BDR sich auch für die Belange von Radsportlern und Hobby-Radfahrern im Straßenverkehr ein, engagiert sich aber nicht in dem Maße im Straßenverkehr wie beispielsweise der ADFC.

Disziplinen


Im Bereich Leistungssport / Wettkampf gibt es : Radrennsport auf Straße, Bahn und Querfeldein, Kunstradfahren, Radball, Radpolo, Bicycle Moto-Cross (BMX), Mountain-Bike-Rennsport (MTB).

Im Bereich des Breiten- und Freizeitsport: Radwanderungen, Radtourenfahren (RTF) und Country-Tourenfahren (CTF).

Unterverbände


  • Badischer Radsportverband e.V
  • Bayerischer Radsportverband e.V.
  • Berliner Radsportverband e.V.
  • Brandenburgischer Radsportverband e.V.
  • Bremer Radsportverband e. V.
  • Radsportverband Hamburg e.V.
  • Hessischer Radfahrerverband e.V.
  • Radsportverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Radsportverband Niedersachsen e.V.
  • Radsportverband Nordrh.-Westfalen e.V.
  • Radsportverband Rheinland-Pfalz e.V.
  • Saarländischer Radfahrerbund e.V.
  • Sächsischer Radfahrerbund e.V.
  • Landessportverb. Radsp. Sachsen-Anhalt e.V.
  • Radsportverband Schleswig-Holstein e.V.
  • Thüringer Radsportverband e.V.
  • Württembergischer Radsportverband e.V.

Sonstiges


Im Kurpark von Bad Schmiedeberg steht ein besonderes Denkmal: das Bundesradfahrerdenkmal. Es wurde durch Spenden des Bundes Deutscher Radfahrer e.V. finanziert und ist den 1914 bis 1918 gefallenen Kameraden des 1. Weltkrieges gewidmet und wurde am 17. Juni 1923 eingeweiht.

Weblinks


Radsport | Sportverband | Fahrradorganisation

 

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