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Die Bumiputra sind die größte Volksgruppe in Malaysia. Zu ihr zählen die Malaien, welche nach der Verfassung dem Islam angehören. Ob der Begriff auch die Ureinwohner umfasst ist streitig. Jedenfalls nicht zu dieser Volksgruppe gehört die chinesische und indische Volksgruppe, von der sich die Bumiputras gerade abgrenzen wollen.

Als Folge blutiger Rassenunruhen am 13. Mai 1969, die mehreren hundert Menschen das Leben kostete, erließ die Regierung in Malaysia eine Vielzahl von Gesetzen, welche die Bumiputra im Vergleich zu anderen Volksgruppen bevorzugt. Ursache für die Ausschreitungen war die wirtschaftliche Dominanz der Chinesen: Mit nur 33 Prozent Bevölkerungsanteil kontrollierten sie 90 Prozent der Wirtschaft. Nur ein Prozent der Ärzte waren Bumiputras und nur elf Prozent der Studenten entstammten aus ihren Reihen. Zur Wiederherstellung des inneren Friedens beschloss die Regierung in Kuala Lumpur das „positives Diskriminierungsprogramm“, das Bumiputras künftig in allen Bereichen des öffentlichen Lebens bevorzugte.

Die Spannungen zwischen den Volksgruppen bestehen auch heute noch. So kam es am 9. März 2001 in einem von Armen bewohnten Vorort von Kuala Lumpur (Kampung Medan) zum Streit, als eine indische Trauergemeinde auf eine malaiische Hochzeitsgesellschaft traf. Dabei habe ein betrunkener indischer Mann einen Stuhl umgeworfen und so eine Konfrontation provoziert, berichteten die Zeitungen. 48 Menschen wurden während der tagelang andauernden Kämpfe verletzt. Offiziellen Angaben zufolge gab es sechs Tote. Fünf Opfer waren indischer Abstammung. Von den Engländern vor 140 Jahren zur Arbeit in den Gummiplantagen und zum Eisenbahnbau ins Land geholt, gehören die Inder bis heute zur unterprivilegierten Klasse in Malaysia. Viele von ihnen leben am Rande des Existenzminimums in den Armenvierteln der Städte oder als Plantagenarbeiter auf dem Land.

Bumiputra bedeutet wörtlich übersetzt: Prinzen (oder Söhne) der Erde

Asiatische Ethnie

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