Das Buddhistische Mönchtum des Sangha, der vom Buddha selbst ins Leben gerufene Orden der Mönche (Pali: bhikkhu, Sanskrit: bhikshu) und Nonnen (Pali: bhikkhuni, Sanskrit: bhikshuni), stellt ein zentrales Element bei der Bewahrung und Verbreitung der Lehre (Dhamma) dar und bildet gemeinsam mit den Laien die Vierfache Gemeinschaft.
Das buddhistische Mönchs- und Nonnenleben ist oft asketischer als das in christlichen Orden. Zunächst gab es nur hauslose Wandermönche, die bettelnd ihren Lebensunterhalt bestritten, erst später wurden Aufenthaltsstätten und Unterkünfte gestiftet. Bis dahin wurden nur zur Regenzeit Hütten gebaut, die am Ende wieder abgerissen wurden.
Im Buddhismus gibt es nur einen Orden, auch wenn die Lebensweisen zum Teil recht unterschiedlich sind. Es ist von verschiedenen "Schulen" die Rede, wahrscheinlich, weil Ordensspaltung als großes Vergehen angesehen wird. Auch zu Buddhas Zeiten gab es schon Versuche und Tendenzen der Ordensspaltung, diese waren allerdings meist politisch motiviert.
Beim Ordenseintritt wird nicht wie in christlichen Orden das Leben Gott geweiht und ein lebenslanges Gelübde abgelegt, sondern die Gelübde werden für die Zeit des Ordensaufenthals abgelegt und weniger als Buße denn als Übungsweg verstanden. So kann der Orden jederzeit verlassen und ihm auch wieder beigetreten werden.
Die große Verehrung, die den buddhistischen Mönchen entgegen gebracht wird, gilt weniger der Person selbst als vielmehr dem Respekt vor dem Dhamma (der buddhistischen Lehre, in Sanskrit: Dharma), den der Mönch oder die Nonne verkörpert/repräsentiert.
Heutzutage entscheiden sich immer weniger Menschen in Asien für das Mönchsleben. Gab es vor 40 Jahren bei 1 Mio. Tibetern noch über 110.000 Mönche und Nonnen, so sind es heute bei 2,7 Mio. Einwohnern nur noch 46.000, wobei hier mit der Annexion durch die Volksrepublik China ganz spezifische historisch-politische Gründe vorliegen. Nicht so drastisch ist der Rückgang, der auch in anderen traditionell buddhistischen Ländern zu beobachten ist. Demgegenüber steht die Entwicklung, dass seit dem 20. Jahrhundert Menschen aus Nordamerika, Europa und Australien die Gelübde der Mönche und Nonnen nehmen. In einigen Ländern Asiens (Taiwan, Südkorea) ist auch eine zunehmende Bedeutung des Ordens der Nonnen zu bemerken. Auch in Ländern, in denen der Nonnenorden nicht existierte (Thailand), oder als praktisch ausgestorben galt (Sri Lanka) gibt es Bestrebungen, diesen zu beleben.
In der Patimokkha (Pali) bzw. Pratimoksha (Sanskrit) sind die sowohl Mönchs- und Nonnenregeln dargelegt, als auch, welche Zeremonien im Ordensleben abzuhalten sind. Sie regeln alle Bereiche des Ordenslebens. Vollordinierte Nonnen (Bikkhunis bzw. Bikshunis) haben mehr Regeln als vollordinierte Mönche. Neben dem Leben des Vollordinierten gibt es auch die Möglichkeit als Novize (samanera, samaneri) in den Orden einzutreten und den Weg zu gehen. Die Regeln im Orden sind demokratisch gestaltet und orientieren sich am Wohl der Mehrheit und dem Einklang mit Buddhas Lehren. Die höchste Bestrafung ist der Ausschluss aus dem Orden. Ein Mönch oder eine Nonne verliert die Ordination, wenn eine der Vier Wurzelvergehen begangen wurden. Die Person kehrt durch den Fehltritt in den Laienstatus zurück und darf in dem Leben kein Mitglied des Ordens mehr sein. Der Buddha gab aber auch die Erlaubnis das Training als Mönch oder Nonne zu beenden. Wird das ordentlich vollzogen, liegt kein Fehler vor.
Die Regeln zur Kleidung finden sich in der Patimokkha.
In dieser Sanskrit Tradition unterscheiden sich teilweise die Regeln von der Theravada Tradition der Patimokkha. Die Kernregeln sind aber die selben. So scheint es, dass Regeln angepasst oder hinzugefügt wurden. Die Möglichkeit zur Änderung wurde vom Buddha erlaubt, wenn der Orden das mehrheitlich beschließt. Die Änderungen zeigen sich allein daran, dass Bhikkhus (Pali) 227 Gelübde und Bhikshus (Sanskrit) 253 Gelübde halten. Das Ursprungsland des Buddhismus ist zwar Indien, viele Regeln sind aber in der Patimokkha klimabedingt. So ist etwa die Regel, nicht mehr als vier Kleidungsstücke besitzen zu dürfen, für einen Mönch oder Nonne in Japan bei -5 °C nicht mehr aufrecht zu erhalten.
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"Buddhistisches Mönchtum".
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