| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Staat: | Ungarn | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Höhe: | 102 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Fläche: | 525 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 1.700.019 (2006) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 3.229 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | H-1xxy, wobei xx je die Nummer eines Bezirks darstellt | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Vorwahl: | 1 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Stadtgliederung: | 23 Stadtbezirke | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Website: | www.budapest.hu | Politik | ||||
| Bürgermeister: | Gábor Demszky | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Budapest * () ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern (Stand 2005) ist Budapest die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.
Budapest, Hungary, Statue of St. Stephen, Fishermen's Bastion, Castle Hill, February 2006.jpg]] Nach dem Untergang des Römischen Reiches begann die Wanderung der Hirtenvölker (wie der Hunnen) aus dem Osten. Diese Welle erreichte gegen Ende des 4. Jahrhunderts Pannonien. Die Stürme dieser kriegerischen Stämme verwüsteten die Landschaft und zerstörten teilweise die römischen Städte. Relative Ruhe kehrte erst durch die Landnahme der Magyaren um 896 ein. Es kam zur Besiedlung des gesamten pannonischen Beckens und auch der Gegend um Óbuda. Durch die Christianisierung sesshaft gewordene Ungarn wohnten in von ihnen gebauten Dörfern mit Kirchen und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Im Zentrum der Verkehrswege gewann Pest immer mehr an Bedeutung. Über die Donau (etwa bei der heutigen Elisabethbrücke) entstand ein reger Fährverkehr mit dem gegenüberliegenden Buda. Mit der Krönung Stephans I. 1000/1001 zum ersten König von Ungarn bauten die Ungarn ihre Vorherrschaft aus und 1361 wurde die Stadt, trotz der fast völligen Zerstörung durch den Einfall der Mongolen (Mongolensturm) 1241 und der Verlegung der königlichen Residenz nach Visegrád 1308, Hauptstadt des Königreiches. 1514 fand ein Bauernaufstand statt.
Budapest_Burg_Nacht.jpg Ab 1446 griffen die Osmanen immer wieder Ungarn an, was in der Besetzung des größten Teils des Landes gipfelte. So fielen Pest (veraltet ungarisch für 'Ofen', auf slawisch *peć', *pešt' 'Ofen' zurückzuführen, aufgrund der warmen Quellen oder wegen der vielen Kalkbrennereien auf der Ostseite der Donau) 1526 und Buda (für die Etymologie siehe unter Buda), durch die Burg etwas geschützt, erst 15 Jahre später; die neue Hauptstadt des noch unbesetzten Ungarns, das fast nur noch aus der heutigen Slowakei bestand, wurde von 1536 - 1784 Preßburg (das heutige Bratislava, ungarisch Pozsony). Während Buda zum Sitz des türkischen Gouverneurs wurde, fand Pest allerdings kaum eine Beachtung und verlor einen großen Teil seiner Einwohner.
Schließlich gelang es den Habsburgern, seit 1526 Könige von Ungarn, die Osmanen zu vertreiben und Ungarn wieder herzustellen. Für die Bevölkerung von Buda und Pest änderte sich allerdings nur wenig, sie wurde weiterhin von fremden verwaltet und musste sehr hohe Steuern zahlen. Die Einwohner wehrten sich in einem Aufstand, der aber niedergeschlagen wurde. Pest, das seit 1723 der Sitz der administrativen Verwaltung des Königreiches war, wurde trotz der widrigen Verhältnisse und eines verheerenden Hochwassers 1838 mit 70.000 Opfern zu einer der am schnellsten wachsenden Städte des 18. und 19. Jahrhunderts. 1780 wurde Deutsch von den Habsburgern als Amtssprache eingeführt, auch um die immer wieder aufflammenden revolutionären Bewegungen besser kontrollieren zu können, aber auch wegen der regelmäßig ins Land gerufenen deutschen Siedler, die mittlerweile große Stadtteile besiedelten. Die Kroaten, die jahrhundertelang eine Personalunion mit Ungarn bildeten und auch Budapest unterstellt waren, bezeichnen die Stadt auch heute noch als Budimpešta (kroat. Budim für den Stadtteil Buda und Pešta für Pest). Dieser Schmelztiegel ist der Grund, dass viele Länder eigene Namen für die Stadt und ihre Stadtteile, Kirchen und Brücken haben.
Einer der Hauptgründe für den Aufschwung Budapests war die Existenz einer Brücke im Sommer, welche aus aneinander befestigten Booten bestand. Die Kettenbrücke (ungarisch Széchenyi Lánchíd), die in Budapest die Donau überspannt, wurde in der Zeit von 1839 bis 1849 als erste fest Brücke des heutigen Budapests auf Anregung des ungarischen Reformers Graf István Széchenyi erbaut, nachdem er eine Woche lang warten musste, um zum Begräbnis seines Vaters ans andere Ufer zu kommen. Ihren Namen trägt sie ihm zu Ehren. Sie ist die älteste und bekannteste der neun Brücken über die Donau in Budapest. Außerdem war sie bei ihrer Einweihung 1849 die erste Donaubrücke unterhalb von Regensburg.
Während der ungarischen Revolution 1848 war Budapest einer der Hauptplätze der Unruhen, mit denen die Ungarn gegen die seit mehr als 150 Jahren andauernde Unterdrückung der Habsburger ankämpften. Zwar wurde der Aufstand mit Hilfe Russlands blutig niedergeschlagen, aber die Ereignisse von 1849 führten 1867 indirekt in den Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, in dem Ungarn weitgehend unabhängig wurde. Symbol des Ausgleichs war der jährliche mehrwöchige Aufenthalt Kaiser Franz Josephs in Budapest. Als König von Ungarn residierte er auf der Budaer Burg und nahm in dieser Zeit - in ungarischer Sprache und in eine ungarische Uniform gekleidet - mit den Ministern k. Ungarns und dem k. ungarischen Reichstag seine ungarischen Ämter wahr.
Die Zusammenlegung von Buda, Óbuda und Pest war schon 1849 unter der revolutionären Regierung Ungarns verordnet worden, als aber die Habsburger ihre Macht wiederherstellten, widerriefen sie diesen Beschluss. Erst 1872, fünf Jahre nach dem Österreichisch-Ungarischem Ausgleich von 1867 kam es endgültig zur Vereinigung der beiden Stadthälften. Vorausgegangen war bereits 1870 die Gründung eines „Hauptstädtischen Rates für öffentliche Arbeiten“ , der die bauliche und infrastrukturelle Entwicklung der Gesamtstadt koordinieren sollte. heldenplatz.JPG mit Milleniumsdenkmal]].
Zur Jahrtausendfeier der Landnahme der Ungarn (dem sogenannten Millennium) 1896 wurden zahlreiche Großprojekte, wie z. B. der Heldenplatz und die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland fertiggestellt. Die Einwohnerzahl im gesamten Stadtgebiet versiebenfachte sich dadurch zwischen 1840 und 1900 und stieg auf ca. 730.000.
Der verlorene Erste Weltkrieg, die daraus resultierenden Todesopfer und der Austritt Ungarns aus der Donaumonarchie 1918, aber auch die riesigen Gebietsabtretungen Ungarns (Ungarn verlor durch den Vertrag von Trianon fast ¾ seines Reichsgebiets) versetzten Budapest nur einen kurzzeitigen Schlag.
Nach der Etablierung einer kommunistischen Räteregierung unter Béla Kun 1919 nahm Miklós Horthy als Kriegsminister der in Szeged gebildeten konservativ-reaktionären Gegenregierung den Kampf gegen das Regime von Béla Kun auf. Nach dem Sieg zog er an der Spitze der konservativen Truppen am 16. November 1919 in Budapest ein. Miklós Horthy wurde Reichsverweser (Verwalter; ungarisch: kormányzó) Ungarns, das immer noch Königreich war.
Durch die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Ungarn starb rund ein Drittel der jüdischen Bevölkerung von 500.000 Ungarn, obwohl die deutsche Besatzung erst nach dem Versuch der Lösung von Deutschland 1944 zustande kam und somit nur ein Jahr andauerte. 1944 wurde die Stadt durch anglo-amerikanische Bombenangriffe teilweise beschädigt. Die stärksten Zerstörungen erfolgten jedoch durch die von Ende Dezember 1944 bis Anfang Februar 1945, 102 Tage andauernde Belagerung durch sowjetische Streitkräfte sowie durch die eingeschlossenen deutschen und ungarischen Truppen, die bei ihrem Rückzug auf die Budaer Seite des Kessels, auch sämtliche Brücken über die Donau sprengten. 38.000 Budapester Zivilisten starben während der Belagerung.
Nach dem Ende des Krieges folgte 1946 die Ausrufung der Republik und 1949 die Ausrufung der Volksrepublik Ungarn. 1956 war Budapest der Ausgangspunkt des Ungarischen Volksaufstandes, nach dessen blutiger Niederschlagung es zu Säuberungswellen im ganzen Land kam.
Am 23. Oktober 1989 wurde in Budapest die Republik Ungarn ausgerufen, was wegbereitend für den Zerfall des ganzen Ostblocks werden sollte. Im Jahre 2000 fanden ungarnweit Feierlichkeiten zum tausendjährigen Jubiläum der Staatsgründung statt. Aus diesem Anlass wurde auch die Hauptstadt verschönert: die Parkanlage und das Kulturzentrum Millenáris-Park und der Milleniumsstadtteil mit dem Nationaltheater wurden errichtet, die Budaer Donauseite mit dem Campus der Technischen Universität modernisiert. Schließlich folgte am 1. Mai 2004 die Mitgliedschaft Ungarns in der EU, was mit großen Feiern im ganzen Land, aber besonders in der Hauptstadt Budapest gefeiert wurde.
-bgcolor=lightgrey | Bezirk | Stadtteil | - bgcolor=#FFE8E8 | Bezirk I | Tabán, Vár (Burgviertel), Krisztinaváros (Christinenstadt), Süd-Víziváros (Wasserstadt) | - bgcolor=#FFE8E8 | Bezirk II | Rózsadomb (Rosenhügel), Pasarét, Hegyvidék, Hűvösvölgy, Pesthidegkút, Nord-Víziváros, Országút, Törökvész | - bgcolor=#FFE8E8 | Bezirk III | Óbuda (Alt-Buda bzw. Alt-Ofen), Újlak, Békásmegyer, Óbudai-sziget (Insel) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk IV | Újpest, Káposztásmegyer | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk V | Belváros (Innere Stadt), Lipótváros (Leopoldstadt) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk VI | Terézváros (Theresienstadt) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk VII | Erzsébetváros (Elisabethstadt) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk VIII | Józsefváros (Josefstadt) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk IX | Ferencváros(Franzstadt) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk X | Kőbánya (Steinbruch) | - bgcolor=#FFE8E8 | Bezirk XI | Újbuda (Kelenvölgy, Kelenföld, Lágymányos, Albertfalva, Gellérthegy, Sashegy, Gazdagrét, Őrmező) | - bgcolor=#FFE8E8 | Bezirk XII | Hegyvidék | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XIII | Újlipótváros (Neu-Leopoldstadt), Angyalföld, Margitsziget (Margaretheninsel) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XIV | Zugló (Alsórákos, Herminamező, Istvánmező, Kiszugló, Nagyzugló, Rákosfalva, Törökőr, Városliget) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XV | Rákospalota, Pestújhely, Újpalota | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XVI | Mátyásföld, Sashalom, Cinkota, Rákosszentmihály | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XVII | Rákosmente (Rákoskeresztúr, Rákoscsaba, Rákosliget, Rákoshegy, Rákoskert) | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XVIII | Pestszentlőrinc, Pestszentimre | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XIX | Kispest | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XX | Pesterzsébet | - bgcolor=#FFFFDD | Bezirk XXI | Csepel | - bgcolor=#FFE8E8 | Bezirk XXII | Budatétény, Nagytétény, Budafok | - bgcolor=#DDEEFF | Bezirk XXIII | Soroksár | - | Anmerkung: Bezirke in blau liegen in Pest, Bezirke in rot in Buda, die in gelb auf einer Insel. |
MatthiaskircheBeiNacht Budapest.jpg]] Im nördlichen Teil des Burgbergs erhebt sich die Matthiaskirche und, ihr zur Donau hin vorgelagert, die Fischerbastei. Das Budaer Burgviertel und das Donaupanorama stehen seit 1987 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Burgviertel verläuft ein teils öffentlich zugängliches Labyrinthsystem.
Am östlichen Donauufer, auf der flachen Pester Seite, erheben sich das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, eine Reihe großer Hotels am sogenannten Donaukorso, die Pester Redoute (Ballsaal), die Corvinus-Universität (Wirtschaftsuniversität) Budapest und weiter südlich das Nationaltheater und der Palast der Künste.
Budapest chain bridge pillar by night.JPG]] Die Donau ist die eigentliche Hauptattraktion Budapests und wird im Stadtgebiet von neun stadtbildprägenden Brücken überspannt. Die bedeutendste, weil älteste und zugleich Wahrzeichen der Stadt, ist die Kettenbrücke.
Von hier aus führt auf Pester Seite der kleine Ring zur Freiheitsbrücke, vorbei an der Großen Synagoge, dem Nationalmuseum und der Großen Markthalle. Die Große Synagoge in der Dohány-utca markiert den Zugang zum historischen jüdischen Viertel Budapests, gelegen zwischen kleinem und großem Ring. Der kleine Ring folgt in etwa dem Verlauf der früheren Pester Stadtmauer, deren letzten Stadttore Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen wurden. Reste der Stadtmauer stehen allerdings noch. Zwischen kleinem Ring und Donau liegt die eigentliche Innenstadt Budapests. Parallel zum Fluss verläuft mit der Váci utca die älteste Handelsstraße und heute bekannteste Flaniermeile der Stadt. Budapest-vasarcsarnok-innen.jpg]] Sie verbindet die Große Markthalle mit dem Vörösmarty tér. Nördlich der Innenstadt, aber noch im zentralen V. Bezirk gelegen, erhebt sich der höchste Kirchenbau Budapests, die Basilika.
Der große Ring wurde zwischen 1872 und 1906 errichtet. Er führt von der Petőfibrücke zur Margaretenbrücke und ist eines der bedeutendsten Architekturensembles seiner Zeit in Europa. Der hier gelegene Westbahnhof ist gemeinsam mit dem Ostbahnhof Zeugnis der großer Bahnhofsarchitektur.
BudapestKeletiStation.jpg]] Am großen Ring, dessen Abschnitte die Namen des Heiligen Stefan sowie der angrenzenden Bezirke Teréz, Erzsébet, József und Ferenc tragen, stehen mehrere Theaterbauten (bis zu seiner Sprengung 1965 stand hier, am Blaha-Lujza-Platz auch das Nationaltheater) und viele Filmtheater, von denen einige Ende der 1990er Jahre schließen mussten, da am Westbahnhof und anderen Stellen der Stadt die Multiplexkinos mehr Zuschauer anlocken konnten. Der Ring wird beim achteckigen Platz Oktogon von der Andrássy-Straße gekreuzt, die den Stadtkern mit dem Stadtwäldchen verbindet.
Die Andrássy-Straße ist bis heute das herausragendste städtebauliche Vorhaben der ungarischen Hauptstadt. In nur vierzehn Jahren, von 1871 bis 1885, wurde eine 2,4 Kilometer lange Allee errichtet, die gesäumt wird von sogenannten Wohnpalästen im Historismus, der Ungarischen Staatsoper, dem Museum Haus des Terrors, mehreren Plätzen und auf den Heldenplatz hinführt, der seinerseits von der Kunsthalle und dem Museum der Schönen Künste eingefasst wird. In der Mitte des Platzes gruppieren sich um das Millenniumsdenkmal die Standbilder von vierzehn ungarischen Königen.
M2stadi.jpg]] Seit 2002 gehört auch die Andrássy-Straße zum Weltkulturerbe. Unter ihr verkehrt die erste Budapester U-Bahn, sie ist nach der London Underground die zweitälteste Europas.
Budpaest-széchenyi.jpg]] Weiter östlich stadtauswärts, direkt hinter dem Heldenplatz, liegen im Stadtwäldchen die Vajdahunyad-Burg, die zur Budapester Millenniumsausstellung 1896 errichtet wurde, der Zoo, der Zirkus, die Eiskunstlaufbahn sowie das Széchenyi-Bad. Neben dem Gellért-Bad ist es das wohl bekannteste der Budapester Thermalbäder.
Außerhalb des Stadtzentrums befinden sich die römische Siedlung Aquincum sowie, aus jüngerer Zeit, der Skulpturenpark mit Statuen sozialistischer Zeit.
Die bergige Umgebung Budapests bietet viele Ausflugsmöglichkeiten. Die malerische Kleinstadt Szentendre nördlich von Budapest und das Schloss Gödöllő, der Lieblingsort von Königin und Kaiserin Elisabeth, sind interessant. Das Donauknie erstreckt sich bis Esztergom. In den Budaer Bergen, deren höchste Erhebung mit 527 Metern der János-Berg ist, verkehrt die Kindereisenbahn und erhebt sich der Sendemast Lakihegy. An der Endhaltestelle der Kindereisenbahn endet der Internationale Bergwanderweg Eisenach-Budapest. In der mit Parks unterversorgten Stadt nimmt die Margareteninsel als Erholungsgebiet eine zentrale Rolle ein.
Inner- und außerhalb der Stadt werden große Einkaufszentren nach amerikanischem Muster (Plazas) errichtet, die den Konsumenten außer langen Öffnungszeiten eine Auswahl an Dienstleistungen aller Art und Gastronomie bieten. Weiterhin sind große Hypermärkte außerhalb der Stadt sehr beliebt. Südlich von Budapest (in Budaörs) gibt es seit einigen Jahren nach dem Vorbild der Shopping City Süd bei Vösendorf (Österreich) eine Art Shopping City. Die Öffnungszeiten sind in den Budapester Innenbezirken und in den Einkaufszentren bewegen sich an Wochen- und Samstagen bis 21 Uhr, und an Sonntagen bis 18 Uhr geöffnet. Trotz starker Amerikanisierung gibt es dennoch bürgerliche Bewegungen, die den Kauf ungarischer Produkte propagieren und die Verbreitung der übergroßen Einkaufszentren ablehnen. Momentan gibt es in der Stadt zehn Plazas. 2007 wird die Arena Plaza gegenüber dem Ostbahnhof, das größte Einkaufszentrum in Mittel- und Osteuropa, fertig sein. Hier wird es zahlreiche Geschäfte, Kinos und Restaurants geben.
41 % aller Fahrtwege sind Busfahrten, weitere 26 % Straßenbahn- (villamos) und fast 5 % O-Bus-Fahrten. Demnach werden fast drei Viertel aller Wege mit straßengebundenen Verkehrsmitteln bewältigt.
Auf die fünf Linien der HÉV, einer Art S-Bahn in die Budapester Vororte, entfallen 6 %.
Interessante Verkehrsmittel sind noch das "Libegő" (Seilbahn zum János-hegy), die Kindereisenbahn (ehemalige Pioniereisenbahn), die Zahnradbahn zum Svábhegy, und das "Sikló" (Standseilbahn) hinauf zum Burgberg.
Das historische Straßennetz Budapests ist durch Ring- und Radialstraßen gekennzeichnet. Zwischen diesen breiten Straßen liegen eher schmale, heute nur noch für den Einbahnstraßenverkehr geeignete Verkehrswege.
Die meisten Autostraßen Ungarns führen über Budapest. Das Straßennetz muss somit neben dem Stadt- auch den Durchgangsverkehr aufnehmen. Die wenigen Donaubrücken sind dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Zudem verfügt die Stadt über nur wenige und zu schmale Zubringerstraßen. Ein Autobahnring um die Stadt ist nur abschnittsweise fertiggestellt.
Im Südosten der Stadt liegt der Flughafen Budapest-Ferihegy mit dem älteren Terminal I und einem neueren Terminal II. An beiden Terminals wurden 2005 über 8 Millionen Passagiere gezählt (2004: 6,5 Millionen). Mit dem Einstieg mehrerer Billigfluggesellschaften in den ungarischen Markt steigen die Passagierzahlen seit 2004 stark an. Der Flughafen ist mit einem Zubringerbus (reptér-busz) oder über eine Schnellstraße erreichbar. Eine Schnellbahn- oder Metroverbindung ins Zentrum ist geplant.
Der Schiffsverkehr hat kaum Bedeutung. Neben Ausflugsfahrten gibt es Linienfahrten mit Tragflügelbooten nach Bratislava und Wien.
Ort in Ungarn | Hauptstadt in Europa | Hauptstadt in der EU | Budapest | Kurort | Thermalbad
Budapest | بودابست | Budapest | Будапэшт | Будапеща | Budimpešta | Budapest | Budapešť | Будапешт | Budapest | Βουδαπέστη | Budapest | Budapeŝto | Budapest | Budapest | بوداپست | Budapest | Budapest | Budapest | Budapest | בודפשט | Budimpešta | Budapest | Budapest | Budapest | Búdapest | Budapest | ブダペスト | ბუდაპეშტი | 부다페스트 | Budapest | Budapeštas | Budapešta | बुडापेस्ट | Boedapest | Budapest | Budapest | Будапешт | Budapescht | Budapeszt | Budapeste | Budapesta | Будапешт | Budimpešta | Budapest | Budapešť | Budimpešta | Будимпешта | Budapest | บูดาเปสต์ | Budapeşte | Будапешт | بۇداپېشت | 布达佩斯
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