Buda (slowakisch Budín, kroatisch Budim, deutsch Ofen ) ist heute ein westlich der Donau gelegener Stadtteil der ungarischen Hauptstadt Budapest. Er nimmt ungefähr ein Drittel des Stadtgebietes ein. Obwohl dies sehr von der genauen Lage abhängt, werden gewöhnlich die besseren Wohngegenden Budapests in Buda erwartet.
Die Stadt war von 1361 bis 1541 Hauptstadt des ungarischen Reiches, bevor sie vom Osmanischen Reich erobert wurde. 1873 wurde Buda mit Pest und Óbuda (früher Alt-Ofen) zu Budapest vereinigt. Das Wort Buda kann laut des "Etymologischen Wörterbuchs geographischer Namen" (Földrajzi nevek etimológiai szótára) von Lajos Kiss tatsächlich ein Personenname gewesen sein (Buda war ein Bruder des Hunnenkönigs Atilla). Jakab Rupp war in seinem Werk "Die Ortsgeschichte Buda-Pests und seiner Umgebung" (Buda-Pest és környékének helyrajzi története) von 1868 der Meinung, dass bereits die im heutigen Óbuda befindliche Römerstadt Aquincum schon "Voda" - aufgrund einer slawischen Übersetzung des ersten Namensteils, "Aqua-" - genannt worden war. Diese Bezeichnung sei von den Ungarn zu "Buda" übernommmen worden.
Diese These wird gestützt von der Tatsache, dass die Benennung Budas als "Etelburg" im Nibelungenlied nicht nur auf Atilla, den Hunnenkönig (zu deutsch "Etzel"), zurückgehe, sondern auch Verbindungen zum alttürkischen Wort "Etel" (Wasser) aufweise, was also ebenfalls eine Übersetzung darstellt.
Der später gebräuchliche Name "Ofen" übertrug sich von der auf der anderen Uferseite befindlichen Stadt "Pest", welches slawischen Ursprungs ist und "Ofen" bedeutet. Während der Evakuierung der Pester Bürger in die königliche Burg von Buda zur Zeit des Tatarensturms im 13. Jahrhundert wurde die Bezeichnung "mitgenommen". Seitdem spricht man in Analogie dazu auch von "Alt-Ofen" (eigentlich "Alt-Buda" Óbuda).