Bucharische Juden leben in den ehemaligen Sowjetrepubliken Usbekistan, Tadschikistan,Kirgisistan, vereinzelter auch in Russland, Kasachstan, Turkmenistan und Afghanistan (in Afghanistan lebt nur noch ein einziger Jude). Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten viele nach Israel und die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Sie sprechen Judeo-Tadschikisch, ein persischer Dialekt mit hebräischen Buchstaben.
Geschichte
Nach der
babylonischen Gefangenschaft wanderten einige Juden nach Persien aus und gelangten dann nach
Zentralasien, wo sie Jahrhunderte friedlich mit der Bevölkerung auskamen. Später wurde die Gegend von usbekischen Nomaden unsicher gemacht und einige Juden traten zum
Islam über.
1793 machte der marokkanische Jude
Josef ben Moses Mamon al-Maghribi eine Erkundungsreise zu den Bucharischen Juden nach Usbekistan und führte dort
sefardische Bräuche und Sitten ein. Im Ende des 19. Jahrhunderts wurde Usbekistan von den
Russen erobert. Aufgrund dessen kamen nach Zentralasien auch
aschkenasische Juden, die aus Westrussland kamen, deren Vorfahren allerdings in
Deutschland siedelten. Während der Sowjetära lernten die Juden fast ausschließlich nur
Russisch zu sprechen und verlernten somit auch ihre Muttersprache Judeo-Tadschdikisch bzw.
Jiddisch. Heute leben nur noch wenige Juden in den unabhängigen Staaten Tadschikistan und Kirgisistan, während in Usbekistan noch etwas mehr jüdische Spuren zu finden sind, weil die Aschkenasim größtenteils in die Heimat ihrer Vorfahren Deutschland auswanderten und die Bucharischen Juden entweder in die USA oder nach Israel.
Heutzutage sind
christliche Gruppierungen (
Zeugen Jehovas, Adventisten und insbesondere Baptisten ) aus den USA und Westeuropa bestrebt, die bucharischen Juden und die einheimischen
Moslems zu ihrer jeweiligen Konfession zu bekehren. Offensichtlich nicht ganz ohne Erfolg.
Usbekistan
Judentum lokal
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