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buxoro_moschee_kalon.jpg | Buchara-zitadelle.png Buxoro (dt. Buchara; usbekisch Buxoro; /Buchārā, russisch Бухара/Buchara) ist eine der bedeutendsten Städte Usbekistans und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Der größte Teil der Einwohner der Stadt sind Tadschiken.

Die Altstadt Buxoros mit ihren Baukunstwerken, darunter zahlreiche Moscheen und Madrassas, wird von der UNESCO seit 1993 zum Weltkulturerbe gezählt.

Die Stadt hat 247.661 Einwohner (Stand 1. Januar 2005) und ist eines der bedeutendsten Handels- und Industriezentren Zentralasiens.

Geschichte


Buxoro ist eine der ältesten Städte Mittelasiens. Die Stadt der Moscheen und Minarette beging 1997 eine offizielle 2.500-Jahr-Feier. Archäologisch nachgewiesen ist eine Besiedlung des heutigen Stadtgebietes durch die Perser seit mindestens dem 4. oder 5. Jahrhundert. In ihren Anfängen war die Stadt ein bedeutendes Zentrum des Persischen Reiches. Unzählige persische Dichter, Gelehrte und Fürsten stammen aus der Umgebung der Stadt Buxoro, welche auch in vielen Gedichten (u.a. von Hafez besungen wird. Neben Samarkand und Xiva spielte diese Stadt eine bedeutende Rolle in der Geschichte Mittelasiens Den einst legendären Reichtum verdankt die Stadt der Tatsache, dass sie - am Rand einer Oase mitten in der Wüste Kysylkum gelegen - ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der (südlichen) Seidenstraße war.

Von der Mitte des 9. bis zum Ende des 10. Jahrhunderts war sie Hauptstadt des Reiches der persischen Samaniden. Nach dem Ende der Samanidenherrschaft durch den Einfall türkischer Völker verlor Buxoro unter der Oberhoheit der türkischen Karachaniden (999-1141) und anschliessend der Qarakhitai zwar weitgehend seine politische Bedeutung. Von der kulturellen Blüte der Stadt unter den Karachaniden zeugen jedoch zwei der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt, das Grosse Minarett (durch eine Inschrift auf 1127 u.Zt. datiert) und die Moschee Maġâk-i Aṭṭârî. Im Jahr 1220 wurde die Stadt von Dschingis Khan erobert und grösstenteils zerstört. Unter den Timuriden im 14. Jahrhundert war die Stadt ein Provinzzentrum im Schatten von Samarqand. Erst im 16. und 17. Jahrhundert erlebte Buxoro unter den Scheibaniden und Janibegiden (auch Aschtarchaniden oder Togaytimuriden) eine neue Blüte - aus dieser Zeit stammt ein großer Teil der Baudenkmäler. 1785 wurden diese von Dschingis Khan abstammenden Dynastien von einer Familie aus ihrer tribalen Militärelite, den Manghit-Emiren, abgelöst. Buxoro und das Emirat Buxoro verlor seine Unabhängigkeit nach der russischen Eroberung grosser Teile Mittelasiens. Zwar wurde Buxoro und sein Umland im Gegensatz zu den östlichen Teilen des Emirats (einschließlich Samarqand) nicht von Russland annektiert und in das neue Generalgouvernorat Turkestan eingegliedert. Der russisch-bucharische Handelsvertrag von 1868 besiegelte jedoch die faktische Kontrolle Russlands über Buxoro, insbesondere über dessen Aussenbeziehungen und Wirtschaft. Das Emirat bestand bis zur Besetzung durch Truppen der Rote Armee am 2. September 1920 fort. Am 14. September 1920 wurde die Sowjetische Volksrepublik Buchara (BNSR, ab dem 19. September 1924 Sowjetische Sozialistische Republik Buchara, BSSR) ausgerufen, die durch eine Reihe von Verträgen mit der RSFSR eng an die Sowjetunion angebunden wurde. Im November 1924 wurde Buchara in die neu gegründete Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik und damit in die Sowjetunion eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten


Buxoro ist eine echte Chronik, in der sich die tausendjährige Entwicklungsgeschichte der mittelasiatischen Baukunst widerspiegelt. Eine Sonderstellung im Antlitz der Stadt nimmt das mit 46,5 m höchste bekannte Architekturdenkmal Mittelasiens, das Kalon-Minarett, ein, welches im 12. Jahrhundert bei der gleichnamigen Moschee errichtet worden war.

Von den 144 erhalten gebliebenen Denkmälern sind die ältesten die Zitadelle Ark (6. Jahrhundert) und das Mausoleum der Samaniden (9.-10. Jahrhundert), dessen gemustertes Gemäuer in Abhängigkeit von der Beleuchtung ein sich ständig änderndes Ornament bildet.

Sehenswert sind auch die städtischen Museen, das der Heimatkunde, das Museum für dekorative und angewandte Kunst, das Kunstmuseum. In der Nähe der Stadt befindet sich die größte Karakulzuchtanstalt des Landes. Buchara-hof.png Sehenswürdigkeiten:

  • Kaljan-Minarett (12. Jahrhundert)
  • Emir-Palast
  • Ismail-Samani-Mausoleum
  • Festung Ark (die ehemalige Residenz des Emirs von Buxoro)
  • Museum für Dekorative und Angewandte Kunst (volkstümliche Handwerkserzeugnisse)
  • Palast des letzten Emirs von Buxoro (Schmucksammlung)
  • das nahegelegene Naturparadies der Wüste Kysylkum

Söhne und Töchter der Stadt


Siehe auch


Weblinks


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