Gustav "Bubi" Scholz (* 12. April 1930 in Berlin, Prenzlauer Berg; † 21. August 2000, Berlin) war ein deutscher Boxer.
Er wohnte in der Choriner Straße 54 in Berlin. Sein Vater war Schmied, die Mutter war Hausfrau. Sein erstes Geld verdiente er sich mit Zeitungsaustragen.
Rechtsausleger "Bubi" Scholz feierte seine größten Erfolge Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre. Er war ausschließlich Berufsboxer (nie Amateur). Er galt zu dieser Zeit als populärster Boxer in Deutschland und verbuchte einige internationale Erfolge. In der Zeit von 1958 bis 1961 hatte er den Europameistertitel im Mittelgewicht und 1964 den Titel im Halbschwergewicht inne. In Summe bestritt er 96 Kämpfe, wovon er 88 gewann, davon 41 durch k.o.; nur zwei Mal verlor er (jeweils Niederlagen nach Punkten). 1958 unterlag er Charles Humez im Mittelgewicht, gewann den Rückkampf im gleichen Jahr durch Aufgabe.
Im Mittelgewicht bekam er keinen WM Kampf, er unterlag im Halbschwergewichts WM Kampf dem Hall of Famer Harold Johnson.
Nach seiner aktiven Karriere machte er mehr mit Alkoholexzessen auf sich aufmerksam. Seinen Tiefpunkt erreichte er, als er 1984 im Alkoholrausch seine 49-jährige Frau Helga erschoss. Er wurde am 23. Juli 1984 in Berlin festgenommen. Daraufhin wurde er zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
Im Oktober 1993 heiratet der 63-jährige Scholz die 35-jährige Sabine Arndt im Charlottenburger Standesamt.
"Bubi" Scholz starb am 21. August 2000, nachdem er in den Jahren zuvor mehrere Schlaganfälle erlitten hatte und bei ihm Alzheimer und Demenz diagnostiziert worden waren. Die Todesursache war ein Stück Brot, an dem er sich verschluckt hatte. Seine Witwe Sabine ist heute mit dem Schauspieler Klausjürgen Wussow verheiratet (heimliche Eheschließung beim Standesamt Berlin-Charlottenburg am 25. März 2004).
Sein Leben wurde verfilmt und zu Silvester 1998/Neujahr 1999 von der ARD unter dem Titel "Die Bubi Scholz Story" ausgestrahlt, wobei Benno Fürmann den jungen, Götz George den alten Scholz darstellten. Scholz selbst konnte wegen seines damaligen schlechten Gesundheitszustandes an der Premiere nicht teilnehmen.
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