| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Zweibruecken.jpg | Lage Zweibruecken in Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Rheinland-Pfalz | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Kreisfreie Stadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 300 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 70,64 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 38.164 (1. Juli 2006) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 500 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 66482 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 06332 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | ZW | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 07 3 20 000 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 10 Stadtteile und Vororte | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Herzogstr. 1 66482 Zweibrücken | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.zweibruecken.de | bgcolor="#FFFFFF" | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Prof. Dr. Helmut Reichling | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zweibrücken ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Sie ist mit ihren etwas über 38.000 Einwohnern die kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands. Die Stadt ist Sitz des Pfälzischen Oberlandesgerichts.
Der Name Zweibrücken stammt von einer im ausgehenden 12. Jahrhundert erbauten Burg, die einen doppelten Wehrgraben hatte, der über zwei Zugbrücken überquert werden musste.
In der Umgebung Zweibrückens gibt es zahlreiche Wälder, in denen sich auch seltene Baumarten wie die Elsbeere finden. In einem dieser Waldgebiete steht mit 32,6 Metern Höhe eine der höchsten Elsbeeren der Welt (Stand 1994).
Zweibrücken gliedert sich neben der Innenstadt in die Stadtteile Bubenhausen, Ernstweiler, Ixheim und Niederauerbach.
Des weiteren existieren noch die durch Eingemeindung entstandenen Ortsteile Mörsbach im Norden, Oberauerbach im Nordosten, Rimschweiler im Süden, Mittelbach-Hengstbach im Südwesten, und Wattweiler im Westen der Stadt.
Der Name Zweibrücken wird 1170 erstmals urkundlich erwähnt. 1182 wurde Zweibrücken unter Heinrich I. Grafschaft und erhielt 1352 die Stadtrechte durch König Karl IV. verliehen. Der letzte Graf Eberhard verkaufte Burg und Stadt 1385 an den pfälzischen Kurfürsten Ruprecht I.. 1410 wurde Pfalz-Zweibrücken selbständiges Herzogtum. 1470 brannte die ganze Stadt durch einen verheerenden Brand nieder, wurde jedoch sofort wieder aufgebaut.
Ab 1488 fand durch Jörg Gessler Buchdruck statt. In der Zeit von 1493-1510 wurde unter Herzog Alexander (Pfalz-Zweibrücken) die Alexanderkirche nach Plänen von Philipp Steinmetz erbaut. Herzog Wolfgang gründete 1559 das erste Zweibrücker Gymnasium, das nach ihm Herzog-Wolfgang-Gymnasium benannt wurde. In der Zeit um 1585 wurde das Herzogschloss mit Schloßmühle und Bibliothek errichtet.
Im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen wurde die Stadt danach zweimal zerstört, zum ersten Mal 1635 im Dreißigjährigen Krieg und zum zweiten Mal 1677 in den Reunionskriegen. 1635 führte Matthias Gallas die kaiserlichen Truppen gegen die Stadt, die von von Rosen verteidigt wurde.
Unter Herzog Gustav Samuel Leopold erfolgte in der Zeit von 1720 - 1725 der Bau des Stadtschlosses in der Nähe des im Krieg zerstörten Schlosses durch den Baumeister Jonas Erikson Sundahl. Herzog Christian IV gründete 1755 das Zweibrücker Gestüt.
In der Zeit von 1793 - 1814 war Zweibrückens durch französische Truppen unter Napoleon besetzt. Während dieser Zeit wurde die Stadt 1801 durch den Frieden von Lunéville zusammen mit weiteren linksrheinischen Gebieten französisch und Sitz einer Unterpräfektur des Departements Donnersberg. 1816 schlug der Wiener Kongress die linksrheinischen Teile der vorherigen Pfalz Bayern zu. Zweibrücken wurde daraufhin Sitz des Königlich Bayerischen Appellationshofes (heute Oberlandesgericht).
1834 begann die Industrialisierung in Zweibrücken mit der Gründung der Dingler'schen Maschinenfabrik durch Christian Dingler. 1857erfolgte der Anschluss an die Eisenbahn.
Das letzte große gesellschaftliche Ereignis vor dem 1. Weltkrieg war die Einweihung des Zweibrücker Rosengartens durch Prinzessin Hildegard von Bayern im Juni 1914.
Als Folge des 1. Weltkrieges war Zweibrücken zwischen 1918 und 1930 durch französische Truppen besetzt.
1926 wurden die heutigen Stadtteile Bubenhausen und Ernstweiler eingemeindet, 1938 Ixheim und Niederauerbach.
Im Zuge der Reichspogromnacht wurde 1938 auch die Zweibrücker Synagoge zerstört. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die Stadt 1939 - 1940 evakuiert, sodass sie in der so genannten Roten Zone lag. Kurz vor Kriegsende wurde die Stadt am 14. März 1945 durch einen alliierten Bombenangriff durch die Royal Air Force fast vollständig zerstört. Am 20. März erreichen amerikanische Bodentruppen Zweibrücken.
Das im Krieg zerstörte ehemaligen Residenzschloss wurde 1965 wieder aufgebaut; es ist heute Sitz des Pfälzischen Oberlandesgerichts.
1972 wurden die heutigen Ortsteile Mittelbach-Hengstbach, Mörsbach, Oberauerbach, Rimschweiler und Wattweiler eingemeindet; Zweibrücken wurde Sitz der aus dem ehemaligen Landkreis Zweibrücken gebildeten Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land.
1986 kollidierten über Rimschweiler zwei Jets der U.S. Air Force vom Typ F4 Phantom II. Dabei wurden ein Pilot und ein Dorfbewohner getötet.
1987 wurde das altsprachlich orientierte Herzog-Wolfgang-Gymnasium aufgelöst und mit dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Helmholtz-Gymnasium zusammengelegt, das jetzt einen altsprachlichen Zweig hat.
Oberbürgermeister von Zweibrücken ist seit 2004 Prof. Dr. Reichling. Reichling wurde als unabhängiger Kandidat gewählt. Daneben wird die Verwaltungsleitung von Zweibrücken gebildet durch die Bürgermeister Heller (SPD) und Franzen (CDU) und den Beigeordneten Dettweiler (FWG).
Siehe auch:
Das Zweibrücker Wappen zeigt einen stehenden, nach links gerichteten roten Löwen mti blauen Fängen und blauer Zunge in Angriffshaltung auf goldenem Grund. Der Löwe war das Wappentier der Zweibrücker Herzöge. Über dem Abbild des Löwen ist eine Brücke in blauer Farbe dargestellt, die die Bedeutung Zweibrückens als Brückenstadt betont.
Die so genannte Herzogvorstadt besteht aus mehren Barockgebäuden, die in der Zeit von 1762 – 1772 erbaut wurden. Die Gebäude, die im letzten Krieg nicht zerstört wurden, dienen heute als Rathaus oder beherbergen unter anderem die Stadtverwaltung, das Amts- und Landgericht, das Stadtarchiv uns das Stadtmuseum.
Die Kulturgutschutz.png Alexanderskirche, eine spätgotische evangelische Hallenkirche wurde im 15. Jahrhundert vom Baumeister Philipp Steinmetz erbaut. Die älteste Kirche Zweibrückens beherbergt wertvolle Grabdenkmäler und Gemälde Zweibrücker Maler. Sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört und nach ihrem Wiederaufbau am 26. Juni 1955 wieder eingeweiht.
Die Karlskiche wurde in der Zeit von 1708 - 1711 im Auftrag des Schwedenkönigs Karl XII. in seiner Eigenschaft als als Herzog von Zweibrücken durch den Baumeister Haquinus Schlang aus Schweden errichtet. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde auf der Grundlage der Originalpläne als Gemeindezentrum wiedererrichtet und am 1. November 1970 wieder eingeweiht.
Die dritte Kirche in der Innenstadt ist die katholische Heilig Kreuz Kirche wurde wesentlich später als die beiden anderen Kirchen errichtet. Die weiträumige, neugotische Hallenkirche wurde 1869 - 1879 von Franz Jakob Schmitt aus Mainz erbaut. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde sie am 17. September 1950 wieder eingeweiht.
Das älteste Haus Zweibrückens ist das ehemalige Gasthaus „Zum Hirsch“. Es steht an dem zum Hallplatz hin gelegenen Ende der Fußgängerzoge in der Hauptstrasse 88. Das Gebäude wurde im 16. Jahrhundert erbaut; erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1583. Es gehört zu den wenigen Gebäuden in der Zweibrücker Innenstadt, die während des 2. Wltkrieges nicht zerstört wurden. Es liegt daher etwas tiefer als die davor verlaufende Fußgängerzone, die wie die Nachbargebäude auf einer Schuttschicht errichtet wurde.
Der Himmelsbergstollen ist in den Sandstein gehauene Kelleranlage am Himmelsberg, im südlichen Bereich der Innenstadt. Mit den Grabungsarbeiten wurde vermutlich im 16. Jh. begonnen; die Anlage wurde danach stetig weiter bis auf 2.360 qm vergrößert. Historiker sehen die Entstehung der Kelleranlage im Zusammenhang mit der von Sébastien de Vauban geschaffenen Befestigungslinie zum Schutze der neuen französischen Ostgrenze um 1680. Im 2. Weltkrieg diente der Stollen der Zweibrücker Bevölkerung als Luftschutzkeller. Der Himmelsbergstollen kann von Anfang Mai bis Ende Oktober an den Wochenenden besichtigt werden.
Als Gegenstück zu Europas Rosengarten haben die Stadt Zweibrücken und die Oskar-Scheerer-Stiftung 1974 - 1976 auf dem Gelände des ehemaligen Lustschlosses des Polenkönigs Stanislaus Leszczynski im Naherholungsgebiet Fasanerie einen Wildrosengarten angelegt. Die beiden Gärten sind durch den „Rosenweg“ verbunden, einen ca. 2,5 km lange Rad-, Wander- und Spazierweg. Der Wildrosengarten ist ein lebendiges Rosenmuseum. Auf der rund 2 ha großen Fläche blühen Wild-, Park- und Strauchrosen in fast 1000 Arten, darunter etliche alte Sorten. Die Fasanerie wurde von Stanislaus, dem König Karl XII. Zweibrücken als Asylort zur Verfügung stellte, als Lustschloss im türkischen Stil angelegt, Er gab ihr den den Namen "Tschifflick" (Landhaus).
Über die Verkehrsflughäfen Saarbrücken (40 km), Luxemburg (120 km) und Frankfurt am Main (160 km) ist die Stadt in das regionale und internationale Flugnetz eingebunden.
Die nächsten Binnenwasserhäfen befinden sich in Saarbrücken (40 km) und Ludwigshafen/Mannheim (100 km).
Zweibrücken ist an die Eisenbahnstrecke Saarbrücken - Pirmasens angebunden. Früher zweigte von Zweibrücken ferner die Hornbachbahn nach Brenschelbach ab.
Zweibrücken besitzt zwei Gymnasien (Hofenfels- und Helmholtz-Gymnasium), eine Realschule und vier Hauptschulen.
Einer der größten Arbeitgeber Zweibrückens ist die traditionsreiche Metallbaufirma Terex-Demag, die aus den ehemaligen Dingler-Werken entstanden ist.
Darüber hinaus beheimatet Zweibrücken auch ein Werk des Landmaschinenherstellers John Deere.
Nach dem Abzug der amerikanischen Armee vom Zweibrücker Flughafen wurde ein Designer Outlet Center (DOZ) gebaut, welches in der Endphase auf über 38.000 m² ausgelegt ist. Zunächst wurden aber nur rund 20.000 m² Verkaufsfläche realisiert.
Es wird versucht, den Flughafen als solches wirtschaftlich zu nutzen. So gibt es unter anderem die Nutzung für die zivile Luftfahrt sowie ein Technologiepark (Multimedia-Internet-Park Zweibrücken, MIPZ), eine Kooperation des Landes mit der Firma United Internet, der vor allem als Gründerzentrum für Startup Unternehmen gedacht ist.
Im Jahr 2003 kam es zur Insolvenz der Firma Pörringer & Schindler, welche als eines der traditionellen Zweibrücker Unternehmen galt. Auf diesem Gelände entsteht momentan ein Einkaufszentrum.
siehe auch:
Als Folge des Wiener-Kongresses gelangte das Herzogtum Zweibrücken-Pfalz ab 1815 zu Bayern und das 22. königlich bayrische Infanterieregiment wurde in Zweibrücken stationiert.
Zweibrücken besaß ab dem deutsch-französischen Krieg aufgrund der Grenznähe zu Frankreich stets eine wichtige strategische Bedeutung. Daher wurden mehrere Kasernen in Zweibrücken errichtet. Die "Rote Kaserne", die "Weiße Kaserne" und die "Niederauerbachkaserne". Die "Rote Kaserne" wurde in den 50er-Jahren abgerissen.
Diese wurden nach der Reichsgründung durch die Reichswehr und ab 1918/1919 durch die Reichswehr genutzt.
Die Umgebung Zweibrückens war im zweiten Weltkrieg in den Westwall eingebunden. Noch heute kann man rund um Zweibrücken Bunkeranlagen auffinden. Die meisten sind jedoch fast vollständig gesprengt.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden zuerst französische Truppen in Zweibrücken stationiert. Sie blieben bis 1977. Die Franzosen begannen 1951 mit dem Bau eines Militärflughafens in der Nähe Zweibrückens. Dieser wurde 1953 an die kanadische Luftwaffe übergeben. Nach dem Abzug der Kanadier 1969 übernahmen die Amerikaner den Flughafen.
Bereits seit 1952 war die US-Armee in Zweibrücken in der Kreuzbergkaserne stationiert. Daneben unterhielt sie noch viele kleine Liegenschaften. Auch die "Rote Kaserne" und die "Weiße Kaserne" wurden zeitweise von der US-Armee genutzt. Zeitweise lebten in der 38.000 Einwohner zählenden Stadt schätzungsweise 9.000 US-Bürger. Nach der Einheit Deutschlands wurden die US-Truppen sukzessive aus Zweibrücken abgezogen. Die letzten Einheiten verließen 1994 die Stadt.
Damit ist Zweibrücken, das 1956 auch Bundeswehrstandort wurde und damit bis 1969 eine Vier-Garnisonen-Stadt war, eine der deutschen Städte, die sich intensiv mit Konversion von militärischen Anlagen in zivile beschäftigen mussten.
Die "Weiße Kaserne" soll in ein ziviles Wohnquartier umgewandelt werden. Die Kreuzbergkaserne wurde Ende der 1990'er Jahre zu einem innovativen Fachhochschulstandort ausgebaut, der sich gut entwickelt.
Auf dem Flughafengelände hat sich eines der größten europäischen Fabrikverkaufszentren angesiedelt. Der Flughafen Zweibrücken ist nunmehr ein ziviler Verkehrsflughafen. Er wird hauptsächlich durch Charter- und Frachtverkehr genutzt.
Die Niederauerbach-Kaserne wird seit der Gründung der Bundeswehr von dieser genutzt. Im Jahr 2005 sind dort das Fallschirmjägerbataillon 263, das 5./Feldjägerbataillon, das Sanitätszentrum Zweibrücken und mehrere andere kleinere Einheiten der Bundeswehr stationiert.
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