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Brunzen, bairisch auch brunzeln, Substantiv Brunz (von ahd. prunnazan, zu Brunnen) ist ein oberdeutscher umgangssprachlicher Begriff für das Harnlassen. Er gilt heute als salopp bis vulgär.

Das Brunzen findet sich in der Literatur unter anderem bei:

  • Jakob Frey im Schwank „Zween Studenten betrogen einen Scharwächter“ Jakob Frey bei gutenberg.spiegel.de, in dem zwei Studenten die Haube des „Scharwächters“ „vollscheißen und -brunzen.“
  • Valentin Schumann in den Schwänken „Ein Fabel von einem Edelmann, der seiner Tochter wollt kein Mann geben, er mähet denn weiter, als sie könnt brunzen, auf einen Tag“ und „Ein Geschicht von einem Edelmann und einem Maler zu Augsburg“, wo der Begriff des „Brunzkächeleins“ (Nachttopf) verwendet wird.
  • Erich Mühsam im Gedicht „Produktion“ Erich Mühsam: „Produktion“, wo der Dichter die zweite Strophe des Gedichts mit den Zeilen beginnt:
Das Kind ward groß. - Das Unglück wollt's: es dichtet.
Nun stehn um mich die Hinzen und die Kunzen
und fühlen zum Bewundern sich verpflichtet -
und warten: wird der Pegasus nicht brunzen?
  • in Bayers Nachfolge im Werk des Künstlers Michael S. Riedel: „Scheissen und Brunzen (shitting and pissing)“, Revolver–Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt a. M. Gabriele Senn Galerie
  • Als Nachname findet sich Brunzen ebenfalls:

    Quellen

    Weitere Links


    Im nordischen Sprachraum auch Synonym für Kacken, Abseilen, Lehm aus dem Rücken drücken oder ähnliches. Geprägt wurde dieser Begriff von David R. aus A. ursprünglich N.

     

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